Presse

WZ vom 20.12.2017

Pro­jek­te gegen den Abwärts­trend

Ins­ge­samt flie­ßen 15 Mil­lio­nen Euro in den Wup­per­ta­ler Osten. Die WZ machte den Rund­gang.

Hecking­hau­sen. Der Gas­kes­sel selbst gehört gar nicht zum För­der­be­reich. Trotz­dem wird am Wahr­zei­chen kräf­tig Wer­bung für das Quar­tier­bü­ro und die „Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen“ gemacht. Das Banner haben die beiden Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen Kris­ti­na Klack und Kath­rin Lep­pert dort auf­hän­gen lassen. Schließ­lich stehen sie auch mit Inves­tor Thomas Dre­scher und den beiden Archi­tek­ten Mar­cel­lo Groß und Daniel Mai in Kon­takt – genau wie eigent­lich mit allen Akteu­ren in Hecking­hau­sen. Das För­der­pro­jekt, erklä­ren die beiden, betref­fe schließ­lich den ganzen Stadt­teil.

2016 begann die erste För­der­pha­se und läuft noch bis 2019. „Wir hoffen auf eine Ver­län­ge­rung“, betont Patri­cia Kna­ben­schuh, die städ­ti­sche Koor­di­na­to­rin für die „Sozia­le Stadt“. Es gehe um eine Kom­bi­na­ti­on aus städ­te­bau­li­chen und sozia­len Pro­jek­ten. 15 Mil­lio­nen Euro sollen ins­ge­samt nach Hecking­hau­sen flie­ßen.

Die Leute müssen sehen, dass sich was tut.“

Kris­ti­na Klack und Kath­rin Lep­pert, Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen

Dass sich etwas tun muss, wird beim Rund­gang, bei dem Bezirks­bür­ger­meis­ter Chris­toph Brüs­ser­mann (CDU) dabei ist, schnell klar. Ziem­lich scho­nungs­los hat es das Quar­tier­bü­ro auch auf seiner Home­page erklärt. „Hecking­hau­sen hat sich in den letz­ten Jahren ver­än­dert und das nicht zwangs­läu­fig zum Guten. Belegt wird dieser Abwärts­trend durch sta­tis­ti­sche Daten wie einem erhöh­ten Anteil an SGB II-Emp­fän­gern. Viel deut­li­cher spüren es jedoch die Men­schen, die hier schon lange leben. Kaum Grün­flä­chen, schmut­zi­ge Stra­ßen, und wenig attrak­ti­ve Spiel­plät­ze sind nur wenige Bei­spie­le“, heißt es da.

Und auch, wenn das Pro­gramm kein „Heil­mit­tel“ für alle Pro­ble­me sei: Mit den 15 Mil­lio­nen Euro für Maß­nah­men wie den Neubau des Stadt­teil­zen­trums, der Neu­ge­stal­tung des Bayer-Plat­zes und vieler sozia­ler Maß­nah­men sei erst­mal ein wich­ti­ger Anfang gemacht.

Vieles befin­de sich noch in der Pla­nung, für andere Pro­jek­te gebe es schon kon­kre­te Ter­mi­ne, wie etwa für den Spie­platz Kraut­stra­ße (die WZ berich­te­te). Der soll ab April für 180 000 Euro neu­ge­stal­tet werden.

Wich­tig sei, beto­nen die Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen, dass die Bürger etwas mit­be­kom­men, „sehen, dass sich etwas tut“. Und wenn es auf den ersten Blick nur Klei­nig­kei­ten seien, etwa eine neue Bank, die auf­ge­stellt wird, oder Strom­käs­ten, die ver­schö­nert werden sollen. Für solche Sachen sei der Ver­fü­gungs­fonds wich­tig, aus dem dann zum Bei­spiel das dies­jäh­ri­ge Advents­läd­chen an der Hecking­hau­ser Straße finan­ziert wurde.

Doch es gibt auch einige grö­ße­re Bau­stel­len, die durch die Sozia­le Stadt ange­gan­gen werden sollen.

Ein Pro­blem­fall, da sind sich die Betei­lig­ten alle einig, ist die Hecking­hau­ser Straße. „Die trennt prak­tisch den Stadt­teil in einen nörd­li­chen und einen süd­li­chen Teil.“ Eine Idee ist, mehr Que­rungs­hil­fen zu schaf­fen und die vor­han­de­nen attrak­ti­ver zu gestal­ten. Eine Neu­ge­stal­tung der Straße sei regel­mä­ßig auch Thema in der Bezirks­ver­tre­tung gewe­sen, erin­nert Brüs­ser­mann.

Gustav-Müller-Anlage

Die kleine Grün­an­la­ge, benannt nach einem Fabri­kan­ten, der sich um den Stadt­teil ver­dient gemacht hat, liegt zwi­schen Hecking­hau­ser Straße und der Straße Auf der Blei­che – und sieht eher trost­los aus. „Die letzte Schau­kel ist mitt­ler­wei­le auch weg“, erzäh­len die Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen. Im kom­men­den Jahr soll es aber ein Betei­li­gungs­ver­fah­ren, wahr­schein­lich schon zu den Oster­fe­ri­en, geben. Kinder und Senio­ren können sich dann Gedan­ken über eine Neu­ge­stal­tung des Plat­zes machen. „Das gab es noch nie. Wir sind gespannt“, sind sich Klack und Lep­pert einig.

Urban Gardening am Bayer-Platz

Der­zeit wird der kleine Park gegen­über der Feu­er­wa­che „von Per­so­nen­grup­pen fre­quen­tiert, die über sehr viel Tages­frei­zeit ver­fü­gen und öffent­lich Alko­hol kon­su­mie­ren“, wie es im Inte­grier­ten städ­te­bau­li­chen Ent­wick­lungs­kon­zept heißt. Auch das ein­zi­ge Spiel­ge­rät werde kaum genutzt. Die Anlage soll in Zukunft offe­ner gestal­tet werden und für Urban Gar­de­ning genutzt werden, wie Lep­pert erklärt.

Bewegungsfläche Widukindstraße

Ursprüng­lich war vor­ge­se­hen, an der Widu­kind­stra­ße eine Bewe­gungs­flä­che ein­zu­rich­ten. Der Plan sah auf der Fläche der Bahn Sport­mög­lich­kei­ten im Freien vor. Doch mitt­ler­wei­le hat sich ein Pro­blem her­aus­kris­tal­li­siert: Die Bahn möchte sich doch nicht von dem Gelän­de tren­nen, weil es der ein­zi­ge ver­blie­be­ne direk­te Zugang zu den Glei­sen dort ist. Das könne auch die Stadt nach­voll­zie­hen, sagt Patri­cia Kna­ben­schuh. Aller­dings suche man jetzt hän­de­rin­gend eine Alter­na­ti­ve.

Hoff­nung macht die AWG. Sie wird bekannt­lich spä­tes­tens 2019 mit ihrem Recy­cling­hof an die Widu­kind­stra­ße umzie­hen, auf das Nach­bar­grund­stück des Bahn­ge­län­des. In der Pla­nung für den neuen Hof ist, wie AWG-Chef Martin Bicken­bach gegen­über der WZ erklär­te, eine klei­ne­re Fläche bereits frei­ge­hal­ten worden, die, wenn die Stadt keine andere Lösung finden sollte, für die Bewe­gungs­flä­che genutzt werden könnte.

WZ vom 1.12.17

Advents­zeit: Ein Mit­ein­an­der für alle

Das Hecking­hau­ser Advents­läd­chen ist eröff­net worden.

Das Hecking­hau­ser Advents­läd­chen hat am 1. Dezem­ber eröff­net. An der Hecking­hau­ser Straße 202 kann seit ges­tern bis ein­schließ­lich 24. Dezem­ber in der Advents­zeit täg­lich von 16 bis 18.30 Uhr zusam­men gesun­gen, gelacht und gebas­telt werden. Alle sind herz­lich will­kom­men. Kaffee und Kuchen, Vor­le­se­ge­schich­ten und Musik werden ange­bo­ten. An beson­de­ren Tagen wie dem 6. Dezem­ber wird der Niko­laus erwar­tet, der die Kinder beschen­ken wird. Jede Woche wird zu einem ande­ren Thema Pro­gramm ange­bo­ten — diese Woche ist es „Heimat“. Dazu hatte Dörte aus Hecking­hau­sen ges­tern einen Gast-Auf­tritt. Mit Witzen und Lie­dern über Wup­per­tal unter­hielt sie – pas­send zum Thema – ihre Gäste.
Das Advents­läd­chen ist ein Pro­jekt der Hecking­hau­ser Flücht­lings­in­itia­ti­ve „Komm“. Das Läd­chen ermög­licht Begeg­nung über natio­na­le Gren­zen hinweg. „Wir sagen immer: Da, wo Begeg­nung ent­steht, werden Vor­ur­tei­le weg­ge­schafft“, erklärt Pro­jekt­lei­te­rin Doro­thee van den Borre. Des­halb arbei­ten im Läd­chen ehren­amt­lich Flücht­lin­ge und Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund. „Wir schaf­fen nicht die Arbeit für Flücht­lin­ge, son­dern arbei­ten mit ihnen“, sagt Mit­or­ga­ni­sa­to­rin Esra Kirat­li. Das gebe den Flücht­lin­gen die Chance, sich besser zu inte­grie­ren.
Das Pro­jekt wird durch den Ver­fü­gungs­fond Hecking­hau­sen und den Eigen­an­teil der Gemein­de finan­ziert. Der Besuch im Advents­läd­chen ist kom­plett kos­ten­frei. Wer möchte, kann natür­lich etwas spen­den. Außer­dem wird täg­lich die Los­trom­mel gedreht. Bei der Tom­bo­la gibt es unter­schied­li­che Preise zu gewin­nen. Ein Los kann gegen eine kleine Spende erstan­den werden. Der Haupt­preis wird an Hei­lig­abend ver­lost – eine Heiß­luft­bal­lon­fahrt für zwei Per­so­nen wurde von der Flücht­lings­in­itia­ti­ve zur Ver­fü­gung gestellt. Der Gesamt­be­trag der Spen­den geht dann am Ende des Pro­jekts an die „Komm“-Flüchtlingsinitiative.

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Rundschau vom 30.11.17

Im „Advents­läd­chen“ gibt’s jeden Tag etwas Neues

Das För­der­pro­jekt “Sozia­le Stadt” macht neu­er­dings auch in Hecking­hau­sen Über­ra­schun­gen mög­lich. Im Dezem­ber teilt sich ein ganzer Stadt­teil einen gemein­sa­men Advents­ka­len­der. Das “Advents­läd­chen” lädt Men­schen aus Hecking­hau­sen und der Nach­bar­schaft ein, jeden Tag im Advent die Stadt und die Men­schen in ihrer Viel­falt besser ken­nen­zu­ler­nen.

Dazu öffnet dieser beson­de­re Advents­ka­len­der vom 1. bis zum 24. Dezem­ber 2017 (17 Uhr, Weih­nachts­got­tes­dienst im Paul-Ger­hardt-Haus), auch sams­tags und sonn­tags, seine Tür in einem ange­mie­te­ten Laden­lo­kal an der Hecking­hau­ser Straße 202.

Pro­jekt­lei­te­rin Doro­thee van den Borre von der Flücht­lings­in­itia­ti­ve “Komm” der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Hecking­hau­sen: “Wir laden Men­schen ein, ein­fach mal im Weih­nachts­stress inne­zu­hal­ten und bei einer Tasse Kaffee und Gebäck mit ande­ren ins Gespräch zu kommen. Dar­über hinaus kann man sich jeden Tag über­ra­schen lassen, wel­ches Erleb­nis neu hinter der Tür wartet.”

Täg­lich von 16 bis 17 Uhr ist die Zeit reif, um anzu­kom­men, mit­ein­an­der zu reden und viel­leicht die Men­schen end­lich ken­nen­zu­ler­nen, die einem schon jah­re­lang auf der Straße begeg­nen. Von 17 bis 18.30 Uhr warten unter­schied­li­che Pro­gramm­punk­te hinter der Advents­tür. Van den Borre (Tele­fon 63 78 29 für Mit­ma­ch­an­ge­bo­te): “Wir werden in die Welt von ‘1001 Nacht’ mit­ge­nom­men, lernen die Geheim­nis­se von Aroma-Ölen kennen, bege­ben uns am 2. Dezem­ber 2017 auf eine musi­ka­li­sche Reise nach Irland oder erfah­ren am 1. Dezem­ber 2017, warum Dörte aus Hecking­hau­sen ihr Hecking­hau­sen so liebt.”

Uwe Sippel macht am 18. Dezem­ber 2017 einen “Sofa­ta­lk” mit ihr und Dörte liest am 21. Dezem­ber 2017 Weih­nachts­ge­schich­ten für große und kleine Leute. Syri­sche Geflüch­te­te nehmen am 8. Dezem­ber 2017 Besu­cher auf eine gedank­li­che Reise in ihre alte Heimat mit und zeigen die Schön­heit ihres Landes, die der Krieg zer­stört hat. Senio­ren erzäh­len jungen Men­schen von ihrem Lebens­weg, Kinder lernen Weih­nachts­lie­der aus aller Welt kennen und bauen eine Weih­nachts­stadt.

Das sind wei­te­re Geschich­ten, die hinter der Tür des Advents­läd­chens warten: Am 3. Dezem­ber 2017 rückt der Kongo ins Blick­feld. Hecking­hau­sen als Weih­nachts­stadt ist am 4. Dezem­ber 2017 ein Krea­tiv­an­ge­bot. “Vocal im Tal” sind am 5. Dezem­ber 2017 mit Weih­nachts­lie­dern dabei. Der Niko­laus ist am 6. Dezem­ber 2017 ein Muss! Vom Geschicht­s­tep­pich erzäh­len Petra Well­nitz und Chris­tia­ne Kurz am 7. Dezem­ber 2017. Das Ber­gi­sche Land ist am 9. Dezem­ber 2017 Film­the­ma. “Wir leben in einem deut­schen Land” ist Song­the­ma von Horst Wege­ner am 10. Dezem­ber 2017. Sevinc Bril­ling erzählt am 11. Dezem­ber 2017 ab 16 Uhr eine tür­kisch-deut­sche Lebens­ge­schich­te, ab 18 Uhr gestal­ten Ulrich Schramm und Jürgen Dorf einen Son­ga­bend. Die Pro­jek­te “Arri­val City” und “Street Art” werden am 12. Dezem­ber 2017 vor­ge­stellt. Am 13. Dezem­ber 2017 geht es um Bür­ger­pro­jek­te für die “Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen”. Der CVJM-Chor “X-Change” singt am 15. Dezem­ber 2017. Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Bialas erzählt seinen Weg in die Poli­tik.

Doro­thee van den Borre: “Es gibt viel, was Besu­cher dieses leben­di­gen Advents­ka­len­ders ent­de­cken können. Wich­tig ist dabei, dass die Aktio­nen von orts­an­säs­si­gen und geflüch­te­ten Men­schen in Hecking­hau­sen zusam­men geplant, orga­ni­siert und durch­ge­führt werden.” Und: Bei der großer Adventstom­bo­la gibt es etwas zu gewin­nen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Pro­gramm online: www.komm-wuppertal.de

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Rundschau vom 27.9.17

Geige, Cello oder Dara­bu­ka

Immer wieder sonn­tags um 12 Uhr tref­fen sich zehn bis 15 Jugend­li­che in einem ehe­ma­li­gen Hecking­hau­ser Laden­lo­kal und proben Film-, Rock- und Pop­mu­sik. Mit­spie­ler sind erwünscht!

Malaz, Jonas, Sipan, Kerry, Jonas, Lilith, Maciek, Emma­nu­el, Alaa, Oswald und Ahmad klin­gen wie ein rich­ti­ges (und sehr inter­na­tio­na­les) Orches­ter. Foto: Con­rads

Malaz ist von Anfang an dabei und wollte zunächst nur Kla­vier­spiel lernen, doch längst ist er Teil einer Band, die wie ein Orches­ter mit inter­na­tio­na­ler Beset­zung wirkt. Er mag am liebs­ten Klas­sik und den Klang von Geige und Cello: “Ich höre sehr gerne ara­bi­sche und tür­ki­sche Musik, da gehö­ren Geigen auf jeden Fall immer dazu”, sagt er und freut sich dar­über, dass auch Strei­cher beim Musik­pro­jekt des Ver­eins für sozi­al­the­ra­peu­ti­sche Kinder- und Jugend­ar­beit (SKJ) mit­ma­chen.

Beson­ders gut gefällt ihm, dass die Jugend­li­chen selbst ent­schei­den, was sie spie­len – und Malaz hat fest­ge­stellt, dass sie leicht Film­mu­sik finden, die alle kennen, weil zum Bei­spiel “Harry Potter” oder “Fluch der Kari­bik” Jugend­li­che in Syrien genau­so kennen wie in Polen, Kame­run oder Deutsch­land. Cel­list Maciek spiel­te die “Game of Thrones”-Filmmusik des deutsch-ira­ni­schen Kom­po­nis­ten Ramin Dja­wa­di bereits im Jugend­mu­sik­schul­or­ches­ter der pol­ni­schen Stadt Czesto­chowa, bevor er nach Wup­per­tal kam. Bei vielen Stü­cken sind alle Instru­men­te dabei: Kla­vier, Geigen, Cello, Kon­tra­bass, Key­boards, E-Gitar­re, Saxo­fon, Posau­ne, E-Bass, Djembe, Dara­bu­ka und Schlag­zeug.

Gitar­rist Jonas und Schlag­zeu­ger Leo haben bereits Band-Erfah­rung, tref­fen sich zusätz­lich in der Woche zum Kom­po­nie­ren und brin­gen sonn­tags neue Ideen mit zur Probe. Bei rocki­gen Songs macht es Maciek beson­ders großen Spaß, E-Cello zu spie­len: “Mit Ver­stär­ker klingt es wie eine E-Gitar­re.”

Weil zwei Räume zur Ver­fü­gung stehen, müssen nicht immer alle gleich­zei­tig spie­len. Manch­mal proben drei oder vier Jugend­li­che einen Song, drei andere schrei­ben neben­an einen Text und wieder andere üben etwas mit Kopf­hö­rern am Key­board. Erste Auf­trit­te gab es bereits beim Blei­cher­fest in Hecking­hau­sen, beim “Offe­nes Ohr”-Jubiläum in Wich­ling­hau­sen und beim Jugend­kul­tur­fes­ti­val in der “Börse”.

Der für seine lang­jäh­ri­ge Arbeit bekann­te SKJ mit Marko Golub als Pro­jekt­lei­ter hatte im Rahmen des Pro­gram­mes “Sozia­le Stadt” den Antrag gestellt, mit dem “Musik­fo­rum Hecking­hau­sen” Jugend­li­chen ein offe­nes Musik­pro­jekt zu ermög­li­chen. Nach der Bewil­li­gung star­te­te das Pro­jekt im Novem­ber 2016 und wird seit April mit 6.700 Euro geför­dert. Die Instru­men­te werden vom Musi­ka­li­en­han­del Land­sie­del-Becker und Gei­gen­bau­meis­ter Erhard Bunt­rock in Barmen aus­ge­lie­hen. Einen Groß­teil der Miet­kos­ten für die Instru­men­te über­nimmt das Mal­te­ser-Hilfs­werk als Inte­gra­ti­ons­dienst.

Betreut wird das Pro­jekt von der Wup­per­ta­ler Musik­päd­ago­gin Hedi Kronen. Inter­es­sier­te junge Instru­men­ta­lis­ten und Sänger, gerne auch weib­lich, mit und ohne musi­ka­li­sche Vor­er­fah­rung können kos­ten­los mit­ma­chen – und sind herz­lich will­kom­men. Wer Fragen hat, mailt an hedikronen@gmx.de.

Pressemitteilung der Stadt Wuppertal vom 25.08.2017

Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen — es geht weiter

Bereits jetzt hat das Land NRW für Maß­nah­men in der Sozia­len Stadt Hecking­hau­sen in 2018 För­der­mit­tel in Höhe von 168.000 Euro bewil­ligt.

Das Pro­gramm Sozia­le Stadt ist ein großer Gewinn für ganz Wup­per­tal,” ver­si­chert Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Mucke, “schließ­lich ist das Geld in den Stadt­tei­len mit beson­de­rem För­der­be­darf gut ange­legt und davon pro­fi­tiert am Ende die gesam­te Stadt.”

Allein 144.000 Euro stehen für die Neu­ge­stal­tung des Kin­der­spiel­plat­zes Kraut­stra­ße /Werléstraße zur Ver­fü­gung. An der Pla­nung waren Kinder aus Hecking­hau­sen betei­ligt und ihre Wün­sche und Vor­stel­lun­gen werden bei der Neu­ge­stal­tung berück­sich­tigt. Zusam­men mit dem städ­ti­schen Anteil von 20 Pro­zent kommen 180.000 Euro für den Spiel­platz zusam­men. Damit werden auf der oberen Spiel­platz­ebe­ne eine Seil­bahn, eine große Seil­kon­struk­ti­on zum Klet­tern und eine Korb­schau­kel rea­li­siert.

Für Stefan Kühn, Dezer­nent für Sozia­les, Jugend, Schule und Inte­gra­ti­on in Wup­per­tal ist beson­ders wich­tig, dass “für die Stadt­tei­le und gemein­sam mit deren Bewoh­nern geplant wird. Auch dafür bekom­men wir in 2018 Geld aus dem Bund-Län­der­pro­gram Sozia­le Stadt. Der Ver­fü­gungs­fond “aktive Mit­wir­kung der Betei­lig­ten” wird mit 8000 Euro geför­dert.” Stefan Kühn weiter: “Alle Hecking­hau­ser sind auf­ge­ru­fen sich mit ihren Ideen ein­zu­brin­gen und Pro­jek­te für den Stadt­teil zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen.”

Inter­es­sier­te können sich an das Quar­tier­bü­ro Hecking­hau­sen wenden. Alle Infor­ma­tio­nen zum Ver­fü­gungs­fonds stehen unter www.qbhh.de in der Rubrik “Mit­ma­chen”. Bei­spie­le zu erfolg­rei­chen Ver­fü­gungs­fonds­pro­jek­ten, wie zum Bei­spiel das Musik­fo­rum Hecking­hau­sen oder das Pro­jekt zum Thema “Ankom­men und Leben in Hecking­hau­sen” sind in der Rubrik “Aktu­el­les” dar­ge­stellt.

Auch das Hof- und Fas­sa­den­pro­gramm wird im nächs­ten Jahr mit 16.000 Euro För­der­mit­teln wei­ter­ge­führt. Pri­vat­ei­gen­tü­mer werden bei Ver­schö­ne­rungs­maß­nah­men für Fas­sa­de, Innen­hof und Garten finan­zi­ell unter­stützt. Aber auch die Ent­sie­ge­lung von Flä­chen und eine Dach­be­grü­nung sind för­der­fä­hig. Die Maß­nah­men sollen dazu bei­tra­gen, dass die Wohn- und Auf­ent­halts­qua­li­tät in Hecking­hau­sen ver­bes­sert wird. Und dafür kann der Eigen­tü­mer eine För­de­rung von bis zu 40 Pro­zent der Kosten erhal­ten.

Link zur Pres­se­mit­tei­lung

Rundschau vom 2.8.2017

WZ vom 7.5.2017
Heckinghausen: Die Visionen eines Quartiers

Künst­le­rin­nen wollen die Geschich­te Hecking­hau­sens und die Anek­do­ten der Bewoh­ner sam­meln.

Die Organisatorinnen Lara Oswald, Dagmar Beilmann, Nelly Köster und Mandi Wiegand (von rechts) sammeln Erlebnisse der Heckinghauser.
Die Orga­ni­sa­to­rin­nen Lara Oswald, Dagmar Beil­mann, Nelly Köster und Mandi Wie­gand (von rechts) sam­meln Erleb­nis­se der Hecking­hau­ser. G. Bartsch

Die Orga­ni­sa­to­rin­nen Lara Oswald, Dagmar Beil­mann, Nelly Köster und Mandi Wie­gand (von rechts) sam­meln Erleb­nis­se der Hecking­hau­ser.

Hecking­hau­sen. Das Mit­mach­pro­jekt „Arri­val City“ soll Geschich­ten vom Ankom­men in dem Wup­per­ta­ler Stadt­teil sowie dessen His­to­rie und Zukunfts­aus­sich­ten erzäh­len. Die vier Orga­ni­sa­to­rin­nen Lara Oswald, Dagmar Beil­mann, Nelly Köster und Mandy Wie­gand woll­ten ges­tern von Hecking­hau­sern bei einem Stadt­teil­rund­gang per­sön­li­che Erleb­nis­se erfah­ren. Leider war die Reso­nanz sehr ver­hal­ten – doch die Frauen ließen sich nicht demo­ti­vie­ren.

Lara Oswald erzähl­te die Geschich­te des Gas­kes­sels

Die Künst­le­rin­nen Nelly Köster und Mandy Wie­gand wollen die Ergeb­nis­se von „Arri­val City“ mit Fotos, Videos, Inter­views oder kurzen Texten in einer Instal­la­ti­on zusam­men­fas­sen. Sie soll am 25. Juni im Laden­lo­kal in der Hecking­hau­ser Straße 202 gezeigt werden. Das Pro­jekt leitet Dagmar Beil­mann von der Börse, Lara Oswald kon­zi­pier­te den Stadt-rund­gang, bei dem wei­te­re Mate­ria­li­en gesam­melt wurden.

Nun erkun­de­ten sie mit eini­gen Teil­neh­mern das Quar­tier und zeig­ten ver­schie­de­ne Orte. Lara Oswald erzähl­te etwa die Geschich­te des Gas­kes­sels. „Bis zu einem Bom­ben­an­griff im Zwei­ten Welt­krieg stand hier ein ande­rer Kessel“, erklär­te sie. Gemein­sam mit einer Mol­ke­rei, wo sich heute der Club „Butan“ befin­det, sei es das Zen­trum des Stadt­teils gewe­sen. Aus­ge­stat­tet mit einem Papier und einem ein­fa­chen Stift illus­trier­ten die Teil­neh­mer ihre Vision, wie der Stahl­ko­loss wieder mehr in den Mit­tel­punkt rücken könnte. Mit weni­gen Stri­chen zeich­ne­ten sie etwa Dach­gär­ten, Park­an­la­gen oder eine Shop­ping-Mall. Oswald beton­te: „Es dürfen auch ruhig unrea­lis­ti­sche Visio­nen sein.“ Diese Zeich­nun­gen werden die Künst­le­rin­nen in ihre Aus­stel­lung inte­grie­ren. Mandy Wie­gand ist es ein Anlie­gen, zu zeigen, dass das Stadt­bild einst leben­dig war und viel­leicht auch wieder so werden kann. Sie sagte: „Früher war es all­täg­lich, dass sehr viele Leute auf den Stra­ßen unter­wegs waren.“

Mann zeigte Ort, an dem ihm die erste Ohr­fei­ge ver­passt wurde

Per­sön­li­che Geschich­ten stehen im Fokus der Instal­la­ti­on „Wir finden es auch span­nend, per­sön­li­che Geschich­ten erzäh­len zu können“, berich­te­te Lara Oswald. So habe sie etwa von einem Mann den Ort erfah­ren, an dem ihm seine erste Ohr­fei­ge ver­passt wurde – und den Anlass.

Für das Blei­cher­fest Ende Juni planen die vier Frauen auch noch wei­te­re Pro­jek­te. Bereits jetzt steht schon fest, dass es Thea­ter-, Tanz- und Musik­auf­füh­run­gen an unter­schied­li­chen Orten rund um das Fest geben wird. Bis zur letz­ten Minute möch­ten sie auch noch ver­su­chen, ihre eige­nen Visio­nen umzu­set­zen: Aus­stel­lun­gen in leer­ste­hen-den Geschäf­ten, in schwin­del­erre­gen­der Höhe klet­tern­de Tänzer oder eine große Lein­wand­pro­jek­ti­on. Doch das kostet Geld — Geld das sie bisher nicht haben.

Gesucht werden noch Bild-, Video oder auch Ton­ma­te­ri­al aus Hecking­hau­sen sowie Teil­neh­mer für die Auf­füh­run­gen.

Link zum WZ Arti­kel

 


WZ vom 6.6.2017
Stadt erneuert zwei Spielplätze

Beim Areal an der Zie­gel­stra­ße soll erst­mals Inklu­si­on berück­sich­tigt werden.

Noch sehen die Spielplätze Ziegelstraße (l.) und Grillparzerweg (r.) trist aus. Sie werden in diesem Jahr neu gestaltet.

Noch sehen die Spiel­plät­ze Zie­gel­stra­ße (l.) und Grill­par­z­er­weg (r.) trist aus. Sie werden in diesem Jahr neu gestal­tet.

Hecking­hau­sen. Mehr Licht, neue Geräte und ins­ge­samt eine ganz neue Gestal­tung: Zwei Spiel­plät­ze in Hecking­hau­sen erhal­ten in diesem Jahr ein neues Gesicht: Der Spiel­platz an der Zie­gel­stra­ße und der Spiel­platz am Grill­par­z­er­weg. An der Zie­gel­stra­ße soll dabei der erste Spiel­platz Wup­per­tals ent­ste­hen, bei dem die Inklu­si­on beson­ders berück­sich­tigt wird. Für beide Maß­nah­men hat die Bezirks­ver­tre­tung jetzt ein­stim­mig ihr Okay gege­ben.

Wegen seiner geschütz­ten Lage ist der Spiel­platz Zie­gel­stra­ße nach Ansicht der Stadt beson­ders als Anlage für Klein­kin­der geeig­net. Dar­über hinaus sollen hier künf­tig auch mög­lichst viele Kinder mit unter­schied­li­chen Ein­schrän­kun­gen spie­len können.

Das Thema Ziegel soll sich in der Gestal­tung wie­der­fin­den

Frank Zlo­tor­zen­ski vom Res­sort Grün­flä­chen und Fors­ten und für Spiel­plät­ze zustän­dig, nennt ein Bei­spiel: „Die Korb­schau­kel wurde ursprüng­lich für Kinder mit Ein­schrän­kun­gen ent­wi­ckelt, die sich nicht gut fest­hal­ten können. Aber damit spie­len alle Kinder gern.“ Für die Zie­gel­stra­ße sind eine Schau­kel­an­la­ge mit Klein­kin­der­sitz, eine Sand-Matsch-Bau­stel­le und eine Kom­bi­na­ti­ons­an­la­ge mit Rut­sche vor­ge­se­hen. „Es wird sich zeigen, wie das bei den Kin­dern ankommt“, sagt Frank Zlo­tor­zen­ski.

Dar­über hinaus soll sich die Gestal­tung des Plat­zes am Thema „Ziegel“ ori­en­tie­ren – als Bezug zum Stra­ßen­na­men, der wie­der­um auf die Zie­ge­lei­en zurück­geht, die einst in diesem Bereich stan­den. Daher sollen Ziegel für die Detail­ge­stal­tung des Gelän­des – zum Bei­spiel bei Ein­fas­sun­gen oder Sitz­bän­ken – und der Spiel­ge­rä­te ver­wen­det werden. Dafür wird die Stadt Firmen zu einem Gestal­tungs­wett­be­werb ein­la­den.

Inzwi­schen gibt es auf dem Spiel­platz Zie­gel­stra­ße nur noch eine Rut­sche, die übri­gen früher vor­han­de­nen Geräte hatte die Stadt nach und nach aus Sicher­heits­grün­den abge­baut. Für die Umge­stal­tung wurden bereits einige Bäume ent­fernt, die nicht mehr ver­kehrs­si­cher waren. Die Arbei­ten für die Neu­ge­stal­tung sollen im Sommer begin­nen, im Herbst könnte der Spiel­platz fertig sein.

Schon früher sollen Kinder den Spiel­platz am Grill­par­z­er­weg wieder in Besitz nehmen können: Hier sollen die Bau­ar­bei­ten Ende März los­ge­hen, Ende April könnte alles fertig sein.

Die Geräte hier waren nach Anga­ben der Stadt schon länger in einem schlech­ten Zustand. Außer­dem war das Areal sehr zuge­wach­sen. „Da gab es gar keinen Son­nen­schein mehr“, so Zlo­tor­zen­ski. Durch die feh­len­de Sonne habe sich Moos aus­ge­brei­tet.

Auch hier hat die Stadt bereits einige Bäume und Sträu­cher ent­fernt, damit es wieder mehr Licht gibt. Der neue Spiel­platz, der direkt an eine Grün­an­la­ge grenzt, soll kom­plett neu und so gestal­tet werden, dass er alle Alters­grup­pen anspricht. Geplant sind Schau­keln, eine Slack-Line (Balan­cier­seil) und ein großes Seil­klet­ter­ge­rät.

Statt Bolz­platz kommt eine Panna-Anlage

Der Bolz­platz wird ver­schwin­den, statt­des­sen soll es ein klei­nes Mini-Fuß­ball­feld von acht Meter Länge und mit hoher Bande geben, das zu zweit oder zu viert bespielt werden kann. In dieser so genann­ten „Panna-Anlage“ ist vor allem Geschick­lich­keit beim Umgang mit dem Ball gefragt. „Diese Anla­gen sind sehr beliebt“, sagt Frank Zlo­tor­zen­ski.

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WZ vom 29.1.2017
Stadt will Fördergelder für Schrottimmobilien beantragen

Über das Stadt­er­neue­rungs­pro­gramm „Sozia­le Stadt“ würde der Barmer Osten ab Herbst pro­fi­tie­ren.

Die Stadt will Fördergelder akquirieren, um Schrottimmobilien aufkaufen zu können. Archiv
Die Stadt will För­der­gel­der akqui­rie­ren, um Schrott­im­mo­bi­li­en auf­kau­fen zu können. Archiv Stefan Fries

Wup­per­tal. Alte Häuser, die ver­fal­len, sind nicht nur Nach­barn ein Dorn im Auge. Sie wirken sich auch nega­tiv auf das gesam­te Umfeld aus. Die Stadt hat solche Immo­bi­li­en im Blick, oft fehlen ihr aber die Mög­lich­kei­ten, etwas zu unter­neh­men. Jetzt macht sich die Ver­wal­tung Hoff­nung, dass sie finan­zi­el­le Unter­stüt­zung durch ein neues Modell­vor­ha­ben von Land und Bund erhält.

Rund 90 Häuser in der Stadt gelten als Pro­blem-Immo­bi­li­en, weil sie leer stehen, ganz oder teil­wei­se ver­wahr­lost oder sogar bau­fäl­lig sind. Die Stadt ver­sucht, früh­zei­tig Kon­takt mit den Eigen­tü­mern auf­zu­neh­men, um Abhil­fe zu schaf­fen. Doch denen fehlt oft das Geld, manche sind nur noch schwer erreich­bar. Von sich aus ein­grei­fen kann die Stadt nur bei Gefähr­dung. Doch selbst ein Abriss ist teuer — für den Abriss des Hauses Nüt­zen­ber­ger Straße 190 rech­ne­te die Stadt mit 380 000 Euro. Weil ein Besit­zer nicht mehr greif­bar war, muss die Stadt diese Kosten tragen.

Hier könnte das neue Modell­vor­ha­ben von Land und Bund helfen. Es soll nach Aus­kunft des NRW-Stadt­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­ums im Rahmen des Stadt­er­neue­rungs­pro­gramms „Sozia­le Stadt“ Kom­mu­nen helfen, die in beson­de­rem Maße von Zuwan­de­rung aus Süd-Ost-Europa und in diesem Zusam­men­hang mit pro­ble­ma­tisch genutz­ten, her­un­ter­ge­kom­me­nen Immo­bi­li­en zu tun haben. Die Städte sollen darin unter­stützt werden, Immo­bi­li­en zu erwer­ben, an deren Besei­ti­gung ein beson­de­res Inter­es­se besteht. Und wenn das Gebäu­de wider Erwar­ten doch instand­ge­setzt werden kann, soll es auch dafür Geld geben.

Zehn Immo­bi­li­en könn­ten in fünf Jahren ver­schwin­den

Die Stadt bewirbt sich für das Modell­vor­ha­ben“, bestä­tigt Rüdi­ger Bleck, Abtei­lungs­lei­ter Stadt­ent­wick­lung. Es sei zuge­schnit­ten auf Gebie­te, die im Rahmen des Pro­gramms „Sozia­le Stadt“ geför­dert werden – wie etwa Wich­ling­hau­sen, Ober­bar­men oder Hecking­hau­sen, die auch von Zuwan­de­rung betrof­fen sind. Etwa 50 Pro­blem- und Schrott­im­mo­bi­li­en der Stadt lägen im För­der­ge­biet.

Ziel ist, die Häuser zu erwer­ben, abzu­rei­ßen und das Grund­stück für eine Nut­zung her­zu­rich­ten — oder die Gebäu­de zu sanie­ren, wenn mög­lich. „Das ist vorher schwer abzu­schät­zen, das weiß man erst, wenn man die Haus­tür auf­macht“, erklärt Bleck. Die Stadt müsse kon­kre­te Vor­schlä­ge machen, um wie viele pro­ble­ma­ti­sche Immo­bi­li­en sie sich in den nächs­ten fünf Jahren küm­mern kann. „Wir schät­zen, dass wir uns in der Zeit mit rund zehn Immo­bi­li­en beschäf­ti­gen können“, sagt Bleck. Geneh­migt werde dann eine bestimm­te För­der­sum­me, die Wup­per­tal im Zeit­rah­men von fünf Jahren abru­fen kann.

Die För­de­rung sei sehr hoch, betont Bleck. Die Stadt müsse jeweils nur einen Eigen­an­teil von fünf Pro­zent über­neh­men. Und geför­dert werde nicht nur der Abriss selbst, son­dern auch die Vor­be­rei­tung wie sta­ti­sche Berech­nun­gen und die Aus­schrei­bung des Abris­ses. Er hofft auf einen Zuschlag: „Das schafft Spiel­räu­me.“ Bau­de­zer­nent Frank Meyer sagt: „Wir freuen uns, wenn wir Zugang zum Modell­vor­ha­ben bekom­men.“ Die Bewer­bungs­frist läuft ab, bei Erfolg könnte die Stadt ab dem Sommer aktiv werden. „Erste sicht­ba­re Ergeb­nis­se könnte es im Herbst geben“, schätzt Bleck.

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WZ vom 25.1.2017
Geschichten über das Ankommen gesucht

Künst­le­rin­nen sam­meln mit Hecking­hau­sern Mate­ri­al für Auf­füh­rung zum Blei­cher­fest.

Mandy Wiegand, Nelly Thea Köster und Dagmar Beilmann (v.l.) auf der Suche nach Geschichten.
Mandy Wie­gand, Nelly Thea Köster und Dagmar Beil­mann (v.l.) auf der Suche nach Geschich­ten. Anna Schwartz

Barmen. Wie oft bist du umge­zo­gen? Bin ich in Hecking­hau­sen ange­kom­men? Was brau­che ich, um anzu­kom­men? Fragen zum Ankom­men wollen Mandy Wie­gand und Nelly Thea Köster in den kom­men­den drei Mona­ten den Hecking­hau­sern stel­len. Die Inter­views sind die erste Phase einer Kunst-Mit­mach-Aktion, die sich mit dem Stadt­teil als Ort des Ankom­mens, als „Arri­val City“ aus­ein­an­der­setzt. Bilder und Geschich­ten wollen die Künst­le­rin­nen in einem Laden­lo­kal aus­stel­len und zu einer Kunst­ak­ti­on mit Video­pro­jek­ti­on auf dem Gaso­me­ter zum Blei­cher­fest ver­ar­bei­ten.

Es geht um Ankunfts­struk­tu­ren“, erklärt Dagmar Beil­mann von der Börse, die die Aktion im Rahmen des vom Land geför­der­ten Pro­jekts „Lebe Liebe Deine Stadt“ und mit Gel­dern des För­der­pro­gramms „Sozia­le Stadt“ orga­ni­siert. „Wir wollen her­aus­fin­den, wo es gute Struk­tu­ren dafür gibt und was noch fehlt.“ Das Thema richte sich an alle Hecking­hau­ser jeden Alters, gezielt auch an Men­schen mit Zuwan­de­rungs­ge­schich­te. Ein­ge­bun­den werden Ver­ei­ne und Initia­ti­ven.

Basis-Lager wird das Laden­lo­kal Hecking­hau­ser Straße 202, gegen­über dem Stadt­teil­treff. Von dort ziehen Mandy Wie­gand und Nelly Thea Köster zu Stra­ßen-Inter­views los. Anwoh­ner sollen bei „künst­le­ri­schen Stadt­spa­zier­gän­gen“ Audio- und Video­ma­te­ri­al sam­meln, das im Laden­lo­kal zu einer Bild- und Ton-Instal­la­ti­on aus Geschich­ten wächst.

In der zwei­ten Phase soll für das Blei­cher­fest am 26. Juni ein mul­ti­me­dia­ler Rund­gang mit Dar­stel­lern, Chören, Klet­te­rern und einer großen Video­pro­jek­ti­on ent­ste­hen, die die Bürger gemein­sam mit Künst­lern ent­wi­ckeln. Erst sollen auf dem Floh­markt kleine Aktio­nen statt­fin­den, Höhe­punkt soll dann eine col­la­gen­ar­ti­ge Vor­stel­lung mit Chören und einer Video- und Sound­in­stal­la­ti­on am Gaso­me­ter sein. kati

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WZ vom 24.11.2016
Drei Achsen für Heckinghausen

Pla­nun­gen für das Umfeld des Gas­kes­sels laufen. Ideen werden am kom­men­den Diens­tag in der Bezirks­ver­tre­tung vor­ge­stellt.

Der Gaskessel aus der Luft. Auch das Umfeld soll neu gestaltet werden. Archiv
Der Gas­kes­sel aus der Luft. Auch das Umfeld soll neu gestal­tet werden. Archiv Peter Son­der­man­n/­Ci­ty-Luft­bil­der

Hecking­hau­sen. Drei Achsen sollen bis 2022 durch Hecking­hau­sen ver­lau­fen. Sie haben die Themen Bewe­gung, Begeg­nung und Besin­nung und fassen in drei Worten das zusam­men, was sich im Stadt­teil alles ver­bes­sern soll. Welche Ideen die Stadt und die Bürger dazu ent­wi­ckelt haben, wird ab nächs­ter Woche Thema in ver­schie­de­nen Rats­gre­mi­en sein. In der Bezirks­ver­tre­tung Hecking­hau­sen steht es am Diens­tag auf der Tages­ord­nung.

Wir füllen das Kon­zept gerade mit Leben.“
Gun­ther Stoldt, Abtei­lung Städ­te­bau

Bezirks­bür­ger­meis­ter Chris­toph Brüs­ser­mann (CDU) ist nicht glück­lich dar­über, dass das voll­stän­di­ge Ent­wurfs­kon­zept schon öffent­lich dis­ku­tiert werden soll. „Es werden Erwar­tungs­hal­tun­gen geweckt, die viel­leicht nicht erfüllt werden können. Alle Pro­jek­te sind wun­der­schön und för­der­wür­dig. Ich warne aber vor vor­schnel­ler Eupho­rie. Denn nicht immer bekommt man das, was man sich wünscht.“

Bereits bekannt ist, dass rund 16 Mil­lio­nen Euro in die Maß­nah­men flie­ßen sollen, die von der Errich­tung neuer Kin­der­gär­ten und Spiel­plät­zen über stra­ßen­bau­li­che Ver­än­de­run­gen bis sozia­le Ver­net­zung der Bewoh­ner rei­chen. Etwa zwei Mil­lio­nen Euro davon trägt die Stadt, den Rest über­nimmt das Land NRW im Rahmen des Pro­gramms „Sozia­le Stadt“.

Der ursprüng­li­che Gedan­ke 2014 war, mit öffent­li­chen Mit­teln den Gas­kes­sel zu retten“, berich­tet Gun­ther Stoldt, Abtei­lungs­lei­ter im städ­ti­schen Bereich Städ­te­bau. Inzwi­schen habe das soge­nann­te Inte­grier­te städ­te­bau­li­che Ent­wick­lungs­kon­zept (Isek) vor­ma­li­ge „Rand­pro­jek­te“ aber in den Vor­der­grund gerückt. „Wir füllen das Kon­zept gerade mit Leben“, ver­deut­licht Stoldt.

Schon jetzt sind einige Pro­jekt­ide­en recht kon­kret dar­ge­stellt: Drei Kin­der­ta­ges­stät­ten sollen am Grill­par­z­er­weg, an der Klee­stra­ße und an der Ecke Waldeckstraße/Auf der Blei­che ent­ste­hen. Der Stadt­teil­treff an der Hecking­hau­ser Straße – der zur Achse der Begeg­nung gehört und mit dem Café Johan­nis der evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de und dem Quar­tiers­bü­ro ein „Akteurs­drei­eck“ bildet – soll zum Stadt­teil­zen­trum werden. Damit wollen die Planer es zum „künf­ti­gen Lebens­mit­tel­punkt in Hecking­hau­sen“ machen.

117 Seiten umfasst der aktu­el­le Ent­wurf des Inte­grier­ten Städ­te­bau­li­chen Ent­wick­lungs­kon­zepts (Isek). Findet er Zustim­mung bei den poli­ti­schen Gre­mi­en und schließ­lich dem Wup­per­ta­ler Rat, wird es dem Land über­mit­telt, um erste För­der­mit­tel in Höhe von rund 6,18 Mil­lio­nen Euro für das Stadt­teil­zen­trum mit Außen­an­la­ge und den Spiel­platz Kraut­stra­ße zu bean­tra­gen.

Dafür wird am jet­zi­gen Stand­ort ein zwei- bis drei­ge­schos­si­ger Neubau errich­tet, der direkt eine neue Außen­an­la­ge erhält. „Den dahin­ter lie­gen­den Bolz­platz dürfen aus Lärm­schutz­grün­den noch kleine Kinder bis 18 Uhr nutzen“, ver­deut­licht Gun­ther Stoldt die aktu­el­le Pro­ble­ma­tik. Eine „neu­ge­ord­ne­te Grün­flä­che“ schwebt den Stadt­pla­nern statt­des­sen vor.

Neue Bewe­gungs­flä­chen an der Widu­kind­stra­ße

Lärmen und sich aus­to­ben können Kinder und Jugend­li­che bald an der Widu­kind­stra­ße gegen­über dem Sport­platz vom SV Hecking­hau­sen. Auf dem Bahn­grund­stück, das auf der Achse der Bewe­gung liegt, sollen Sport­flä­chen für Fuß­ball­ball, Bas­ket­ball und Vol­ley­ball ent­ste­hen. Außer­dem ist eine Ska­te­an­la­ge aus Beton und Ange­bo­te für Cali­the­nics und Out­door­fit­ness, beides bedeu­tet Sport im Freien, ange­dacht.

Ihre Mitte soll diese Achse auf dem Platz der Begeg­nung direkt am Gas­kes­sel finden. Hier soll eine Grün­flä­che mit Bäumen, Rasen, Sitz­be­rei­chen und Licht­in­sze­nie­run­gen zum Ver­wei­len ein­la­den. Nach WZ-Infor­ma­tio­nen soll die Stadt dafür ein rund 2000 Qua­drat­me­ter großes Grund­stück von den Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ken (WSW) gekauft haben. Offi­zi­ell wollte keine der beiden Par­tei­en dazu Stel­lung bezie­hen.

Die Achse der Besin­nung, die am St. Laza­rus ver­or­tet wird, soll einen Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­platz mit senio­ren­ge­rech­ten Sitz­ge­le­gen­hei­ten und einem Bewe­gungs­par­cours auf der jet­zi­gen Gustav-Müller-Anlage erhal­ten.

In unmit­tel­ba­rer Nähe, an der großen Kreu­zung auf der Hecking­hau­ser Straße, soll ein Kreis­ver­kehr mit Que­rungs­hil­fe ent­ste­hen. Der­zeit laufen dort acht Stra­ßen zusam­men. In der Mitte befin­den sich Bus­hal­te­stel­len. Das soll geän­dert werden. Die Hal­te­stel­len sollen seit­lich am ange­dach­ten Kreis­ver­kehr liegen. Die Hecking­hau­ser Straße soll vom Kreis­ver­kehr bis zur Ein­mün­dung Wal­deck­stra­ße von vier auf zwei Fahr­spu­ren redu­ziert werden. Ein Ver­kehrs­gut­ach­ten soll die Mach­bar­keit unter­su­chen.

Der Bayer-Platz soll eine „Urban Gardening“-Fläche erhal­ten, wo Nach­barn gemein­sam gärt­nern können. „Dafür wird der Wen­de­ham­mer zurück­ge­baut“, erklärt Stadt­pla­ner Stoldt. Park­plät­ze sollen jedoch erhal­ten blei­ben.

Was mit dem Umfeld pas­siert, inter­es­siert natür­lich auch Thomas Dre­scher. Der Inves­tor baut mit seinen Part­nern der­zeit den Gas­kes­sel um und will Anfang 2018 sein Fit­ness­stu­dio im Denk­mal eröff­nen.

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Rundschau vom 1.9.2016
Freifunknetz wächst

Hecking­hau­sen. Vie­ler­orts ist kos­ten­lo­ses W-LAN ein attrak­ti­ver Kun­den­ser­vice – in Hotels, Gas­tro­no­mie, im Handel und in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen. Von Klaus-Gün­ther Con­rads

Freifunknetz wächst
Ihr Hecking­hau­ser Motto lautet „W-LAN go!“ – AWO-Geschäfts­füh­rer Frank Gotts­mann, Quar­tier­man­ge­rin Kath­rin Lep­pert und Heiko Meins (von links nach rechts). FOTO: Con­rads

In Wup­per­tal beken­nen sich zwar große Unter­neh­men und die Stadt zur neuen Tech­nik, doch sind Initia­to­ren in Stadt­tei­len, wie “Uto­pi­astadt” am Mirker Bahn­hof trei­ben­de Kräfte. In Ober­bar­men wurde unter Feder­füh­rung des CVJM und Lei­tung durch den Verein “Frei­funk Rhein­land” ein Netz rund um die Ber­li­ner Straße geknüpft. Dadurch kommen sogar die Flücht­lin­ge an der Albert­stra­ße in den Genuss des kos­ten­lo­sen Ser­vice und güns­ti­gen Kon­takts zu den Fami­li­en in ihren Her­kunfts­län­dern.

Auf­ge­schlos­sen zeigte sich auch das von der AWO betrie­be­ne Quar­tier­bü­ro an der Hecking­hau­ser Straße 196, wo ein Zusatz­rou­ter für freies W-LAN sorgt. “Teil­ha­be an der sozia­len und digi­ta­len Ent­wick­lung, Bür­ger­nä­he, Kun­den­bin­dung und Medi­en­päd­ago­gik sind uns wich­tig”, so AWO-Geschäfts­füh­rer Frank Gotts­mann beim Netz-Start durch Heiko Meins, den Stadt­ver­ord­ne­ten, Bezirks­ver­tre­ter und Frei­fun­ker.

Wer zur Erwei­te­rung des Netzes mit 17 Euro für einen Router und Ener­gie­kos­ten von sechs Euro pro Jahr bei­tra­gen will, kann sich im Quar­tier­bü­ro melden – und zwar unter der Nummer 47 85 79 93.

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WZ vom 15.8.2016
Im Einsatz für das Quartier

Sozia­le Stadt“: Kath­rin Lep­pert und Kris­ti­na Klack setzen För­der­pro­gramm im Stadt­teil um.

Quartiermanagerinnen Kristina Klack und Kathrin Leppert unterwegs in Heckinghausen. ArchivQuar­tier­ma­na­ge­rin­nen Kris­ti­na Klack und Kath­rin Lep­pert unter­wegs in Hecking­hau­sen. Archiv Anna Schwartz

Hecking­hau­sen. Seit etwas mehr als einem halben Jahr sind die Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen Kath­rin Lep­pert und Kris­ti­na Klack in Hecking­hau­sen im Ein­satz. Sie sind die­je­ni­gen, die das För­der­pro­gramm „Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen“ bekannt machen und im Stadt­teil umset­zen sollen. Am 1. Febru­ar waren die beiden jungen Frauen von der Arbei­ter­wohl­fahrt (Awo), bei der sie für das Pro­jekt ange­stellt sind, offi­zi­ell vor­ge­stellt worden. Am 1. April hatten sie ihr Büro an der Hecking­hau­ser Straße 196 bezo­gen.

An zwei Tagen in der Woche, diens­tags von 10 bis 12 Uhr und mitt­wochs von 16 bis 18 Uhr bieten sie eine offene Sprech­stun­de an. Dann können die Hecking­hau­ser ein­fach zu ihnen ins Büro kommen und ihre Sorgen und Nöte, aber auch Ideen bespre­chen. Zuneh­mend gefragt ist die Bera­tung zu mög­li­chen För­der­mit­teln für Pro­jek­te von Pri­vat­per­so­nen, Ver­ei­nen oder Insti­tu­tio­nen.

Über den Ver­fü­gungs­fonds stehen 50 000 Euro für den Stadt­teil zur Ver­fü­gung“, erklärt Kath­rin Lep­pert. Wer davon einen Teil bekommt, ent­schei­det ein Beirat. „Der hat sich gerade gegrün­det und auch schon seine kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung gehabt“, ergänzt Kris­ti­na Klack. 17 Per­so­nen aus Poli­tik, Ver­ei­nen, Kir­chen, Schu­len und Kin­der­gär­ten gehör­ten dem Beirat an. „Die Mit­glie­der freuen sich sehr, dass sie mit­be­stim­men dürfen“, berich­ten die Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen.

Am 22. Sep­tem­ber wird erst­ma­lig über Anträ­ge ent­schie­den. Einer liegt bereits vor, drei wei­te­re sollen in Kürze ein­ge­reicht werden. „Dabei han­delt es sich um Pro­jek­te ganz unter­schied­li­cher Art“, sagt Kath­rin Lep­pert. Die Gestal­tung des öffent­li­chen Raum sei ein Schwer­punkt. Das Zusam­men­brin­gen von unter­schied­li­chen Per­so­nen­grup­pen ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt.

Die ersten Pläne werden beim nächs­ten Bür­ger­fo­rum vor­ge­stellt

Doch die beiden Quar­tiers­ma­na­ge­rin­nen sind nicht nur in ihrem Büro an der Hecking­hau­ser Straße anzu­tref­fen, son­dern gehen auch in den Stadt­teil. „Wir arbei­ten sehr eng mit dem Bür­ger­fo­rum zusam­men“, berich­ten sie. Am 28. Sep­tem­ber soll des­halb auch im Bür­ger­fo­rum erst­mals das Kon­zept für den ersten Bau­ab­schnitt im Rahmen des Pro­gramms „Sozia­le Stadt“ vor­ge­stellt werden. Ort und Uhr­zeit werden noch bekannt gege­ben.

Dieser erste Abschnitt reicht vom St. Laza­rus-Haus bis zum Bayer-Platz und von der Hecking­hau­ser Straße bis zur Wupper. Zum Kon­zept gehört unter ande­rem der Umbau des Jugend­zen­trums an der Hecking­hau­ser Straße zu einem Stadt­teil­treff und die Errich­tung neuer Grün­flä­chen. „Hier­für laufen gerade noch die Rah­men­pla­nun­gen“, sagt Kris­ti­na Klack.

Im kom­men­den Jahr steht außer­dem die Neu­ge­stal­tung des Spiel­plat­zes an der Kraut­stra­ße auf dem Plan. Der obere Teil, der für grö­ße­re Kinder geeig­net ist, soll unter ande­rem eine neue Seil­bahn erhal­ten. 126 000 Euro sind für diese Maß­nah­me bereits ein­ge­plant. Folgen sollen anschlie­ßend die Spiel­plät­ze an der Zie­gel­stra­ße und am Grill­par­z­er­weg, die eben­falls eine neue Gestal­tung bekom­men.

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WZ vom 4.5.2016
Das neue Quartierbüro steht jetzt allen offen
Heckinghauser Angebot ist jetzt in neuen Räumen.

Kristina Klack (r.) und Kathrin Leppert vor dem neuen Büro. F: Anna Schwartz
Kris­ti­na Klack (r.) und Kath­rin Lep­pert vor dem neuen Büro. F: Anna Schwartz
Hecking­hau­sen. Das neue Quar­tier­bü­ro Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen hat seine Türen geöff­net. Unter der Lei­tung von Kris­ti­na Klack und Kath­rin Lep­pert wird von hier aus die wei­te­re Ent­wick­lung des Stadt­teils koor­di­niert. Im Rahmen des För­der­pro­gramms Sozia­le Stadt ging der Zuschlag für das Quar­tier­bü­ro an die Awo. Seit dem 1. Febru­ar sind Klack und Lep­pert im Quar­tier aktiv, kamen zunächst pro­vi­so­risch im Stadt­teil­treff unter.

Dort hatten sie bereits Gele­gen­heit, mit zahl­rei­chen Men­schen, Ver­ei­nen und Initia­ti­ven ins Gespräch zu kommen, sagt Klack. Vor zwei Wochen konn­ten sie ihr Büro in der Hecking­hau­ser Straße 196 bezie­hen. „Wir sind froh, dass es hier mit den Räum­lich­kei­ten geklappt hat. So sind wir mit­ten­drin im Pro­gramm­ge­biet“, meint auch Awo-Geschäfts­füh­rer Frank Gotts­mann.

Zur Eröff­nung ist der Raum gut gefüllt. Mehr als drei­ßig Men­schen sind der Ein­la­dung gefolgt. Es gibt Kaffee und Kuchen. Bereits jetzt bli­cken einige Pas­san­ten neu­gie­rig durch die Fens­ter. Mit drei Schreib­ti­schen, fünf Stüh­len, einem Regal und einem Dru­cker aus­ge­stat­tet erscheint das neue Quar­tier­bü­ro noch etwas karg. Klack und Lep­pert wollen es nun mit Leben füllen. „Wir möch­ten vor Ort für die Men­schen prä­sent sein“, meint Kris­ti­ne Klack. Ihr ist es wich­tig, dass auch über die Lauf­zeit des Pro­jek­tes hinaus trag­fä­hi­ge Struk­tu­ren in Hecking­hau­sen blei­ben.

Einen Namen hat das Büro noch nicht. Die Anwe­sen­den sind auf­ge­ru­fen, Ideen und bei­zu­steu­ern. Dazu steht ein klei­ner Zet­tel­kas­ten bereit, mit Fragen wie: „Was wün­schen sie sich für Hecking­hau­sen vom Quar­tier­bü­ro?“

Zur Eröff­nung kam auch Sozi­al­de­zer­nent Stefan Kühn, er sieht hier viel Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al. „Es geht auch um Grün­flä­chen, um Spiel­plät­ze und um das Thema, wie wir Begeg­nun­gen ermög­li­chen können.“ Er möchte an dem Stand­ort eine „neue Mitte Hecking­hau­sen“ eta­blie­ren. Es sei ein Quar­tier mit vielen Stär­ken und mit vielen enga­gier­ten Men­schen, sagt Kühn und fügt hinzu: „Ich glaube, es wird sich hier in Hecking­hau­sen eine Menge bewe­gen. Gemein­sam werden wir das anpa­cken.“ as
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WZ vom 13.4.2016
Soziale Stadt Heckinghausen auf dem Weg

Gre­mi­en bera­ten der­zeit die Beset­zung des Bei­rats.

Auf den Fotos zu sehen: Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen.
Auf den Fotos zu sehen: Kath­rin Lep­pert (links) und Kris­ti­na Klack (rechts), die neuen Quar­tier­s­ent­wick­le­rin­nen für die AWO KV Wup­per­tal e.V. im Pro­gramm Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen. Bild­rech­te Frank Gotts­mann

Hecking­hau­sen. Das Pro­jekt „Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen“ ist auf einem guten Weg. Der­zeit wird in der Bezirks­ver­tre­tung und ande­ren städ­ti­schen Gre­mi­en die Beset­zung des Bei­rats des Ver­fü­gungs­fonds bera­ten.

Vor­ge­schla­gen sind 16 Per­so­nen aus Insti­tu­tio­nen und Ein­rich­tun­gen des Stadt­teils. Sie ent­schei­den künf­tig, welche Pro­jek­te mit dem Geld des Ver­fü­gungs­fonds geför­dert werden. Für die Zeit von Juli 2015 bis Dezem­ber 2019 wurden 50 000 Euro För­der­mit­tel bewil­ligt. Damit sind Pro­jek­te für 62 500 Euro mög­lich.

Das Land über­nimmt 80 Pro­zent, Antrag­stel­ler und Stadt über­neh­men je 10 Pro­zent. Ein Büro an der Hecking­hau­ser Straße ist gefun­den, es soll bald eröff­net werden als Büro für die Quar­tiers-Mana­ge­rin­nen Kris­ti­na Klack und Kath­rin Lep­pert, als Anlauf­stel­le für Bürger und Treff­punkt für Initia­ti­ven. kati

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Rundschau vom 17. März 2016
Mit Blick auf eine neue Mitte

Mit Blick auf eine neue Mitte
Sozi­al­de­zer­nent Stefan Kühn (3.v.l.) und Frank Gotts­mann (r., AWO) haben den Ver­trag unter­zeich­net. Patri­cia Kna­ben­schuh (l.) koor­di­niert „Sozia­le Stadt“-Projekte. Renate Warne­cke (2.v.r.) ver­bin­det ihre Hecking­hau­ser Inter­es­sen mit dem AWO-Vor­sitz. Kath­rin Lep­pert (2.v.l.) und Kris­ti­na Klack (3.v.r.) müssen ihr Arbeits­ge­biet noch ken­nen­ler­nen. FOTO: Con­rads

Für die Sanie­rung von drei Spiel­plät­zen an Ziegel- und Wer­lé­stra­ße sowie Grill­par­zer Weg fließt eine halbe Mil­li­on Euro aus Städ­te­bau­för­de­rung. Das Gelän­de um den Gas­kes­sel, der von Thomas Dre­scher als “Sport-Park” neu belebt wird, bildet die Kern­zo­ne. Zwi­schen Hecking­hau­ser Straße, einer begrün­ten Moh­ren­stra­ße und der Wupper werden ein neues Stadt­teil­zen­trum und eine Kita gebaut. Damit alte Gewer­be­bau­ten an der Wupper gekauft werden können, um Neu­bau­ten zu rea­li­sie­ren, sind sieben Mil­lio­nen Euro geplant.


Solinger Tageblatt vom 6. 2.2016
Managerinnen für Heckinghausen

Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen. Foto: Frank Gottsmann
Kath­rin Lep­pert (links) und Kris­ti­na Klack (rechts), die neuen Quar­tier­s­ent­wick­le­rin­nen für die AWO KV Wup­per­tal e.V. im Pro­gramm Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen. © Frank Gotts­mann

WUPPERTAL Die beiden Exper­tin­nen Kath­rin Lep­pert und Kris­ti­na Klack haben schon viele Ideen für das Quar­tier.

Von Jea­net­te Nicole Wöl­ling

Mit offe­nem Blick und ohne Vor­ur­tei­le“ wollen ab sofort zwei Mit­ar­bei­te­rin­nen der Wup­per­ta­ler Arbei­ter­wohl­fahrt (Awo) „ihr“ Hecking­hau­sen zunächst ken­nen­ler­nen und dann mana­gen. Kath­rin Lep­pert und Kris­ti­na Klack leiten gemein­sam das Quar­tiers­bü­ro des Stadt­teils.

Bei der „Sozialen Stadt Heckinghausen“ wird die Entwicklung des Quartiers gefördert. Foto: Archiv
Bei der „Sozia­len Stadt Hecking­hau­sen“ wird die Ent­wick­lung des Quar­tiers geför­dert. © Archiv

Die beiden jungen Frauen sind „Motor, Mode­ra­tor und Domp­teur“, wie Sozi­al­de­zer­nent Stefan Kühn bei der Ver­trags­un­ter­zeich­nung zwi­schen Stadt und Awo launig erklär­te. Sie sollen den Stadt­teil, der neu am NRW-För­der­pro­gramm „Sozia­le Stadt“ teil­nimmt und Inves­ti­tio­nen in Höhe von 15,5 Mil­lio­nen Euro erhal­ten soll, bei der Ent­wick­lung und Umset­zung von Ideen beglei­ten.

Ein neues Stadtteilzentrum soll entstehen

Zahl­rei­che „Visio­nen“ habe die Stadt schon, berich­te­te der Sozi­al­de­zer­nent: Ein neues Stadt­teil­zen­trum solle ent­ste­hen, wofür der Stadt­teil­treff abge­ris­sen würde. Zahl­rei­che Frei­zeit­area­le und Spiel­plät­ze sollen rea­li­siert werden. Zusätz­li­che Gelder könnte es für eine neue Kin­der­ta­ges­stät­te in der Nähe des Gas­kes­sels geben.

Ein wirk­li­ches Quar­tiers­bü­ro, wie man es aus Wich­ling­hau­sen kennt, gibt es in Hecking­hau­sen noch nicht. „Bis wir einen Stand­ort gefun­den haben, bieten wir Sprech­stun­den im Stadt­teil­treff an der Hecking­hau­ser Straße an“, sagt der Geschäfts­füh­rer des Awo Kreis­ver­ban­des Wup­per­tal, Frank Gotts­mann.

Dass es noch keinen Raum für die beiden Quar­tier­s­ent­wick­le­rin­nen gibt, begrün­det Stefan Kühn mit dem späten Ein­tref­fen des Zuwen­dungs­be­scheids an die Stadt: „Erst am 21. Dezem­ber ist uns der rechts­kräf­ti­gen Bescheid zuge­gan­gen. Bis dahin hätten wir einem Träger gar keine Finan­zie­rungs­zu­sa­ge machen können.“ Erst nach­dem das Land grünes Licht für die „Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen“ gege­ben hatte, konnte der Awo der Zuschlag erteilt werden.

Wir freuen uns, dass das geklappt hat, und haben mit unse­rer stell­ver­tre­ten­den Ver­bands­vor­sit­zen­den, Renate Warne­cke, jeman­den an unse­rer Seite, der sich in Hecking­hau­sen sehr gut aus­kennt“, ver­kün­de­te Frank Gotts­mann.

Als Hecking­hau­ser SPD-Stadt­ver­ord­ne­te und stell­ver­tre­ten­de Bezirks­bür­ger­meis­te­rin weiß Renate Warne­cke schon seit Langem um die Bedürf­nis­se der Bürger und die Wün­sche der Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen: „Die Hecking­hau­ser haben sich, unter­stützt von der BV, schon viele Gedan­ken dar­über gemacht, was sie brau­chen. Diese Infor­ma­tio­nen können direkt abge­ru­fen werden.“

Eine lange Vor­be­rei­tungs­zeit, um Ideen zu sam­meln, benö­ti­gen Kath­rin Lep­pert und Kris­ti­na Klack daher wohl nicht, son­dern können sich in den vier Jahren ihrer Tätig­keit ganz der Umset­zung widmen. Für die 27-jäh­ri­ge Geo­gra­fin aus Dort­mund und die 29-jäh­ri­ge Raum­pla­ne­rin aus Marl wird das eine Her­aus­for­de­rung, der sie sich nach eige­nem Bekun­den gern stel­len wollen.

SOZIALE STADT

ZEITRAUM Die „Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen“ läuft zunächst bis Ende 2021. Das För­der­ge­biet erstreckt sich vom Heid­ter Berg bis zum Rau­en­tal und von den Bahn­glei­sen bis zur Frei­li­grath- und Klee­stra­ße. 15,5 Mil­lio­nen Euro will die Stadt in den Stadt­teil inves­tie­ren, wobei der Eigen­an­teil bei 20 Pro­zent liegt.

PROJEKTE Dabei geht es einer­seits um Städ­te­bau­för­de­rung, bei­spiels­wei­se Hof- und Fas­sa­den­sa­nie­rung. Ande­rer­seits geht es um die Ent­wick­lung von „Lebens­räu­men“. So ist für die Neu­ge­stal­tung der Spiel plätze eine halbe Mil­li­on Euro ein­ge­plant. Eine wei­te­re Mil­li­on ent­fällt auf andere Frei­zeit­flä­chen, die zum Teil noch geschaf­fen werden sollen. Außer­dem soll das Areal zwi­schen Spie­ker­stra­ße, Auf der Blei­che und Wupper ent­wi­ckelt werden. Sechs Mil­lio­nen Euro sind für ein neues Stadt­teil­zen­trum und die Schaf­fung einer „Neuen Mitte Hecking­hau­sen“ ein­ge­plant. 5,5 Mil­lio­nen Euro stehen bereit.

Link zum Solin­ger Tage­blatt Arti­kel

 


Rundschau vom 19. 11.2015
Aufbruch für Heckinghausen

Aufbruch für Heckinghausen
Das „Bür­ger­fo­rum Hecking­hau­sen“ live – von links nach rechts: Uwe Sippel (sit­zend), Patri­cia Kna­ben­schuh, Peter Jaschin­ski und Chris­tia­ne Sippel. FOTO: Con­rads

Mit den ersten 440.000 Euro aus dem Stadt­er­neue­rungs­pro­gramm hat die Bezirks­re­gie­rung ein erstes Signal für das För­der­pro­gramm “Sozia­le Stadt Hecking­hau­sen” gesetzt. Des­halb konnte die Grün­dung eines Quar­tier­bü­ros aus­ge­schrie­ben werden, dessen Arbeit Anfang 2016 begin­nen soll. Kurz vor Weih­nach­ten wird der Zuwen­dungs­be­scheid erwar­tet. Von Klaus-Gün­ther Con­rads

Als Gast des Bür­ger­fo­rums Hecking­hau­sen infor­mier­te Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Patri­cia Kna­ben­schuh jetzt über den aktu­el­len Pla­nungs­stand: 2016 star­tet das Hof- und Fas­sa­den­pro­gramm, der Kin­der­spiel­platz am Grill­par­z­er­weg wird erneu­ert und aus dem Ver­fü­gungs­fonds können Mittel abge­ru­fen werden. Patri­cia Kna­ben­schuh ermun­tert Bürger, Grup­pen und Ver­ei­ne dazu, Ideen und Anre­gun­gen ein­zu­rei­chen.

Zu den Vor­ha­ben für 2017 gehört ein Kon­zept für Ver­bin­dun­gen zwi­schen dem revi­ta­li­sier­ten Gas­kes­sel, der zum “Sportpark”-Fitness-Standort umge­baut wird, und dem Hecking­hau­ser Süden.

Der Rück­bau der Hecking­hau­ser Straße hat keine große Prio­ri­tät mehr. Erst 2018 soll die teil­wei­se gesperr­te Brücke Pfäl­zer Steg saniert werden.

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