Presse

WZ vom 9.4.21

5,2 Millionen Euro für Wuppertal

Wuppertal erhält 5,2 Millionen Euro Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm des Landes. Das habe die Landesregierung am Donnerstag bekannt gegeben, teilen die CDU-Landtagsabgeordneten Christian Untrieser und Jens-Peter Nettekoven mit.
Fünf Maßnahmen profitieren von der Unterstützung durch das Programm: Knapp 1,7 Millionen Euro fließen in die Stadtteilerneuerung in Heckinghausen: in die Gestaltung der Außenanlagen am Stadteilzentrum, den Neubau der Brücke Pfälzer Steg, die Umgestaltung der Gustav-Müller-Anlage und das Quartiermangagement. Nach Elberfeld gehen 1,5 Millionen Euro für den Ersatzneubau der Turnhalle Hardenberg. Mit 650 000 Euro wird die Integration der Fernwärme-Strategie in die Umgestaltung der Elberfelder Innenstadt gefördert. 104 000 Euro gehen an den Verfügungsfonds und den Tag der Städtebauförderung im Zusammenhang mit dem Solar-Bauwettbewerb „Solar Decathlon“ der Universitäten 2022. In Barmen kann man sich über 1,3 Millionen Euro freuen, die für die Nachqualifizierung bei der Umgestaltung des Werth vorgesehen sind.Christian Untrieser und Jens-Peter Nettekoven erklären: „Dank der Fördergelder können diese wichtigen Maßnahmen in Wuppertal jetzt in Angriff genommen werden. So investieren wir in unsere lebenswerte Heimat. Wir freuen uns sehr, dass auch Wuppertal von diesem Förderprogramm profitiert.“ Das Städtebauförderprogramm 2021 für Nordrhein-Westfalen umfasst insgesamt 294 Projekte in 214 Städten und Gemeinden in einem Umfang von 368 Millionen Euro. Diese teilen sich unter anderem auf in 254 Millionen Euro für Investitionen in 174 Innenstädte, Ortskerne und Stadteilzentren. 60 Sportstätten in 60 Kommunen können sich über ein Fördervolumen von knapp 33 Millionen Euro freuen.

Das Geld kommt von Bund, Land und EU
An der Finanzierung beteiligen sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 195 Millionen Euro, der Bund mit 171 Millionen Euro und die Europäische Union mit zwei Millionen Euro.
„Es ist das richtige Signal in einer schwierigen Zeit“, so die CDU-Politiker. Wir wollen, dass unsere Städte und Gemeinden sich den zukünftigen Herausforderungen stellen können. Zurzeit ist unser Leben verändert und stark eingeschränkt – das wirkt sich auch auf unsere Ortskerne und Innenstädte aus, die wir weiterhin attraktiv und nachhaltig gestalten wollen.“

WZ vom 4.3.21

Stadt plant Verbindungsbrücke für Fußgänger
Neues Licht am Pfälzer Steg

DIE STADT MÖCHTE DEN PFÄLZER STEG IN HECKINGHAUSEN NEU BAUEN.ARCHIVFOTO: ANNA SCHWARTZ

Barmen. Thorsten Niebuhr liegen derzeit zwei fehlende fußläufige Verbindungen aus dem Bereich Heckinghausen zu den Barmer Einkaufsmöglichkeiten am Herzen: Da wäre zunächst der Pfälzer Steg, der die Reichsstraße über die Wupper mit der Berliner Straße und den dort ansässigen Discountern verbindet. Zum anderen die im vorigen Jahr abgerissene Fußgängerbrücke über die Bahngleise, über die man von der Saarbrücker Straße in die Barmer City und zum Rathaus beziehungsweise umgekehrt von der Höhne aus in die Barmer Anlagen gelangt.
Der Sprecher der Ortsgruppe des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland (FUSS) setzt sich leidenschaftlich dafür ein, dass beide Fußwege wieder neu installiert werden, und nennt die Umwege, die von den oft mit schweren Einkaufstaschen beladenen Bürgern bewältigt werden müssen, „nicht akzeptabel“.
Graffiti-Künstler sollen für Gestaltung sorgen
Ein Wunsch dürfte in naher Zukunft erfüllt werden. „Die Stadt möchte in Heckinghausen den Pfälzer Steg neu bauen und so eine attraktive Verbindung für Fußgänger und Radfahrer im Stadtteil schaffen“, heißt es in einer Erklärung der Stadt. Die rund 40 Meter lange Verbindung zwischen Reichsstraße und der Berliner Straße unmittelbar neben dem Bestattungsinstitut Neusel, die derzeit nur aus riesigen Versorgungsrohren der WSW besteht, soll sogar ein echtes Schmuckstück werden.
Geplant ist eine Stahlkonstruktion, die komplett geliefert und schnell eingebaut werden kann. Um einen Wohlfühleffekt für die Passanten zu schaffen, wird für die Brücke ein eigenes Lichtkonzept entwickelt. Die Innenwände der Brücke werden von Graffiti-Künstlern gestaltet. Entwürfe sind in Arbeit und werden von den Anwohnern bewertet. „Der Pfälzer Steg soll sowohl funktionalen wie auch optischen Ansprüchen gerecht werden“, ist das Vorhaben der Stadt, die auch die Bürgersteige und die Seitenflächen neu pflastern will. Die Kosten betragen insgesamt 580 000 Euro und werden zu 80 Prozent aus dem Fördertopf „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“ bestritten. Der Wuppertaler Eigenanteil liegt bei 116 000 Euro. Wenn der Rat zustimmt und die Fördermittel zugesagt sind, soll noch in diesem Jahr die Ausschreibung erfolgen und im Frühjahr 2022 mit den Arbeiten begonnen werden. Sehr zur Freude von Barbara Neusel-Munkenbeck, der Chefin des mehr als 200 Jahre alten Bestattungsinstituts. „Der Pfälzer Steg ist für mich ein Teil von Wupperfeld, und der damalige Abbau war für uns Anwohner ein großer Verlust. Ich bin froh, dass dieses Stück Tradition wieder aufleben wird”, sagt sie als langjährige Bewohnerin des Quartiers.
Keine Fortschritte an der Saarbrücker Straße
Weit weniger verheißungsvoll sieht es bei der ehemaligen Fußgängerbrücke an der Saarbrücker Straße über die Bahngleise aus, über die man mittels einer „Spindel“ in die Barmer Innenstadt zum Werth und zum Rathaus gelangt. Dieser lange Jahre baufällige und halbseitig gesperrte Überweg wurde im vorigen Jahr abgerissen, wobei Ende August 2020 ein Teil der Brücke auf die Gleise stürzte und für erhebliche Verkehrsprobleme sorgte.
Wer aus Barmens City ins Wohngebiet unterhalb der Barmer Anlagen oder ins Naherholungsgebiet möchte, muss die Rot-Phase an der Heckinghauser Straße in Kauf nehmen, um über die Treppe zur Höhne zu gelangen. „Vor allem für ältere Menschen unzumutbar“, findet Thorsten Niebuhr. Er plädiert für einen Neubau der Brücke, von der noch die originale Spindel erhalten ist. Die sei mit Rollator und Kinderwagen leichter zu bewältigen als etwa die steile Treppe an der Herzogbrücke. Doch wie von der Stadt Wuppertal verlautet, ist ein Ersatz derzeit nicht geplant. Thorsten Niebuhr hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben. „Wenn ich das richtig sehe, sind an beiden Seiten an der Saarbrücker Straße und am Zugang zur Spindel die Brückenköpfe noch erhalten. Mit etwas gutem Willen der Bahn und der Stadt müsste da doch eine Wiederherstellung der Brücke möglich sein.“

Rundschau vom 27.2.21

Pfälzer Steg: Kleine Brücke mit großer Wirkung

So wie auf dieser Planungsskizze soll in Zukunft der Pfälzer Steg und sein Umfeld aussehen – attraktiv für Fußgänger, Radfahrer und zum Vorteil der Menschen an der Wupperschnittstelle zwischen Heckinghausen und Oberbarmen. Foto: Stadt Wuppertal

Wuppertal Der Pfälzer Steg in war seit 1895 eine beliebte Fußgängerverbindung über die Wupper zwischen Reichsstraße und der Berliner Straße. Seit der Steg wegen Altersschwäche abgebaut werden musste, wurde die kleine Brücke von den Anwohnern schmerzlich vermisst. Im Frühling kommenden Jahres soll nun der Bau eines neuen – und zeitgemäßen – Pfälzer Steges starten.

In der aktuellen Planung wird der Pfälzer Steg zu einer attraktiven Fußwege- und Fahrradverbindung – und schlägt, im wahrsten Sinn des Wortes, eine Brücke zwischen den beiden Stadtteilen Heckinghausen und Oberbarmen über die Wupper. Mit dem Neubau und der Aufwertung des Umfeldes soll der Bedeutung des Pfälzer Stegs für die Menschen und der hohen Nutzungsfrequenz Rechnung getragen werden. Dabei werden die Bedürfnisse der Fußgänger besonders berücksichtigt – auch weil die jeweils nächstgelegenen Brücken in 400 beziehungsweise 800 Metern Entfernung Straßenbrücken sind. Außerdem wird es eine sichere und kurze Fahrradverbindung zwischen den Stadtgebieten geben, da der Pfälzer Steg zukünftig auch für Räder nutzbar ist.

Der neue Pfälzer Steg wird eine robuste, wartungsarme Stahlkonstruktion, bestehend aus zwei außenliegenden Hohlkästen als Hauptträger mit dazwischen liegender Gehwegplatte. Mit einer Spannweite von etwa 27 und einer Breite von rund drei Metern lässt sich die Brücke komplett im Werk herstellen. Anschließend wird sie in einem Stück transportiert und an der vorgesehenen Stelle eingehoben. Dadurch reduziert sich einerseits die Bauzeit vor Ort auf ein Minimum – andererseits prognostiziert die Stadt, dass der etwa für Ende kommenden Jahres geplante Einbau der neuen Brücke auch zu einem besonderen Ereignis für viele Menschen in der Nachbarschaft werden wird.

Zur Steigerung des Sicherheitsempfindens und zur Verbesserung der Atmosphäre wird zukünftig auf der Brücke und an dem jeweiligen Zugangsbereich eine neue Beleuchtung – in Zusammenarbeit mit einem Lichtplaner – installiert. Das Licht liefert jeweils eine hohe Mastleuchte an den Brückenzugängen, ergänzende Lichtakzente werden außerdem durch die im Edelstahlhandlauf des Stegs integrierte LED-Beleuchtung gesetzt.

Noch ein Detail: Die bisher hier quer über die Wupper laufende WSW-Fernwärmeleitung wird nach Fertigstellung der Brücke unter ihr „versteckt“, was eine zusätzliche sichtbare Aufwertung des gesamten Areals bringen soll. Die Entscheidung über das 580.000-Euro-Projekt fällt am Montag (1. März 2021) im Stadtrat.

WZ vom 22.2.21

Nächste Etappe für Heckinghausen

Heckinghausen. Seit 2014 fließt über das Förderprogramm „Soziale Stadt“ von Bund und Land Geld in Projekte zur Stadtentwicklung in Heckinghausen. Für weitere anstehende Projekte in dem Programm, das jetzt „Sozialer Zusammenhalt“ heißt, muss nun der Rat seine Zustimmung geben.
„Nur mit dem Ratsbeschluss können die Anträge gestellt werden“, erklärte Sozialdezernent Stefan Kühn beim Video-Austausch des Sozialausschusses. Dieser war wie die Bezirksvertretung Heckinghausen und diverse weitere Ausschüsse nach einem Votum gefragt, bevor am 1. März der Rat die Fortsetzung des Programms beschließen soll. Schon abgeschlossen sind die Neugestaltungen der Spielplätze Ziegelstraße (260 000 Euro), Werléstraße (180 000 Euro) und Grillparzer Weg (113 000 Euro). Derzeit in Arbeit sind das neue Stadtteilzentrum (knapp 5 Millionen Euro), das im Sommer fertig werden soll, der Umbau des Bayer-Platzes (585 000 Euro) und die Verkehrsuntersuchung zur Heckinghauser Straße (200 000 Euro). Bewilligt ist auch die Aufwertung der Grünanlage Hebbelstraße/Krautstraße (60 000 Euro), die in diesem Jahr umgesetzt werden soll.Für dieses Jahr ist außerdem die Aufwertung der Gustav-Müller-Anlage geplant, für die bereits 426 000 Euro bewilligt sind und für die die Stadt Geld für eine Erweiterung (363 000 Euro) beantragt. Für 2021 beantragt ist auch der Bau der Außenanlage des Stadtteilzentrums (1 Million Euro). Geplant ist ein großer Spielplatz an der Mohrenstraße unter anderem mit einer Kletternetz-Kuppel, Trampolinen, einem Laufrad, einer Seilbahn und einem Matsch-Platz. Er soll Ende 2022 fertig sein. Auch die Erneuerung des „Pfälzer Steg“ über die Wupper (580 000 Euro) soll über das Programm finanziert werden. Die Vorgänger-Brücke musste abgerissen werden. Weitere Projekte wie etwa Fahrradwege, eine Lichtinszenierung auf der Alten Zollbrücke und der Umbau der Heckinghauser Straße müssen für die nächsten Jahre beantragt werden. Die Gesamtsumme aller bisher beantragten und geplanten Maßnahmen für Heckinghausen beläuft sich auf knapp 13 Millionen Euro, dabei kommen 11 Millionen aus dem Fördertopf von Bund und Land, zwei Millionen von der Stadt. ⇥kati

WZ vom 22.2.21

Gutachten wird noch dauern

Heckinghausen. Das Verkehrsgutachten zur Heckinghauser Straße ist auf dem Weg. Bis ein Ergebnis vorliegt, wird es aber noch dauern. Denn es müssen noch einige Schritte folgen. Offen ist, wie die geplante Bürgerbeteiligung durchgeführt wird.
Schon lange warten die Heckinghauser auf ein Gutachten, das klärt, wie viel Verkehr die Straße aushalten muss und welche Möglichkeiten es gibt, die Straße attraktiver zu gestalten. Unter anderem ist die Frage, ob die Zahl der Fahrspuren verringert werden kann, um mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen.Die Verwaltung informierte jetzt darüber, dass im vergangenen Sommer die Mittel für das Gutachten im Rahmen des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ (vormals „Soziale Stadt“) bewilligt wurden. Die Gesamtkosten sind mit 200 000 Euro veranschlagt, davon muss die Stadt 40 000 Euro übernehmen. Im September 2020 ging der Auftrag für das Gutachten an ein externes Büro, das eine qualitative Bestandsaufnahme vor Ort begonnen hat. Die Verkehrszählung habe 2020 vor dem Lockdown stattgefunden, berichtete Britta Jobst, Koordinatorin für die Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“. Zudem wurden Heckinghauser zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Die Ergebnisse der Erhebungen würden derzeit ausgewertet und sollten Grundlage für eine Bürgerbeteiligung sein. Wie diese unter den Bedingungen der Corona-Pandemie möglich sein könne, werde gerade geplant. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen dann in die weiteren Schritte mit einfließen. Das Planungsbüro soll dann jeweils drei Planungsvarianten für die Heckinghauser Straße, Rauental und Widukindstraße erstellen und prüfen, mit welchen Konsequenzen in der Verkehrsführung in den Planungsvarianten zu rechnen ist. Auch für die Kreuzung in Höhe der Gustav-Müller-Anlage soll das Büro mehrere – mindestens drei – Planungsvarianten entwickeln, die die derzeit komplizierten Einmündungs- und Querungsmöglichkeiten auflösen und trotzdem den Verkehrsanforderungen gerecht werden. Zu allen Varianten soll es Kostenschätzungen vorlegen. Die Ergebnisse sollen Ende 2021 oder Anfang 2022 in den politischen Gremien präsentiert werden.⇥kati

Pressemitteilung Stadt Wuppertal 8.2.21

13 Millionen-Invest in Sozialen Zusammenhalt Heckinghausen

Die Zahlen sind eindrucksvoll: Knapp 13 Millionen Euro werden zurzeit in Projekte des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen investiert. Knapp elf Millionen davon werden aus Fördermitteln finanziert, den Rest stemmt die Stadt aus eigenen Mitteln.

Die Verwaltung schlägt dem Rat für seine Sitzung am 1. März vor, die Fortschreibung dieses Entwicklungskonzeptes zu beschließen.

Zu den geförderten Maßnahmen gehört der Neubau des Stadtteilzentrums Heckinghausen, die Neugestaltung des Außengeländes rund um das Zentrum, die Aufwertung des Bayer-Platzes und der Gustav-Müller-Anlage sowie der Grünanlage an der Hebbel- und Krautstraße, ein städtebauliche Verkehrsuntersuchung der Heckinghauser Straße, der Neubau des Pfälzer Stegs und die Fortführung des Quartiersmanagements.  

„Lebendige Quartiere, in denen Bildungsangebote, zivilgesellschaftliches, kulturelles und wissenschaftliches Engagement und die politische Arbeit in den Stadtbezirken vor Ort Hand in Hand gehen und in guter Weise von der Stadtverwaltung unterstützt werden: Das ist das Ziel einer zukunftsgerechten Stadtentwicklung in Wuppertal und einer meiner Schwerpunkte in der Arbeit für Wuppertal“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. Die Projekte des Konzeptes Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen seien dafür ein gutes Beispiel: Hier werde mit intensiver Beteiligung der Menschen im Quartier und der Politik der Stadtteil neu aufgestellt, die städtebauliche Qualität verbessert und das soziale Leben gestärkt. Schneidewind: „Wir wollen unter dem Stichwort „Partizipation“ für die Quartiere zusammen mit den Bezirksvertretungen und den Menschen im Quartier Schlüsselprojekte definieren und umsetzen. Wir sehen ja gerade jetzt in Heckinghausen, aber auch in anderen Quartieren, wie gut das dem Stadtteil tut.“

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn: „Wir freuen uns, dass wir dank der Fördermittel viel für Heckinghausen bewegen können. Das ist wichtig für die Menschen im Stadtteil. Ich möchte ausdrücklich auch den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Geschäftsbereichen danken, die uns bei der Umsetzung der Projekte helfen, hier besonders dem Ressort Grünflächen und Forsten und dem Verkehrsressort. Gemeinsam können wir viel bewegen und Heckinghausen zum Vorbild für die weitere Arbeit in den Quartieren nehmen.“

WZ vom 4.2.21

Neubau des Pfälzer Stegs kostet 580 000 Euro

DER PFÄLZER STEG, HIER EIN BILD VOM ABRISS 2019, SOLL NEU GEBAUT WERDEN. ARCHIVFOTO: TIM OELBERMANN

Heckinghausen. „Das sind tolle Aussichten“, sagte Bezirksbürgermeisterin Renate Warnecke (SPD). „Wir werden das von Herzen befürworten.“ Die Bezirksvertretung Heckinghausen befasste sich mit dem Neubau des Pfälzer Stegs.
Dort, wo einmal sein Vorgängerbau stand, überquert heute nur eine Fernwärmeleitung die Wupper. Der neue Steg soll Fußgängern und Radfahrern die Verbindung zwischen Reichsstraße und Berliner Straße ermöglichen. Über den Durchführungsbeschluss wird der Rat am 1. März entscheiden. Eingebettet ist die Maßnahme in das Programm „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“.

Bisher mussten Fußgänger und Radfahrer eine der Straßenbrücken in 400 beziehungsweise 800 Metern Entfernung wählen, um von Heckinghausen nach Oberbarmen oder umgekehrt zu kommen.
Die neue Stahlkonstruktion soll eine Spannweite von etwa 27 Metern haben und rund 3 Meter breit sein. Sie kann komplett vorgefertigt und dann in einem Stück über die Wupper geschoben werden. Über die gesamte Länge soll sie auf beiden Seiten innen mit Graffiti versehen werden. Künstler werden Entwürfe einreichen. Die Anwohner können entscheiden, welcher bei „ihrer“ Brücke umgesetzt wird. Hohe Mastleuchten spenden so viel Licht, dass kein Angstraum entsteht. Dazu setzt eine in den Handlauf aus Edelstahl integrierte LED-Beleuchtung zusätzliche Akzente. Und das Umfeld soll durch eine ansprechende Gestaltung des Bodenbelags aufgewertet werden. Die neben dem Zugang zum Pfälzer Steg gelegene Fläche auf Heckinghauser Seite bietet einen direkten Blick auf die renaturierte Wupper und soll neue Sitzgelegenheiten erhalten. Hauseigentümern entlang des Zuganges sollen Möglichkeiten innerhalb des Hof- und Fassadenprogramms aufgezeigt bekommen. Für den Neubau des Stegs geht die Stadt von 580 000 Euro Gesamtkosten aus. 80 Prozent würden bei einer Bewilligung durch das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“ finanziert. Bleibt ein kommunaler Eigenanteil von 116 000 Euro. Wenn der Förderung zugestimmt wird – voraussichtlich im Sommer dieses Jahres – kann die Maßnahme im zweiten Halbjahr ausgeschrieben werden. Ende 2022 soll der Neubau abgeschlossen werden.

WZ vom 15.1.21

Umbau kostet 585 000 Euro
Arbeiten am Bayer-Park beginnen

DER BAYER-PARK WIRD AB JETZT UMGESTALTET. ARCHIVFOTO: ANNA SCHWARZ

Heckinghausen. Trotz Winterwetter: Die Arbeiten für den Umbau des Bayer Parks in Heckinghausen haben begonnen. Der Platz wird komplett umgestaltet und soll künftig ein grüner Treffpunkt für große und kleine Besucher im bisher nicht sehr attraktiven Bereich zwischen Waldeck-, Widukind- und Werléstraße sein.
Zunächst wird die Platzfläche abgeräumt, danach folgen die Arbeiten für die Platz-Neugestaltung. Läuft alles nach Plan, sollen die Arbeiten inklusive eines neuen Bolzplatzes und Sitzgelegenheiten bis Ende Mai abgeschlossen sein, berichtet die Stadt. In einem zweiten Bauabschnitt sollen dann Flächen für Urban Gardening hergerichtet werden. Das Projekt „Aufwertung Bayer-Platz“ wird mit 526 500 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ gefördert. Die Gesamtkosten sind mit 585 000 Euro veranschlagt. Dafür soll auf dem Bayer-Platz eine Menge passieren: Der jetzige Platz mit einer Größe von rund 2000 Quadratmetern wird auf 2370 Quadratmeter vergrößert. Dafür soll ein Teil des Wendehammers Werlé-straße/Waldeckstraße entsiegelt werden. Dort soll Platz für zwölf Hochbeete und Urban Gardening entstehen. Künftig sollen dort die Menschen aus Heckinghausen gärtnern.Im Bereich Waldeckstraße/Widukindstraße soll ein Bolzplatz, der mit Kunstrasenbelag und einer Netzüberspannung für ungefährlichen Kicker-Spaß sorgt, entstehen. Daran schließt sich – als optische Trennung zum Straßenraum – ein Rasenhügel mit Bäumen an. Dieser kann als Sitz- und Liegefläche genutzt werden. An der Werléstraße soll eine Rasenfläche mit Parkbänken zum Ausruhen einladen. Vier hohe Mastleuchten sollen künftig nicht nur den Eingang zum Platz markieren, sondern auch für das richtige Sicherheitsgefühl sorgen. Dezernent Frank Meyer: „Es ist in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gaskessel, der für Heckinghausen eine große Chance ist, wirklich gut, dass der Bayer-Park jetzt eine Aufwertung und vor allem eine ganz neue Aufenthaltsqualität bekommt. Gerade in einem so verdichteten Stadtviertel wie Heckinghausen sind solche Freiräume für die Menschen wichtig, besonders Kinder und ältere Menschen werden davon profitieren.“ Für Annette Berendes, Leiterin des Ressorts Grünflächen und Forsten, ist es außerdem wichtig, „dass durch das Angebot von Urban Gardening an einem zentralen Platz in Heckinghausen das gemeinschaftliche Miteinander gefördert wird.“ ⇥Red

WZ vom 27.11.20

Das Areal wird vergrößert und begrünt – auch ein Bolzplatz mit Kunstrasen wird entstehen
Bayer-Platz wird 2021 für eine halbe Million Euro umgestaltet

DER BAYER-PLATZ IN HECKINGHAUSEN SOLL EIN NEUES GESICHT ERHALTEN. FOTO: ANNA SCHWARTZ

Bayer-Platz Seit dem 19. Jahrhundert befand sich im Bereich des heutigen Bayer-Platzes das Gelände eines Gaswerkes. Dort standen Labore, Maschinenräume und eine Ammoniakfabrik. Zwischen 1967 und 1991 wurde der Platz als Tankstelle mit Werkstatt und Gebrauchtwagenhandel genutzt und dann zu einem Parkplatz umgebaut. Im Jahr 2009 wurde die Parkfläche in Rasen umgewandelt und erhielt seinen Namen „Bayer-Platz“. Namensgeber ist der Unternehmer Friedrich Bayer, der 1825 in Heckinghausen geboren wurde.

Heckinghausen. Deutlich mehr Grün, ein Bolzplatz mit Kunstrasen und fünf neue Laternen: Der Bayer-Platz in Heckinghausen soll im kommenden Jahr ein neues Gesicht erhalten. Im Rahmen des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“ wird er mit Mitteln von EU, Bund und Land erweitert und neugestaltet. Insgesamt 585 000 Euro werden investiert – 90 Prozent sind Fördermittel, zehn Prozent der Eigenanteil der Stadt.
Ein genaues Datum für den Start der Bauarbeiten gibt es momentan noch nicht. „Geplant ist derzeit, dass es im Januar losgeht“, sagt Britta Jobst, die in der Stadtverwaltung für den Bereich „Koordination Sozialer Zusammenhalt“ zuständig ist. Das hänge nicht zuletzt vom Wetter ab. Aktuell gibt es am Bayer-Platz bereits eine Baustelle, verlegen doch die Stadtwerke an der Werléstraße Gas- und Wasserversorgungsleitungen. Die Tiefbauarbeiten sollen bis April kommenden Jahres im Bereich des Platzes abgeschlossen sein, wie die WSW mitteilen. Bislang habe man etwa ein Viertel der geplanten Arbeiten beendet und sei mit dem ersten von vier Bauabschnitten fertig, sagt der WSW-Baustellenkoordinator Sascha Burghoff. Da sich die Bauarbeiten auf den Bereich rund um den Bayer-Platz beziehen, sei es möglich, die beiden Baustellen nebeneinander laufen zu lassen, betont Jobst. Die öffentliche Ausschreibung für die Neugestaltung des Platzes sei abgeschlossen, der Auftragnehmer stehe bereit. Da die anstehenden Arbeiten „recht aufwendig“ seien, könne derzeit noch nicht gesagt werden, bis wann der Umbau abgeschlossen sei, erklärt Jobst. Man hoffe, bis Ende kommenden Jahres den Platz umgestaltet zu haben.

Für Hobbygärtner werden elf Hochbeete eingerichtet
Ziel der Maßnahme ist es, den Bayer-Platz in eine „kleine grüne Oase“ im Stadtteil zu verwandeln – so die Beschreibung in einer aktuellen Information des Quartierbüros Heckinghausen. Derzeit sei der Platz, der wie eine Insel zwischen der Waldeckstraße, der Widukindstraße und der Werléstraße liegt, „in keinem guten Zustand“ und werde von den Anwohnern kaum genutzt. Auch wenn dort traditionell das Bleicherfest stattfinde, biete der Platz darüber hinaus „wenige Möglichkeiten zum Entspannen, Verweilen oder Bewegen“.
Das soll sich mit der Neugestaltung des Platzes ändern. Der Platz soll von derzeit 2000 auf 2370 Quadratmeter wachsen. Dazu soll unter anderem ein Teil des Wendehammers an der Werléstraße entsiegelt und begrünt werden. Dort sollen auf einem umzäunten Gelände elf Hochbeete entstehen und Zierkirschen angepflanzt werden. Für die Hobbygärtner gibt es eine Sitzgelegenheit. Das grüne Areal soll auch Einrichtungen wie Kitas, dem Stadtteilzentrum und Seniorenheimen zur Verfügung stehen.Daran angrenzend ist ein Bolzplatz vorgesehen. Damit die Bälle nicht auf die Straße fliegen, wird dieser Bereich mit einem Netz überspannt. In Abgrenzung zur Widukindstraße werden zwei Hügel entstehen, die den Bayer-Platz optisch vom Umfeld absetzen sollen. Die Hügel sollen bepflanzt, können von den Besuchern aber auch als Sitz- oder Liegeflächen genutzt werden. Der Platz soll in Zukunft barrierefrei von allen Seiten zu betreten sein. Dazu werden auch die Gehwege erweitert. Um den Bayer-Platz ausreichend zu beleuchten, werden fünf Laternen aufgestellt, die die Zugänge markieren und zugleich das Sicherheitsgefühl der Besucher verbessern sollen.

WZ vom 20.11.20

Auswertung zu Verkehr läuft noch

Heckinghausen. „Die Städtebauliche Verkehrsuntersuchung der Heckinghauser Straße und ihrer Nebenstraßen hat inzwischen stattgefunden“, berichtete die Koordinatorin des Förderprogramms „Soziale Stadt“ in Wuppertal, Britta Jobst, den Bezirksvertretern, als sie diese über den aktuellen Stand der Dinge im Programm „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“ informierte. „Wir sind froh, dass wir das noch in einer durch Corona nicht sehr eingeschränkten Zeit hinbekommen haben.“ Die Verkehrsströme waren gemessen und viele Heckinghauser per Fragebogen über ihr Mobilitätsverhalten befragt worden. „Das Ganze wird zurzeit ausgewertet“, so Jobst. Sie versicherte, dass dabei trotzdem eventuelle Einflüsse der Pandemie auf die Erhebungen berücksichtigt würden. Im kommenden Jahr werde man der BV und den Bürgern Konzepte präsentieren können, wie die Heckinghauser Straße und ihr Umfeld verkehrstechnisch gestaltet werden könnten. Denn die Heckinghauser sollen bei der Sache ein Wort mitreden. Wie das allerdings genau technisch ablaufen könnte, steht wegen Corona noch nicht fest. Jobst: „Wir sind noch auf der Suche nach einem corona-tauglichen Format. Wenn Ihnen dazu etwas einfällt, wir sind für Vorschläge dankbar.“
Als erstes werden allerdings bei der Neugestaltung des Bayer-Platzes (die WZ berichtete) Fakten geschaffen. Sobald die WSW ihre Arbeiten dort erledigt haben, kann es dort losgehen. Das wird, je nach Witterung, in etwa Anfang Januar der Fall sein.
Mit großer Spannung wartet man in anderem Zusammenhang auf den kommenden März. „Dann veröffentlicht das Land NRW seine Fördermaßnahmen“, so Jobst. Dann wird man wissen, ob die Pläne für das Außengelände am neuen Stadtteilzentrum und das Projekt Pfälzer Steg mit dabei sein werden. Jobst: „Beim Pfälzer Steg überlegt das Quartierbüro Farbgestaltung und Beteiligung.“ Für die Innenseite der neuen Brücke sollen Graffiti-Künstler Entwürfe einreichen, unter denen die Bürger auswählen können. Wenn alles gut läuft, könnten die Pläne, zu denen auch Straße, Bürgersteig und Beleuchtung gehören, bis Ende 2022 umgesetzt werden. Auch bezüglich der Gustav-Müller-Anlage wartet man auf gute Nachrichten aus Düsseldorf, ob die Mehrkosten mitgetragen werden. ⇥mj

WZ vom 12.11.20

Soziale Impulse für Heckinghausen

Heckinghausen. Früher hieß es „Soziale Stadt Heckinghausen“, jetzt „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“. Das Gute: Unabhängig vom Namen ist es ein Förderprogramm, bei dem das Land Mittel für Projekte in Heckinghausen bereitstellt. Jetzt hat der dafür zuständige Beirat im Quartiersbüro Heckinghausen getagt und zugesagt, zwei weitere Projekte aus dem für Projekte vor Ort gedachten Verfügungsfonds der Gesamtförderung zu finanzieren.
Das Projekt „Fair-Schenk-Lädchen“ ist ein sehr besonderes: Die Teilnehmer des bereits im Juni bewilligten Verfügungsfonds-Projekts „Kompetent und kreativ für Heckinghausen“ haben im Rahmen der Workshops die Idee des Fair-Schenk-Lädchens entwickelt, beantragt und werden dieses auch selbst bewerben und umsetzen. Für das Lädchen wird ein leerstehendes Ladenlokal für einige Wochen angemietet und an mehreren Tagen in der Woche geöffnet. Das Projekt „Stammtisch Ehrenamt – Herausforderung Corona“ wiederum ist die Weiterführung des Stammtischs Ehrenamt. Dieser Stammtisch ist Ehrenamtlern in Heckinghausen bekannt, er war auch in früheren Ausgaben immer gut besucht. In den kommenden Veranstaltungen des Stammtischs Ehrenamt wird über die besonderen Anforderungen und Herausforderungen von Ehrenamt in den Zeiten von Corona gesprochen. Die Projekte sollen an den Start gehen, sobald es die Corona-Schutzmaßnahmen zulassen.⇥Red

Rundschau vom 11.11.20

Verfügungsfonds macht Projekte für Heckinghausen möglich

Wuppertal. Früher hieß es „Soziale Stadt Heckinghausen“, jetzt „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen. Das Gute: Unabhängig vom Namen ist es ein Förderprogramm, bei dem das Land Mittel für Projekte in Wuppertal-Heckinghausen bereitstellt. Jetzt hat der dafür zuständige Beirat im Quartiersbüro getagt und zugesagt, zwei weitere Projekte zu finanzieren.

Das Projekt „Fair-Schenk-Lädchen“ ist ein sehr besonderes: Die Teilnehmer des bereits im Juni bewilligten Verfügungsfonds-Projekts „Kompetent und kreativ für Heckinghausen“ haben im Rahmen der Workshops die Idee des Fair-Schenk-Lädchens entwickelt, beantragt und werden dieses auch selbst bewerben und umsetzen.

Für das Lädchen wird ein leerstehendes Ladenlokal für einige Wochen angemietet und an mehreren Tagen in der Woche geöffnet. Alle Bürger aus Heckinghausen können hier ungenutzte Gegenstände wie Textilien, Spielzeug oder Dekoration abgeben und kostenfrei selbst welche mitnehmen: Fair-Schenken. Ergänzt wird das Lädchen durch regelmäßig stattfindendene Workshops zu nachhaltigen Themen wie Upcycling, Nähen oder der Herstellung von Beautyartikeln.

WZ vom 21.8.20

Heckinghauser Kinder haben mitgeplant

Plan für Spielplatz an Stadtteilzentrum steht

Heckinghausen. Fleißig haben Kinder und Jugendliche Ideen zusammengetragen und Modelle gebastelt. Eltern wurden zu ihren Vorstellungen befragt. Die Planer der Stadt haben gut zugehört und so gut wie alles in den Entwurf des Spielplatzes am neuen Stadtteilzentrum eingehen lassen. Das Ergebnis stellte Roman Bensch vom Ressort Grünflächen und Forsten in der Bezirksvertretung vor. Und zu der Beteiligung der Kinder sagte er: „Die war äußerst rege. Das war deutlich über normal.“
Gleich am Hauptzugang an der Mohrenstraße wird der erste Hingucker die Blicke auf sich ziehen: der Spieldome. Das ist ein großes halbkugelförmiges Kletternetz, unterlegt mit einer Art Tartanbahn. Und nicht nur dort sind Kinder mit hohem Bewegungsdrang gut aufgehoben. Sie können gleich gegenüber zur Trampolinlandschaft wechseln. Da bilden federnde Felder eine eckige Achtform. Egal, ob man auf einem Feld hüpft oder von Feld zu Feld – das ist eine Gelegenheit, sich richtig auszutoben. Immer noch nicht genug? Da gibt es das große, bunte Laufrad, wie man es in Miniatur aus der Hamsterhaltung kennt. Oder wie wäre es, sich mit der Seilbahn ins Abenteuer zu stürzen? Wer es dabei mit dem Stürzen zu wörtlich nimmt, trifft auf den Fallschutzbelag darunter.Es gibt Klassiker wie die Doppelschaukel, eine Sandspielanlage, auf die man klettern kann, ein Karussell und, nicht verkehrt in heißen Sommern, ein Wasserspielgerät. Dazu eine Spielwiese. Etliche Bäume werden Schatten spenden. Bensch: „Dem Neubau des Zentrums entsprechend, haben wir uns für große Geräte und dem Bau angemessene, großzügige Lösungen entschieden.“ Auch dem Inklusionsgedanken ist Rechnung getragen worden. Das Karussell ist ein Inklusionskarussell, auf dem auch Kinder im Rollstuhl mitfahren können. „Und grundsätzlich ist jedes Gerät barrierefrei zu erreichen“, sagt Bensch. „Wenn es auf einem direkten Weg mal wegen des Gefälles Stufen gibt, dann kann man das Ziel auch auf einem anderen Weg ohne Stufen erreichen.“ Bauherrin des Projekts von Stadtteilzentrum Heckinghausen und Soziale Stadt Heckinghausen ist die Stadt. Bis Ende September muss das Projekt als Fördermaßnahme beim Land eingereicht sein. Britta Jobst, Koordinatorin Soziale Stadt: „Wenn die Bewilligung da ist, können wir im Sommer des kommenden Jahres die Ausschreibungen machen. Wenn alles gut geht, könnten die Arbeiten im Herbst 2021 beginnen.“

WZ vom 24.7.20

Das Stadtteilzentrum erhält eine Kletterwand
Heckinghausens neue Mitte soll 2021 stehen

Der zwei Etagen hohe Mehrzweckraum wird durch eine Kletterwand bestechen. Hier: Die Stadtverwaltung bei einem Baustellenbesuch.Foto: neuk
DER ZWEI ETAGEN HOHE MEHRZWECKRAUM WIRD DURCH EINE KLETTERWAND BESTECHEN. HIER: DIE STADTVERWALTUNG BEI EINEM BAUSTELLENBESUCH.FOTO: NEUK

Heckinghausen. Der Neubau des Stadtteilzentrums Heckinghausen geht auf die Zielgerade zu. Andrea Simon, Projektleiterin beim städtischen Gebäudemanagement (GMW), zeigte sich bei einer Baustellentour von Oberbürgermeister Andreas Mucke, GMW-Chef Uwe Flunkert und Sozialdezernent Stefan Kühn, zuversichtlich, dass im Sommer 2021 das Haus für den Stadtteil eröffnen kann. „Zusammen mit dem Gaskessel wird das hier eine neue Mitte für Heckinghausen“, ist sich Simon sicher.
Die Einrichtung spricht sehr viele Zielgruppen an: Hier wird offene Kinder- und Jugendarbeit angeboten und ein Beratungs- und Bürgerhaus für die Menschen vor Ort entstehen. Gleichzeitig finden mehrere Eltern-Kind-Gruppen, ein Familiencafé, Heckinghausen-Aktiv und die Zwar-Gruppe Heckinghausen hier eine Heimat. Dafür wird es an der Heckinghauser Straße mehr Platz denn je geben. Das inzwischen abgerissene alte Gebäude bot den Nutzern rund 600 Quadratmeter Platz, im neuen Haus wird es eine Brutto-Grundfläche von 1700 Quadratmetern geben. Oberbürgermeister Andreas Mucke: „Das ist eine Qualitätssteigerung ohne Ende.“

Übergang

Der Stadtteiltreff ist während der Bauarbeiten übergangsweise in die neuen Räume in der ehemaligen Krawattenfabrik an der Bockmühle 17 gezogen. Damit sind alle Beteiligten sehr glücklich – das Provisorium ist geräumiger als das alte Domizil.


Asymmetrische Fenster sollen das Haus zum Hingucker machen
Aktuell wird gerade die Aluwellblechfassade montiert. Sie soll zusammen mit den unterschiedlich großen, asymmetrisch angeordneten Fenstern und dem gefalteten Zinkdach die Blicke auf das Gebäude ziehen und so seine herausragende Bedeutung für den Stadtteil unterstreichen. Noch in diesem Jahr soll der Innenausbau weitgehend abgeschlossen sein.
Das Gebäude hat zwei Herzstücke: Einmal der „Offene Treff“ mit den besonders hohen Decken, der von drei Seiten aus begehbar ist und so Innen- und Außenbereich verbinden soll, und einmal der riesige Mehrzweckraum, der für Gruppenveranstaltungen und Sport genutzt werden kann. Der zwei Etagen hohe Raum wird sich durch seine Kletterwand auszeichnen. Wie Sozialdezernent Stefan Kühn betont, wird es mit der Kletterhalle Wupperwände keine Konkurrenz, sondern viel mehr eine Kooperation geben. Draußen entsteht ein gepflasterter Innenhof, der im Sommer bestuhlt werden kann. Das Areal wird im Jahr 2022 dann noch weiter aufgewertet. Dann ergänzt das städtische Ressort Grünflächen und Forsten einen Spielplatz. In das gesamte Projekt sind fünf Millionen Euro geflossen. Möglich ist so ein Sprung für Wuppertal nur deshalb, weil 90 Prozent des Geldes aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kommen. OB Mucke: „Die Leute fragen sich immer, was uns Europa bringt. Hier sieht man es ganz konkret.“

WZ vom 18.7.20

Soziale Stadt: Förderung bewilligt

Heckinghausen. Die Geldmittel für Projekte der „Sozialen Stadt Heckinghausen“ sind jetzt freigegeben. Die Stadt hatte Fördermittel in Höhe von 392 000 Euro beim Land für die neue Förderkulisse „Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen“ beantragt.
Umgesetzt werden soll die Umgestaltung der Grünanlage Ecke Hebbel, Kraut-, Hauff- und Schnurstraße. Die 115 Quadratmeter große Grünfläche mit der markanten Platane wird noch grüner als derzeit gestaltet, die Stützmauern werden erneuert. Die Arbeiten werden im nächsten Jahr ausgeführt und verursachen Kosten von rund 60 000 Euro.Aktuell werden Angebote von Fachbüros für ein städtebauliches Verkehrsgutachten für die Heckinghauser Straße, die Widukindstraße, Rauental und die Kreuzung an der Gustav-Müller-Anlage geprüft. Das Gutachten soll neben einer Aufwertung der zuvor erwähnten Straßen auch unter anderem Informationen liefern, wie sich eine mögliche Veränderung auf der Heckinghauser Straße von vier auf zwei Fahrspuren, ein gutes Miteinander von Fußgänger-, Rad- und Autoverkehr und eine Aufwertung des ganzen Bereichs umsetzen lässt. Zuwendungen vom Land gibt es auch für den so genannten „Verfügungsfonds“: Hieraus werden Projekte und Veranstaltungen finanziert, bei denen die Heckinghauser Bürger ihre Wünsche und Ideen einbringen können.⇥Red

Rundschau vom 17.7.20

Fördermittel bewilligt: 392.000 Euro vom Land: „Heckinghausen kommt voran“

Wuppertal Wuppertal erhält Fördermittel für den Stadtteil Heckinghausen in Höhe von 392.000 Euro. Das hat das Land NRW nun schriftlich bestätigt. Unterstützt werden damit Projekte zum Thema „Sozialer Zusammenhalt Wuppertal-Heckinghausen“.

Umgesetzt werden soll die Umgestaltung der Grünanlage Ecke Hebbel-, Kraut-, Hauff- und Schnurstraße. Die 115 Quadratmeter große Fläche mit der markanten Platane wird noch grüner als derzeit gestaltet, die Stützmauern werden erneuert. Die Arbeiten werden im nächsten Jahr von Ressort Grünflächen und Forsten ausgeführt und kosten rund 60.000 Euro. Davon übernimmt das Land 48.000 Euro, den Rest finanziert die Stadt.

Aktuell werden außerdem Angebote von Fachbüros für ein städtebauliches Verkehrsgutachten für die Heckinghauser Straße, die Widukindstraße, Rauental und die Kreuzung an der Gustav-Müller-Anlage geprüft. Das Gutachten soll neben einer Aufwertung der Straßen auch unter andrem Informationen liefern, „wie sich eine mögliche Veränderung auf der Heckinghauser Straße von vier auf zwei Fahrspuren, ein gutes Miteinander von Fußgänger-, Rad- und Autoverkehr und eine Aufwertung des ganzen Bereichs umsetzen lässt“, so die Verwaltung.

Pressemeldung Stadt Wuppertal 11.7.20

Soziale Stadt Heckinghausen: Fördermittel bewilligt

Sommerferien und gute Nachrichten: Aktuell hat die Stadt Post aus Düsseldorf bekommen und darin die Bestätigung, dass jetzt die Geldmittel für Projekte der „Sozialen Stadt Heckinghausen“ frei gegeben und auf dem Weg sind.

Die Stadt hatte Fördermittel in Höhe von 392.000 Euro beantragt. Nachdem ihr bereits eine Förderung zugesagt worden war, hat es die Stadt jetzt offiziell, dass ihre Vorhaben vom Land bezuschusst werden. Inzwischen hat das Projekt nicht nur Geld, sondern auch einen neuen Namen bekommen: Die Förderung gibt es jetzt für die Gebietskulisse „Sozialer Zusammenhalt Wuppertal-Heckinghausen“.

Umgesetzt werden soll die Umgestaltung der Grünanlage Ecke Hebbel, Kraut-, Hauff- und Schnurstraße. Die 115 Quadratmeter große Grünfläche mit der markanten Platane wird noch grüner als derzeit gestaltet, die Stützmauern werden erneuert. Die Arbeiten werden im nächsten Jahr von Ressort Grünflächen und Forsten ausgeführt und verursachen Kosten von rund 60.000 Euro. Davon übernimmt das Land 48.000 Euro, den Rest finanziert die Stadt.

Aktuell werden Angebote von Fachbüros für ein Städtebauliches Verkehrsgutachten für die Heckinghauser Straße, die Widukindstraße, Rauental und die Kreuzung an der Gustav-Müller-Anlage geprüft. Das Gutachten soll neben einer Aufwertung der zuvor erwähnten Straßen auch unter anderem Informationen liefern, wie sich eine mögliche Veränderung auf der Heckinghauser Straße von vier auf zwei Fahrspuren, ein gutes Miteinander von Fußgänger-, Rad- und Autoverkehr und eine Aufwertung des ganzen Bereichs umsetzen lässt.

Mitmach-Aktionen im Quartier

Zuwendungen vom Land gibt es auch für den so genannten „Verfügungsfonds“: Hieraus werden Projekte und Veranstaltungen finanziert, bei denen die Heckinghauser Bürger ihre Wünsche und Ideen in die Planungen mit einbringen, gemeinsam Fest feiern oder ihr Quartier verschönern können. Die Mitmach-Aktionen zwischen Spielplatz-Planung, Foto-Wettbewerb und Nachbarschaftsfest sollen für den sozialen Zusammenhalt im Quartier sorgen. Damit alle Menschen in Heckinghausen auf die Projekte aufmerksam werden, gibt es auch Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit – also für gemeinsam Info-Veranstaltungen und kleine Werbeaktionen, die mit Lollis und Keksen Lust machen, an Heckinghausens Zukunft mitzuarbeiten.

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn: „Die Förderung ermöglicht uns, das Potential, das Heckinghausen hat, zum Vorschein zu bringen und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Das können eher kleine Maßnahmen wie die Umgestaltung der Grünanlage oder aufwändigere Projekte sein wie die städtebauliche Verkehrsuntersuchung zur Umgestaltung des Straßenraums. Im Rahmen der Städtebauförderung wird auch der Neubau des Stadtteilzentrums und die Neugestaltung vieler Spielplätze finanziert. Heckinghausen kommt voran – es passiert und ändert sich viel im Stadtteil. Das ist eine erfreuliche Entwicklung!“

WZ vom 8.7.20

WZ vom 3.7.20

Elke Stapff ist im Einsatz für die „Soziale Stadt“ im Wuppertaler Osten

Elke Stapff ist gebürtige Wuppertalerin und sie will die Stadtteile voranbringen. Foto: Anna Schwartz


Heckinghausen/Wichlinghausen/Oberbarmen. Vor dem Spaß steht jede Menge graue Theorie. Denn Elke Stapff muss erst einmal Regularien büffeln. Die Vergabe von Fördermitteln ist kompliziert in Deutschland – über 40 Seminareinheiten mit jeweils ein bis zwei Tagen muss die Sozialarbeiterin absolvieren, um fit zu werden für ihren neuen Job als Koordinatorin für das Förderprogramm „Soziale Stadt“. Anfang April hat sie die Nachfolge von Patricia Knabenschuh angetreten und ist nun zuständig für die Vergabe der Bundesmittel in Wichlinghausen, Oberbarmen und Heckinghausen.

Politisch interessiert und mit der Heimatstadt verbunden
Die Koordination der unterschiedlichen Projekte in der „Sozialen Stadt“ ist ihr Wunsch-Job: „Ich bin sehr politisch interessiert und möchte mitreden in meiner Stadt. Mit dieser Stelle kann ich etwas verändern.“ Dafür bringt die 56-Jährige viel Erfahrung mit: Erst arbeitete die geborene Wuppertalerin 20 Jahre lang in der Wuppertaler Jugendgerichtshilfe, dann übernahm sie die Koordination der Schulsozialarbeit und „Bildung und Teilhabe“ sowie die Leitung des Familienbüros. Schon dort lernte sie viele Institutionen und engagierte Menschen im Osten der Stadt kennen.
Netzwerkarbeit wird auch weiterhin ein wichtiger Teil ihrer Arbeit bleiben. „Mein Anliegen ist es, ein offenes Ohr für die Bürger zu haben“, betont sie. Corona hat sie allerdings dabei ziemlich ausgebremst: Eigentlich wäre sie jetzt gerne in die unterschiedlichsten Gremien gegangen, hätte sich den Menschen vorgestellt, mit allen möglichen Beteiligten diskutiert. Das geht derzeit nur sehr eingeschränkt. „Ich habe mir das alles anders vorgestellt“, bedauert Elke Stapff. Lamentieren ist jedoch nicht ihre Sache. Stattdessen gibt es nun Video- und Telefonkonferenzen. Spaziergänge durch die Stadtteile – oft gemeinsam mit den langjährigen Mitarbeitern des Quartierbüros Vierzwozwo – sind trotzdem möglich. Inzwischen auch wieder Treffen auf Abstand in großen Räumen. Wenn sie zu Terminen muss, nimmt Elke Stapff sowieso das Fahrrad. Umwelt- und Klimaschutz liegen ihr am Herzen.


Es bedarf feinfühliger Abstimmung
Mit offenen Augen läuft sie durch ihre Stadtteile und überlegt, was dort verbessert werden könnte. „Vieles ist allerdings schon passiert oder gerade in der Planung“, erzählt die städtische Mitarbeiterin. Die Umsetzung sei allerdings oft kompliziert. Häufig sind verschiedenste Stellen sowohl bei der Stadt als auch bei sozialen Trägern eingebunden. Da bedarf es dann feinfühliger Abstimmung. Immer wieder ist Elke Stapff auch erstaunt, wie viele Vorgaben im Detail zu beachten sind: „Das ist ja alles umständlich, weil die Zusammenhänge komplex sind.“ Eine tolle Idee findet sie beispielsweise den Vorschlag, der von Bürgern kam, Trinkwasserbrunnen auf öffentlichen Plätzen aufzustellen. Da recherchiert sie gerade die Möglichkeiten.

Wichtig ist es ihr bei allen Projekten, die Menschen mitzunehmen, Skepsis abzubauen, Mitstreiter zu gewinnen. „Ich will lösungsorientiert an die Sachen herangehen.“ Dabei hilft ihr langjährige Berufserfahrung ebenso wie die Erfahrung aus ihrer eigenen Familie: Elke Stapff ist Mutter von vier erwachsenen Kindern und Großmutter von drei Enkeln. In den ersten Monaten hat sie ihre Kollegin Britta Jobst viel begleitet und von deren Erfahrungen mit der Sozialen Stadt gelernt. Besonders spannend findet Elke Stapff den Verfügungsfonds Soziale Stadt, mit dem Bürger und Initiativen ihre Ideen umsetzen können. „Der Verfügungsfonds ist kreativ, damit kann man vieles machen“, freut sie sich.

WZ vom 8.4.20

Keine Gesamtschule im Arthotel

Der Kaufpreis ist der Stadt zu hoch und noch gestiegen. Nun sind zwei andere Flächen im Gespräch.

Das ehemalige Art-Hotel wird wohl nicht zu einer Gesamtschule umgebaut. ⇥Archivfoto: Stefan Fries
Das ehemalige Art-Hotel wird wohl nicht zu einer Gesamtschule umgebaut. ⇥Archivfoto: Stefan Fries

Von Lothar Leuschen

Wuppertals 7. Gesamtschule wird nicht im Arthotel entstehen. Das ist das Ergebnis der Kaufverhandlungen der Stadt mit dem Eigentümer des Gebäudes. Demnach sollen die Preisvorstellungen so weit voneinander entfernt sein, dass das Gebäude in Heckinghausen nicht mehr als Schulstandort in Frage kommt.

Auf Anfrage der WZ bestätigt Stadtkämmerer Johannes Slawig, dass kein Kaufvertrag über das Gebäude an der Bockmühle zustande kommen wird. Über Preise sagt er nur soviel, dass die Vorstellungen schon zu Beginn der Gespräche weit auseinander lagen und der Eigentümer seine Forderung dann auch noch nahezu verdoppelt habe. „Das können wir nicht bezahlen“, sagt der Kämmerer.

Dass es in Wuppertal eine 7. Gesamtschule geben wird, ist eine vom Stadtrat längst beschlossene Sache. Einigkeit herrscht auch darüber, dass sie im Raum Heckinghausen entstehen soll. Deshalb lag die Nutzung des lange schon leerstehenden Arthotels auf der Hand. Dessen Eigentümer hatte das Gebäude zunächst an das Land NRW vermietet. Es diente Flüchtlingen als Unterkunft. Aus dem Vertrag hat das Land sich inzwischen heraus gekauft, nachdem klar wurde, dass die Unterkunft nicht mehr benötigt wird. Die Zukunft des stadtbildprägenden Gebäudes steht nun wieder in den Sternen.

Aber das ist nicht das Thema des Wuppertaler Rathauses. Hier gilt es, einen alternativen Standort für die Gesamtschule zu finden. Sie ist notwendig, um die Nachfrage der Eltern zu befriedigen, die sich diese Schulform für ihre Kinder wünschen. Entsprechend breit war die Mehrheit für den Schulbau, den Kämmerer Slawig mit einer Investitionssumme von 60 Millionen Euro plant. Noch. Je nach Standort kann die Summe steigen.

Beide Alternativ-Grundstücke haben Vor- und Nachteile

Denn eine Alternative zum Arthotel ist eine Fläche an der Badischen Straße. Sie hat den Vorteil, dass sie nur einen Steinwurf von der Bockmühle entfernt liegt. Aber sie hat auch Nachteile. Zum einen ist das die Hanglage, die Bauen laut Slawig grundsätzlich schwieriger und damit teurer macht. Zum anderen gehört zum Gelände auch ein Kleingarten, der für die Schule weichen müsste.

Beide Probleme gäbe es an der Spitzenstraße in Langerfeld nicht. Aber die ehemalige Gewerbefläche liegt verhältnismäßig nah an der schon bestehenden Gesamtschule im Stadtteil. Deshalb ist Schuldezernent Stefan Kühn nach eigenem Bekunden auch noch unentschlossen, was die richtige Wahl für die neue Schule sein soll. „Das Arthotel wäre ideal gewesen. Nun haben wir zwei 1-B-Varianten“, sagt er. Für beide gebe es Für und Wider.

Für den Bezirksbürgermeister von Langerfeld, Eberhard Hasenclever (SPD), ist das wichtigste, dass die Gesamtschule überhaupt errichtet wird. Das sei die Stadt den Eltern und den Kindern schuldig. Auch Hasenclever ist mit der Standortfrage schon lange betraut, er kennt beide Grundstücke sehr gut mit all ihren Vor- und Nachteilen. „Wir nehmen demnächst in der Bezirksvertretung die Beratungen auf“, kündigt er an. Für den Bezirksbürgermeister ist das Ergebnis noch völlig offen.

Der grüne Ratsherr und Bürgermeister Marc Schulz hingegen hat einen Favoriten. Er sähe die 7. Gesamtschule gern an der Badischen Straße, schon wegen der Nähe zur ursprünglich geplanten Adresse. Aber für die Grünen sprechen auch wirtschaftliche Gründe für die Badische Straße. „Die Fläche an der Spitzenstraße eignet sich für Gewerbe“, sagt Schulz. Hier habe die Stadt ohnehin Bedarf, und vorhandene Flächen zu nutzen, sei umweltschonender als Gewerbeflächen auf der Grünen Wiese.

Geplant ist der Neubau der Gesamtschule in Abschnitten bis 2024. Unabhängig davon, ob die Kosten durch die Wahl des Grundstückes noch steigen, ist die Finanzierung des Projektes noch nicht ganz geklärt. Slawig hatte in die aktuell für 60 Millionen Euro geplante Investition 7,7 Millionen Euro aus dem Integrationsfonds des Bundes eingerechnet, den das Land auf die Kommunen verteilt. „Aber jetzt darf das Geld nicht mehr für Investitionen ausgegeben werden. Es muss in Integrationsarbeit fließen“, sagt Slawig.

Pressemeldung Stadt Wuppertal 25.3.20

Städtebauförderung: 10,37 Millionen für Wuppertal

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG) NRW hat das Stadterneuerungsprogramm für die zur Förderung anstehenden Projekte für das Jahr 2020 bekannt gegeben.

Wuppertal bekommt Fördermittel in Höhe von insgesamt 10,371 Millionen Euro. Die Stadt bekommt damit alle von ihr beantragten Maßnahmen vom Land genehmigt und finanziert.

„Das ist ein toller Erfolg für unsere Stadt und die Mittel helfen uns, wichtige Impulse für die einzelne Stadtentwicklungsmaßnahmen zu setzen“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke. „Wir können damit Projekte umsetzen, die wir aus eigener Kraft nicht stemmen könnten. Das ist gerade in einer Zeit, wo alles von schwierigen Meldungen und Entscheidungen geprägt ist, ein positives Zeichen für die Zukunft.“

„Viele Projekte sind bereits in Arbeit“

Zu den Vorhaben, die jetzt mit der Landesförderung finanziert werden können, gehören zum Beispiel barrierefreie Zugänge zur Elberfelder Innenstadt, die Neugestaltung des Werth in Barmen, die Umgestaltung der Alten Freiheit und der Harmoniestraße oder das Innenstadtmanagement. Auch der Mirker Bahnhof ist mit der Umgestaltung seines Vorplatzes und weiteren Maßnahmen ebenso dabei wie die Umfeld-Gestaltung des Berliner Platzes oder eine Verkehrsuntersuchung für die Heckinghauser Straße.

„Viele der Projekte sind bereits in Arbeit“, erläutert Frank Meyer, Dezernent für Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr und Umwelt. „Wir können mit den Fördermitteln nunmehr in die konkreten Planungen einsteigen, entsprechende Aufträge vergeben und die Projekte umsetzen, mit denen wir die Attraktivität und Lebensqualität in unserer Stadt erhöhen und sichern.“

WZ vom 17.02.20

Fällungen für Gustav-Müller-Anlage

Gestaltung der Grünfläche wird im Sommer umgesetzt.

Spielplatz mit Trampolin, schattiges Plätzchen zum Ausruhen auf Relax-Liegen und Landeplatz für Bienen und andere Insekten: Die Gustav-Müller-Anlage bekommt eine Frischzellenkur.

Die Fläche zwischen Heckinghauser- und Spiekerstraße ist derzeit wenig attraktiv, zudem fehlen im Stadtteil Grünanlagen für Freizeit und Erholung. Im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Heckinghausen soll das jetzt anders werden. Aktuell beginnen vorbereitende Arbeiten für die Neugestaltung, die im Sommer umgesetzt werden soll: Jetzt müssen mehrere Bäume gefällt werden, weil ab März zum Schutz von brütenden Vögeln eine Sperrfrist gilt. Bis zum 30. September dürfen dann laut Naturschutzgesetz des Bundes keine Bäume mehr gefällt werden. Die Fällungen starten am heutigen Montag, 17. Februar. Dadurch wird Platz für neue Grünflächen mit kleinen Hügeln und insektenfreundlichen Blumen und Büschen, für einen Wetterpilz mit Sitzgelegenheiten und Riesen-Schachfeld, für Liegen und neue Spielflächen geschaffen. Die Gestaltung des neuen Parks haben Kinder, Jugendliche und Senioren bei gemeinsamen Workshops erarbeitet und den professionellen Planern im Rathaus als Aufgabe gestellt.

Die Neugestaltung des Parks wird voraussichtlich 426 000 Euro kosten. Das Förderprogramm Soziale Stadt Heckinghausen übernimmt 80 Prozent der Kosten, das sind 340800 Euro. Die Stadt zahlt einen Eigenanteil von 85 200 Euro. ⇥Red

Rundschau vom 14.02.2020

Gustav-Müller-Anlage: Die Vorarbeiten starten

Überraschende Ideen und viel Kreativität gab es bei der Präsentation des „Platzes der Besinnung“ im April 2018. Foto: Conrads
Überraschende Ideen und viel Kreativität gab es bei der Präsentation des „Platzes der Besinnung“ im April 2018. Foto: Conrads

Spielplatz mit Trampolin, schattiges Plätzchen zum Ausruhen auf Relax-Liegen und Landeplatz für Bienen und andere Insekten: Die Gustav-Müller-Anlage, eine zwischen Heckinghauser und Spiekerstraße gelegene und momentan wenig attraktive Fläche, bekommt im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Heckinghausen eine Frischzellen-Kur.

Im Stadtteil fehlen Grünanlagen für Freizeit und Erholung. Das soll sich mit der neuen Anlage ändern. Aktuell starten die vorbereitenden Arbeiten: Für die Neugestaltung, die im Sommer beginnen soll, müssen laut Verwaltung mehrere Bäume gefällt werden. Die Arbeiten beginnen am Montag (17. Februar 2020). „Sie machen Platz für neue Grünflächen mit kleinen Hügeln und insektenfreundlichen Blumen und Büschen, für einen Wetterpilz mit Sitzgelegenheiten und Riesen-Schach, Liegen und neue Spielflächen. Die Gestaltung des neuen Parks haben Kinder, Jugendliche und Senioren bei gemeinsamen Workshops erarbeitet und den professionellen Planern im Rathaus als Aufgabe gestellt“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Fällungen erfolgen schon jetzt, weil ab März zum Schutz von brütenden Vögeln eine Sperrfrist gilt. Bis zum 30. September, so sieht es das Naturschutzgesetz des Bundes vor, dürfen dann keine Bäume mehr gefällt werden. Die Neugestaltung des Parks kosten voraussichtlich 426.000 Euro. Das Förderprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ übernimmt 80 Prozent, das entspricht 340.800 Euro. Die Stadt zahlt einen Eigenanteil von 85.200 Euro.

Rundschau vom 08.02.20

Der Bayerplatz wird erneuert

Wuppertal Ab Montag (10. Februar 2020) bekommt der Bayerplatz in Heckinghausen ein neues Gesicht. Auf dem Areal entsteht neben einer Bolzplatzarena und großzügigen Wiesen und Pflanzflächen ein Bereich mit Hochbeeten für „Urban Gardening“.

Dafür müssen nach Angaben der Verwaltung zunächst neun Bäume und einige Sträucher entfernt werden. Die Bäume werden demnach im Herbst durch elf neue ersetzt. „Für die vier gefällten Kirschen werden vier neue Zierkirschen gepflanzt, der Bergahorn wird durch einen neuen ersetzt und es werden sechs Dreizahnahornbäume als Reihe gesetzt“, heißt es.

Die Maßnahme wurde von der Bezirksvertretung Heckinghausen am 5. Februar beschlossen.

WZ vom 08.02.20

WZ vom 20.1.20

Fotowettbewerb

Bürgervisionen für Heckinghausen

Andreas Mucke kürte die Sieger des Foto-Wettbewerbs „Ich sehe was, was du nicht siehst“ von Stadt und Quartierbüro.

Heckinghausen. Menschensilhouetten und ein Bündel transparenter Luftballons vor dem Abendhimmel – dieses Bild vom Dach des Gaskessels erhielt den ersten Preis in der Kategorie Einzelarbeit beim Wettbewerb „Ich sehe was, was Du nicht siehst – Meine Vision für Heckinghausen“. Oberbürgermeister Andreas Mucke überreichte dem Fotografen Thomas Sänger und fünf weiteren Gewinnern die Preise.

Bei dem Wettbewerb, veranstaltet von Stadt und Quartierbüro Heckinghausen, zählte nicht nur die fotografische Qualität der Bilder, sondern auch die zugehörige Vision für den Stadtteil. Sechs Bilder-Visionen hat die Jury ausgezeichnet, die Gewinner erhielten Gutscheine für den Gaskessel und Geldpreise.

Den zweiten Platz der Einzelarbeiten belegte Katja Dally mit dem Foto eines zugeklebten Schaufensters an der Heckinghauser Straße. Sie wünscht sich eine Aktion zur Nutzung leerer Ladenlokale. Ihre Vorschläge: Ein Seniorentreff stellt Gegenstände aus der Kindheit der Senioren aus, der Sportverein Breite Burschen zeigt seine Pokale oder eine Kita richtet ein Spielzimmer ein. „Heckinghauser Leben wird damit bunt, anschaulich und in seiner Vielfalt erlebbar“, erklärte sie.

Den dritten Preise erhielt Markus Milkereit mit einem im Retro-Design gestalteten Bild des Gaskessels. Sein Wunsch: Dass Heckinghausen an Attraktivität gewinnt, hier wieder mehr Leben stattfindet und der Charme trotzdem erhalten bleibt.

Bei Gruppenarbeiten gewannen die jungen Leute von „Für ein buntes Heckinghausen“ für ihre Blumen auf der Brücke den ersten Preis, die Gruppe „Neue Mitte Heckinghausen“ mit einer autofreien Heckinghauser Straße den zweiten und OGS der Grundschule Meyerstraße mit dem Bild kleiner Radfahrer den dritten Preis. ⇥kati

Die Bilder sind im Cafe „Hier&Da“ Heckinghauser Str. 152, ausgestellt.

WZ vom 10.1.20

Fragebogen 2020
„Heckinghauser Straße wird Aufregerthema“

Die mögliche Umgestaltung der Heckinghauser Straße beschäftigt den Stadtteil schon länger.⇥Archivfoto: Andreas Fischer
Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann erwartet 2020 einige Diskussionen — und hofft auf Förderung durch die Soziale Stadt.

Von Manuel Praest

Heckinghausen. Kein Jahr ohne den WZ-Fragebogen: Auch 2020 wollen wir von den Bezirksbürgermeisterinnen und -meistern wissen, was in ihrem Bezirk dieses Jahr auf dem Programm steht und welche Herausforderungen warten. Heute: Christoph Brüssermann (CDU), Bezirksbürgermeister von Heckinghausen.

2020 ist das Engels-Jahr. Was bedeutet Friedrich Engels für Sie persönlich und welche Rolle spielt er für Wuppertal?

Christoph Brüssermann: Da ich in einer Zeit aufgewachsen bin, in der die Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu Recht die größte Rolle im Geschichts- und Politikunterricht spielte, wurde das Kapitel „Friedrich Engels” nur kurz angeschnitten. In Wuppertal ist aber der Name von Friedrich Engels allgegenwärtig, da ist es nur recht und billig, dass das gesamte Engels-Ensemble zur Zeit aufwendig saniert wird. Hierdurch profitiert die Stadt wirtschaftlich und touristisch erheblich, da wir inzwischen gute Kontakte zu chinesischen Provinzregierungen unterhalten und immer weiter von beiden Seiten expandiert wird.

Welchen Veranstaltungen und Terminen – losgelöst vom Engels-Jubiläum – fiebern Sie in Ihrem Bezirk entgegen?

Brüssermann: Die bekannten, immer wiederkehrenden Veranstaltungen, möchte ich hier einmal vernachlässigen. Die wichtigsten Projekte sind aus städtischer Sicht, die Projekte der „Sozialen Stadt”. Hier sei die Umgestaltung der Gustav-Müller-Anlage als erstes zu erwähnen. Zudem freue ich mich auch auf viele neue Veranstaltungen, welche sich hoffentlich rund um den Gaskessel etablieren und mit denen wir noch gar nicht rechnen.

Was könnte ein Aufreger-Thema in Ihrem Bezirk werden?

Brüssermann: Hier möchte ich eindeutig auf die Umgestaltung der Heckinghauser Straße zu sprechen kommen, worüber die WZ kürzlich noch berichtete. Dieses Mammutprojekt wird uns in den nächsten Jahren noch massiv beschäftigen.

Stichwort Mobilitätswende: Wo sehen Sie in Ihrem Bezirk Chancen und Möglichkeiten, aber wo auch schwer überwindbare Hürden?

Brüssermann: Zu diesem Punkt möchte ich mich erst nach Erhalt des Gutachtens äußern, da doch fast alles von der zukünftigen Gestaltung der Heckinghauser Straße abhängt.

2020 ist auch das Jahr der Kommunalwahl. Was erhoffen Sie sich daraus für Ihre Partei?

Brüssermann: Ich erhoffe mir einen Oberbürgermeister/in, welcher mit den Stimmen der CDU Wähler/innen ins Amt gewählt, aber auch von möglichst vielen Parteien breit getragen wird, um das Beste für Wuppertal, auch auf Bundesebene, zu erreichen. Und natürlich wünsche ich mir, dass die Mehrheit der Ratsmitglieder von der CDU gestellt wird und wir auch die Mehrheit in den BVen erzielen. Dies könnte dazu führen, dass möglichst viele Bezirksbürgermeister/innen von der CDU gestellt werden. Nach aktuellem Stand könnte daraus auch gerne eine Zusammenarbeit von zehn Bezirksbürgermeistern/innen aus drei Parteien werden.

Und wer darf für 2021 den WZ-Fragebogen für Ihren Bezirk ausfülen?

Brüssermann: Wenn Sie mich so fragen, hoffe ich natürlich auf meine Person. Nachdem ich dann elf Jahre im Amt war und viele positive Projekte mit anschieben durfte, möchte ich natürlich auch die Früchte meiner Arbeit einfahren. Ich glaube, dass es sich bewährt hat, dass ich als Vorsitzender des Stadtteilparlamentes möglichst nur als Moderator der unterschiedlichen Parteien aufgetreten bin.

Rückblickend: Gibt es Themen, die Sie im Fragebogen in der Vergangenheit angesprochen haben, die Sie zukünftig aber vermeiden würden, weil sich eh nichts tun wird?

Brüssermann: Hier antworte ich mit einem klaren Nein!

Noch kein Investor für die ehemalige Bergische Sonne, die Bahndirektion bleibt vorerst ein großer Leerstand und die Seilbahn ist beim Bürgervotum klar gescheitert – für welches Großprojekt in der Stadt sehen Sie dagegen Chancen?

Brüssermann: Die größten Chancen scheinen sich ja zur Zeit für das Pina-Bausch-Zentrum abzuzeichnen, obwohl wir es uns in meinen Augen finanziell nicht leisten können aufgrund der Unterhaltungskosten. Es wird die Marke Wuppertal, ähnlich wie das Engelszentrum, in die Welt tragen.

Erstmalig konnten die BVen 2019 über die Vergabe der GFG-Mittel selbst entscheiden. Ein guter Schritt?

Brüssermann: Ich halte dies für einen sehr guten Schritt. Alles, was zu einer stärkeren finanziellen Einbindung der BVen in Vergabemodi führt, stärkt das Ansehen selbiger.

Die Zusammenarbeit gerade zwischen den Bezirksbürgermeistern wurde in den vergangenen Jahren intensiviert. Aber wie weit sehen Sie die Bezirksvertretungen auf ihrem Weg zu mehr Einfluss?

Brüssermann: Ich glaube, dass es sich bewährt hat, dass wir Bezirksbürgermeister/innen uns in unregelmäßigen Abständen hinter verschlossenen Türen zusammensetzen und über unsere gemeinsamen Probleme mit der Fachverwaltung diskutieren. Hier sei exemplarisch nur die Einrichtung einer fünften Geschäftsführerstelle für die BVen genannt.

WZ vom 8.1.20

OB prämiert Fotos aus Heckinghausen

Preisverleihung
am 16. Januar im Café „Hier & Da“.

Heckinghausen. „Ich sehe was, was du nicht siehst… meine Vision für Heckinghausen“ war das Motto des Fotowettbewerbs, zu dem das Quartierbüro Heckinghausen und die Stadt aufgerufen hatten. Die Menschen des Stadtteils sollten ihre Sichtweisen auf das Quartier ebenso wie ihre Wünsche im Bild darstellen. Jetzt stehen die Gewinner fest, sie sollen im Rahmen des Neujahrsempfangs in Heckinghausen am 16. Januar, 18 Uhr, im Café „Hier & Da“, Heckinghauser Straße 152, ausgezeichnet werden. Dann werden auch alle Fotos zu sehen sein.

Rund 35 Teilnehmer haben ihre Bilder eingereicht, Schnappschüsse, inszenierte Fotos oder verfremdete Bilder. Oberbürgermeister Mucke lobt: „Die Bilder zeigen, dass Heckinghausen viel Potenzial hat und dass die Bürgerinnen und Bürger das erkennen.“ Mitorganisatorin Britta Jobs erklärt, dass bei der Prämierung nicht nur die Qualität der Fotos, sondern auch die jeweils dahinter steckende Idee bewertet wurde. Die Gewinner erhalten Preise im Gesamtwert von 700 Euro. Zur Preisverleihung und zur Ausstellung der Bilder sind alle Bürger Heckinghausens eingeladen.

Im Anschluss an die Preisverleihung können sie sich auch über die anstehenden Projekte im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ informieren, etwa die Neugestaltung der Gustav-Müller-Anlage gegenüber dem Lazarushaus, den Neubau des Stadtteilzentrums an der Heckinghauser Straße und die Neugestaltung des Bayer-Platzes gegenüber dem Bauhaus-Baumarkt an der Widukindstraße. Außerdem wird der Verfügungsfonds erklärt, ein Geldtopf im Rahmen des Förderprogramms, aus dem Bürger kleine Projekte im Stadtteil finanzieren können.

WZ vom 3.1.20

Heckinghauser Straße: Gutachten startet Ostern 

Zur Heckinghauser Straße soll es bald ein Gutachten geben. ⇥Archivfoto: Andreas Fischer
Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann (CDU) wirft der SPD absichtliche Verzögerung vor. Sedat Ugurman widerspricht.

Historie:
Antrag 2009 beantragte die SPD in der Bezirksvertretung (BV), dass sich die BV für eine Reduzierung der Fahrbahnen ausspricht. Die Verwaltung sollte schon erstellte Pläne zur Verfügung stellen und kostengünstige Alternativen zur schrittweisen Umgestaltung aufzeigen. Die Mehrheit beschloss den Antrag bei vier Gegenstimmen der CDU. 2017 erinnerte die SPD an diesen Antrag. Die BV stimmte einstimmig dafür, dass die Verwaltung ein Konzept zur Neugestaltung erarbeitet. Die CDU drang dabei auf ein Verkehrsgutachten.

Von Katharina Rüth

Heckinghausen. Wie kann die Heckinghauser Straße verändert werden, damit sie weniger Barriere im Stadtteil ist? Seit zehn Jahren wird darüber diskutiert, 2017 wurde beschlossen, ein Gutachten dazu in Auftrag zu geben. Die Ausschreibung soll jetzt im Januar oder Februar erfolgen – viel später als ursprünglich gedacht. Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann (CDU) ist sauer: „Ich vermute, dass die SPD das absichtlich verschleppt, damit das Ergebnis zu den Wahlen vorliegt.“ SPD-Ratsherr Sedat Ugurman nennt diesen Vorwurf „Nonsens“.

Die SPD plädierte von Anfang an dafür, die Fahrbahn auf je eine Spur pro Richtung zu reduzieren. Die freiwerdende Straßenfläche solle stattdessen für weitere Parkplätze, breitere Gehwege und mehr Grün sowie möglicherweise Radwege genutzt werden. Die CDU blickt skeptisch auf diesen Ansatz: „Wir werden dann morgens einen Stau Richtung Osten haben, nachmittags Richtung Westen“, befürchtet Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann. Ein Gutachten zu den Verkehrszahlen sollte da Klarheit bringen: „Wenn wir Fakten haben, steigen wir in die Diskussion ein.“

Im Februar 2019 diskutierte der Verkehrsausschuss den SPD-Vorschlag, kurzfristig zumindest an den Querungen die Fahrbahn auf je eine Spur pro Richtung zu reduzieren. Doch weil das Gutachten geplant war, wurde diese Maßnahme auf den Zeitpunkt verschoben, zu dem das Gutachten fertig ist.

Verkehrsdezernent Frank Meyer (SPD) sagte damals der WZ: „Wir sind jetzt dabei, das Gutachten formell zu vergeben.“ Er gehe auch nicht davon aus, dass das erst 2020 fertig werde, wie befürchtet wurde.

Dazu wird es jetzt doch kommen. Denn das Gutachten ist noch immer nicht vergeben. Nach Angaben der Verwaltung liegt das an einer Erweiterung des Gutachtens: Britta Jobst, Koordinatorin für das Programm Soziale Stadt, erklärt, dass es auf eine Ausschreibung ein Angebot gab, weil aber die Aufgabe verändert wurde, mussten sie die Ausschreibung zurückziehen. Auch Gunther Stoldt von der Abteilung Stadtentwicklung und Städtebau erläutert, in der Kommunikation über den Auftrag habe sich die Aufgabe erweitert, so dass letztendlich eine neue Ausschreibung nötig sei.

Der Umfang des Gutachtens
wurde erweitert

Das Gutachten solle jetzt über die Heckinghauser Straße hinaus auch die Widukindstraße und die Straße Rauental umfassen, unter anderem den möglichen „Wupper Beach“ an der Wupper mit betrachten. Das Verkehrsaufkommen soll sowohl über vorhandene Induktionsschleifen als auch über eine Verkehrszählung erfasst werden. Auch die Bürger sollen Vorschläge einbringen.

Der Zeitplan ist nach Angaben von Gunther Stoldt folgender: Im Januar oder Februar soll die Ausschreibung erfolgen, anschließend die Vergabe. Nach den Osterferien könne die Arbeit beginnen: Zunächst werden Zahlen der Induktionsschleifen ausgewertet, auf deren Basis sollen Bürger und Verwaltung vor den Sommerferien mögliche Lösungen diskutieren. Nach den Sommerferien – laut Gunther Stoldt der standardmäßig gewählte Zeitraum für Verkehrszählungen – sollen Verkehrszähler mit Handzählern Autos, Radfahrer und Fußgänger erfassen.

Die Verwaltung erarbeitet drei Planungsvarianten inklusive Kostenschätzung. „Prämisse dabei ist, dass wir nur ein geringes Budget haben“, betont Gunther Stoldt. Diese drei Varianten sollen dann von Herbst bis zum Ende des Jahres erst in der Bezirksvertretung, dann mit den Bürgern diskutiert werden. Eine Entscheidung sei Anfang 2021 zu erwarten. Weil der Umfang des Gutachtens nun größer ist, werden die zunächst vorgesehenen 100 000 Euro dafür wahrscheinlich nicht ausreichen.

Die Umbauten werden dann wohl nicht noch im Jahr 2021 fertiggestellt sein. Das war zunächst der Plan gewesen, denn diese Frist gilt für Maßnahmen, die im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt Geld vom Land erhalten. Gunther Stoldt erklärt: „Wir bemühen uns um eine zweite Förderphase.“ Sollten die beschlossenen Maßnahmen förderfähig sein, werde auch das Gutachten als vorbereitende Maßnahme über das Programm Soziale Stadt refinanziert.

Zu dem Zeitplan sagt Christoph Brüssermann nur: „Dann passt das ja. Dann ist die Diskussion ja mitten im Wahlkampf.“ Man habe sie mehr als ein Jahr auf das Gutachten warten lassen. Und dass es nun einen größeren Umfang habe, könne er nicht sehen, sie hätten von Anfang an auch die umliegenden Straßen einbeziehen wollen.

Sedat Ugurman (SPD) weist die Vorwürfe zurück: „Die Heckinghauser Straße eignet sich nicht als Wahlkampfthema“, sagt er. Er findet, dass die CDU das Verfahren in die Länge gezogen hat: „Sie wollten ja die Zählung. Ich brauche kein Gutachten dafür, um zu erkennen, dass die Heckinghauser Straße überdimensioniert ist.“

Und er verwehrt sich gegen den Gedanken, dass Verkehrsdezernent Frank Meyer Wahlkampf für die SPD machen könnte. „Das ist hanebüchen.“ Meyer gehöre zur Verwaltung, sei nicht an politischen Spielen beteiligt. Die CDU habe schon öfter SPD-Dezernenten vorgeworfen, Politik zu machen. „Das ist ärgerlich“, sagt er.

Frank Meyer äußerte sich am Donnerstag nicht zu den politischen Vorwürfe, sondern ließ Gunther Stoldt die Sachfragen beantworten.

WZ vom 28.11.19

Intensive Betreuung für schulmüde Jugend

Die Teilnehmer bei der Übergabe des Fotobuchs an Sozialdezernent Stefan Kühn.⇥Foto: Stadt Wuppertal

Innerhalb von „Sicherung Schulabschluss Leben“ ist ein Fotobuch entstanden.

Wichlinghausen. Wie schafft man es, schulmüde Jugendliche wieder zum regelmäßigen Schulbesuch zu motivieren? Das wurde kürzlich im Zwischenstandsbericht des Programms „Sicherung Schulabschluss Leben“ (SiSaL) erläutert.

Das Projekt SiSaL richtet sich im Kern an junge Menschen der Hauptschule Wichlinghausen, der Max-Planck-Realschule und der Gesamtschule Langerfeld. Jugendliche, die die Schule entweder durch Abwesenheit vom Unterricht, auffallende Passivität oder massives Stören verweigern, werden von sozialpädagogischen Fachkräften begleitet. Ziel des Projekts SiSaL ist es, die Ursachen der Schulverweigerung zu beseitigen – damit wieder ein regelmäßiger Schulbesuch stattfindet und am Ende ein erfolgreicher Abschluss steht.

Den beteiligten Jugendlichen kommt im Rahmen des Projekts zum einen eine intensive Betreuung und individuelle Förderung im schulischen Raum zugute. Zum anderen erlernen die Teilnehmer in Gruppenprojekten handwerkliche, gestalterische und soziale Fähigkeiten, die den jungen Menschen im besten Fall berufliche Perspektiven aufzeigen und zugleich die Quartiere verschönern sollen. Zu den bisherigen Projekten gehörte beispielsweise ein Graffiti-Workshop, bei dem die betreuten Schüler unter Anleitung von Graffiti-Künstler und pädagogischer Fachkraft Benjamin Schmidt an der Hilgershöhe eine Mauer mit Vogel- und anderen Naturmotiven verzierten. Auch ein Urban Gardening-Projekt und ein Theaterworkshop fanden großen Anklang bei den Jugendlichen.

Im Rahmen eines Fotoprojekts haben diese gemeinsam mit den Sozialpädagoginnen Nadine Kappel und Christina Jorde (Wichernhaus) ein Buch erstellt, in dem Motive aus den Quartieren mit Kommentaren der Jugendlichen im Originalton versehen wurden. Das Buch gibt somit einen ungeschminkten Einblick und macht deutlich, was junge Menschen an und in ihren Quartieren mögen, was sie vermissen und wo sie Handlungsbedarf sehen. Das Fotobuch wurde von den beteiligten Jugendlichen kürzlich im urbanen Mitmachgarten an Sozialdezernent Stefan Kühn überreicht. Dieser Ort wurde gewählt, da dieser Garten bereits seit Beginn des Projekts im Jahr 2015 ein greifbares Beispiel dafür ist, wie SiSaL stetig weiter wächst.

Sozialdezernent Kühn lobte das Engagement der Schüler sowie den unermüdlichen Einsatz der Fachkräfte und den des durchführenden Trägers, der Wichernhaus gGmbH. Kühn wies zugleich darauf hin, dass solche Projekte wie SiSaL dank der finanziellen Förderung durch Europa erst ermöglicht werden. SiSaL-Projektkoordinator Rainer Scholz hob hervor, dass das Projekt in der jetzigen zweiten Förderphase sehr vom Einsatz der Honorarkräfte sowie von den Kooperationen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung mbH profitiert.

Das Projekt SiSaL läuft noch bis Mitte 2022 und wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Modellprogramms „Jugend stärken im Quartier“ gefördert. Weitere Fördergeber sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

WZ vom 22.11.19

Ungefilterte Eindrücke aus dem Quartier

Auffällige Schüler haben Fotobuch erstellt.

Schüler aus dem Projekt „Sicherung Schulabschluss Leben“ (SiSaL) haben als Teil eines Fotoprojekts ein Buch erstellt und das Sozialdezernent Stefan Kühn überreicht.

Im Rahmen des Fotoprojekts haben die Jugendlichen gemeinsam mit den Sozialpädagoginnen Nadine Kappel und Christina Jorde (Wichernhaus) ein Buch erstellt, in dem Motive aus den Quartieren mit Kommentaren der Jugendlichen im Originalton versehen wurden. Das Buch gibt einen ungeschminkten Einblick und macht deutlich, was junge Menschen an und in ihren Quartieren mögen, was sie vermissen und wo sie Handlungsbedarf sehen. Das Fotobuch wurde von den beteiligten Jugendlichen kürzlich im urbanen Mitmachgarten (Gelände Heinrich-Böll-Straße 200) überreicht.

Das Projekt SiSaL richtet sich im Kern an junge Menschen der Hauptschule Wichlinghausen, der Max-Planck-Realschule und der Gesamtschule Langerfeld. Jugendliche, die die Schule entweder durch Abwesenheit vom Unterricht, auffallende Passivität oder massives Stören verweigern, werden von sozialpädagogischen Fachkräften begleitet. Ziel des Projekts ist, die Ursachen der Schulverweigerung zu beseitigen – damit wieder ein regelmäßiger Schulbesuch stattfindet und am Ende ein erfolgreicher Abschluss steht.

Den Jugendlichen kommt im Rahmen des Projekts eine intensive Betreuung und individuelle Förderung im schulischen Raum zugute. Auch erlernen sie in Gruppenprojekten handwerkliche, gestalterische und soziale Fähigkeiten, die den jungen Menschen im besten Fall berufliche Perspektiven aufzeigen sollen.

Pressemitteilung Stadt Wuppertal 19.11.19

Fördermittel für Heckinghausen: Gustav-Müller-Anlage wird schöner und größer

Foto: Stadt Wuppertal

Gute Nachrichten und einen Förderbescheid in Höhe von 340.800 Euro hatte Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher im Gepäck, als sie im Heckinghauser Gaskessel Oberbürgermeister Andreas Mucke traf.

Der Förderbescheid, den Radermacher dabei hatte, ermöglicht jetzt die Umgestaltung der Gustav-Müller-Anlage. Sie soll im Quartier für mehr Aufenthalts- und Freizeitqualität sorgen, für unterschiedliche Generationen Spiel, Spaß und Entspannung bieten und das auf deutlich vergrößerter Nutzfläche als bisher.

Im Vorfeld hatten Kinder, Jugendliche und Senioren gemeinsam in einem einwöchigen Beteiligungsverfahren ihre Ideen für die Gustav-Müller-Anlage entwickelt. Wichtig war ihnen, dass die Anlage sowohl für Jung als auch für Alt was zu bieten hat. So wird es künftig Spiel-, Aufenthalts-, Ruhe- und auch Bewegungsbereiche geben. Konkret heißt das: neue Sitzmöglichkeiten, Schachtische und Ruhebänke, einen 230 Quadratmeter großen Bouleplatz und mehrere Trampoline zum Austoben. Diese wurden von den Kindern und Jugendlichen ausdrücklich gewünscht. Und sie haben auch ein großes Mitspracherecht, wenn es um die Auswahl der beiden weiteren Spielgeräte geht, die dort noch ihren Platz bekommen sollen. Insgesamt wird die Neugestaltung der Anlage 426.000 Euro kosten. 80 Prozent der Gesamtsumme werden aus Mitteln des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt Heckinghausen finanziert. Die Stadt muss einen 20 prozentigen Eigenanteil von 85.200 Euro leisten.

Wenn alles weiter klappt wie geplant, können die Arbeiten für die neue Gustav-Mülleranlage schon im kommenden Jahr beginnen.

Oberbürgermeister: Heckinghausen kommt voran

Oberbürgermeister Andreas Mucke: „In Heckinghausen passiert in der letzten Zeit so viel Positives: Der Stadtteiltreff wird im Rahmen des Projektes Soziale Stadt neu gebaut, der Gaskessel wurde mittels privater Investitionen zu einem Highlight entwickelt, zahlreiche Kinderspielplätze werden modernisiert, Leerstände neu genutzt und nun kommt  eine weitere schöne neue Maßnahme mit der Neugestaltung der Gustav-Müller – Anlage dazu. Das ist ein weiterer Schritt, der Heckinghausen voran bringt. Das Förderprogramm Soziale Stadt ist eine großartige Möglichkeit, gezielt und vor allem unter Einbeziehung der im Stadtteil lebenden Menschen den Stadtteil attraktiver und lebenswerter zu machen.“

Zusätzlich zum Förderbescheid für die Gustav Mülleranlage brachte die Regierungspräsidentin noch weitere Fördermittel mit: So werden auch das Hof- und Fassadenprogramm und die Eigentümerberatung in Heckinghausen weiter gefördert. Die Gesamtsumme liegt inklusive der Förderung für die Gustav-Müller-Anlage bei über 488.000 Euro.

WZ vom 16.11.19

Gustav-Müller-Anlage kommt 2020

Stadtkämmerer Johannes Slawig (v.l.), Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann und Oberbürgermeister Andreas Mucke nahmen den Förderbescheid von Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, NRW-Stadtplanerin Ingrid Dreßigacker und Theodara Karinou von der Städtebauförderung Düsseldorf entgegen. Im Hintergrund ist die Baustelle für den neuen Stadtteiltreff zu sehen.⇥Foto: Gerhard Bartsch

Heckinghausen erhielt am Freitag die Förderzusage für den Spielplatz über knapp 500 000 Euro.

Mittel: Bisher hat die Bezirksregierung 6,4 Millionen Euro seit 2016 in Projekte in Heckinghausen gesteckt. 13,8 Millionen sind insgesamt aus Fördermitteln vorgesehen, die aber immer projektbezogen ausgeschüttet werden. Das ganze Entwicklungskonzept für den Stadtteil sieht Ausgaben von 17 Millionen Euro vor. Zukünftige Projekte in Höhe von 6,9 Millionen Euro sind laut Bezirksregierung in Planung.

Von Eike Rüdebusch

Heckighausen. Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann freut sich. Er sagt, er könne „nur strahlend durch Heckinghausen laufen“. Denn Birgitta Radermacher, Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Düsseldorf, hat am Freitag symbolisch fast 490 000 Euro für das Stadtentwicklungsprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ überreicht. Damit soll der Spielplatz der Gustav-Müller-Anlage modernisiert werden.

„Wir haben schon fünf Spielplätze hier modernisiert – vier davon aus Mitteln der sozialen Stadt“, sagt Brüssermann. „Ich bekomme langsam Neid von den Kollegen aus den anderen Stadtteilen“, sagt er halb im Scherz. Denn die Stadt hat häufig kein Geld für die Sanierung von Spielplätzen. Da kommen Fördermittel aus Düsseldorf natürlich gelegen.

Radermacher, die bis 2017 Polizeipräsidentin in Wuppertal war, hielt nicht mit ihrem Lob für das Projekt zurück, dass die meisten Mittel dieses Bescheid bekommen wird – eben der Spielplatz, der mit 340 000 Euro bezuschusst wird. Die Gesamtkosten sollen bei 426 000 Euro liegen.

2018 haben Kinder, Jugendliche und Senioren das Areal geplant

Der war 2018 gemeinsam von Senioren, Kindern und Jugendlichen geplant worden. Es gab eine Projektwoche, in der die Anlage nach den Bedürfnissen aller Gruppen konzipiert worden ist. Der Rat hat im Februar zugestimmt, danach ging der Antrag nach Düsseldorf, jetzt ist das Geld da und damit die Finanzierung gesichert. Gebaut werden soll im kommenden Jahr.

Radermacher lobte das Vorgehen: Das Nebeneinander von Altenheim und Spielplatz kenne sie sonst nur als „Quell steter Freude“, sagte sie ironisch. Spielplätze seien Anliegern sonst eher zu laut, Leute ärgerten sich über fliegende Fußbälle und so weiter. „Die Idee, dass die Gruppen an einem Tisch sitzen und das gemeinsam entwickeln, finde ich toll. Wirklich, wirklich großartig“, sagte sie. Das Vorgehen sorge auch für mehr Wertschätzung der Menschen. Sie sähen, dass das, was sie geplant haben, auch umgesetzt werde.

Britta Jobst, Koordinatorin der Sozialen Stadt, freut sich sehr. Die Ideen für den Spielplatz habe man zum ersten Mal mit Senioren, Kindern und Jugendlichen entwickelt, die schnelle Umsetzung sei sehr schön. Vor allem weil die Bezirksregierung dieses Vorgehen so hervorhebe und wertschätze. Auch Jobst betont, dass die Umsetzung der eigenen Planung positiv aufgenommen werde bei den Beteiligten. „Das sorgt für eine andere Identifikation mit dem Stadtteil und dem Platz“, sagt sie. Die Leute fühlten sich wohler mit dem, was da passiert, wenn sie Einfluss nehmen.

Auf dem Spielplatz wird es künftig Spiel-, Aufenthalts-, Ruhe- und auch Bewegungsbereiche geben. Konkret heißt das: neue Sitzmöglichkeiten, Schachtische und Ruhebänke, einen 230 Quadratmeter großen Bouleplatz und mehrere Trampoline zum Austoben. Diese wurden von den Kindern und Jugendlichen ausdrücklich gewünscht. „Und sie haben auch ein großes Mitspracherecht, wenn es um die Auswahl der beiden weiteren Spielgeräte geht, die dort noch ihren Platz bekommen sollen“, erklärt Stadtsprecherin Ulrike Schmidt-Keßler.

Neben 340 800 Euro, die der Bezirk für die Anlage dazu gibt, fließt der Rest in die Fortsetzung des Hof- und Fassadenprogramms und die Weiterführung der Eigentümerberatung – 125 000 und 60 000 Euro.

Oberbürgermeister Andreas Mucke freute sich, dass das Programm, das Eigentümer dabei unterstützt, ihre Häuser zu sanieren, weitergeführt wird. Das sei wichtig, um den Stadtteil weiter aufzuwerten. Gerade in der Tallage. Über das Programm gibt es 40 Prozent Förderung für Eigentümer, die ihre Häuser aufwerten wollen. Mucke setzt dabei auf den Domino-Effekt – wenn ein Haus in der Straße schöner wird, passiert bei den anderen auch eher etwas. „Nur wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, verbessern wir das Stadtbild“, sagte Radermacher.

WZ vom 30.10.19

Stadtteiltreff in Heckinghausen wächst

Vom Gaskessel aus lässt sich der Grundriss des Stadtteilzentrums gut sehen.⇥Foto: Anna Schwartz

Vom Gaskessel aus lässt sich der Grundriss des Stadtteilzentrums gut sehen.⇥Foto: Anna Schwartz

Der Rohbau soll Ende des Jahres stehen. Das komplette Gebäude an der Heckinghauser Straße könnte Ende 2020 fertig sein.Von Anke Strotmann

Geld: Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (Efre) unterstützt Regionen mit Entwicklungsrückständen und Strukturproblemen. In NRW finanziert er Maßnahmen, die Kommunen in NRW dabei unterstützen, benachteiligte Gruppen zu integrieren und die Städte und Quartiere lebenswerter zu gestalten. Rund 352 Milliarden Euro sind für die regionale Entwicklung in der Periode von 2014 bis 2020 vorgesehen. Das ist fast ein Drittel des EU-Haushalts.

Heckinghausen. Der Rohbau wächst von Tag zu Tag. Seit im August die Bauarbeiten für das neue Stadteilzentrum an der Heckinghauser Straße 195 begonnen haben, scheint man quasi zuschauen zu können, wie das neue Gebäude entsteht. „Aktuell läuft es sehr zügig“, sagt Andrea Simon, Projektleiterin des Gebäudemanagements Wuppertal (GMW). Das sei bei Rohbauten nicht ungewöhnlich. „Wenn das Wetter so bleibt und es nicht in Strömen gießt, wird der Rohbau Ende des Jahres fertig“, sagt Simon. Die Sparren für den Dachstuhl sollen im Januar aufgesetzt werden, Ende des Monats könnte dann schon das Richtfest gefeiert werden. Anschließend werde die Fassade aufgesetzt und das Gebäude geschlossen.

Andrea Simon rechnet damit, dass im Frühjahr mit dem Innenausbau begonnen werden kann. „Er kann zum Teil parallel zu den Außenarbeiten erfolgen“, sagt die Projektleiterin. Der Terminplan sehe vor, bis Ende 2020 fertig zu sein. „Das ist ein strammer Plan, der aber von vornherein so gesetzt war“, sagt Simon. Bislang sind keine Hindernisse aufgetaucht, die das Projektziel gefährden würden. Nur beim Abriss waren Keller aus der Vorkriegszeit entdeckt worden. Diese waren bereits verfüllt und nicht in den Plänen verzeichnet. „Das hat aber keine nennenswerten Zeitverzögerungen verursacht“, sagt Simon. Der alte Stadtteiltreff war zu klein für das gut nachgefragte Angebot

Der Neubau wird nötig, weil der bisherige Stadtteiltreff aus allen Nähten platzte. Das neue Gebäude hat eine deutlich größere Nutzfläche, die dem künftigen Stadtteilzentrum zur Verfügung steht. Von rund 630 Quadratmetern Fläche wird das Angebot mit 1700 Quadratmetern fast verdreifacht. Statt eines eingeschossigen Gebäudes entsteht ein dreigeschossiges Objekt. Die Kosten für das neue Gebäude liegen bei fünf Millionen Euro, von denen die EU im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Heckinghausen“ aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) 90 Prozent übernimmt. Die Stadt Wuppertal steuert den Rest der Summe bei.

Inzwischen sind zwei der drei Geschosse bereits fast fertig. „Wir sind gerade in den Endzügen der ersten Etage“, sagt Andrea Simon. Der Leiter des Stadtteiltreffs, Christof Oliveri, findet es spannend zuzuschauen, wie schnell der Rohbau errichtet wird: „Interessant ist die Ansicht vom Gaskessel aus, da ist bereits der Grundriss zu erkennen“, sagt Oliveri, der sich besonders auf das größere Platzangebot freut. Der klassische Offene Kinder- und Jugendtreff soll ausgebaut werden und mit einer Kletterwand einen neuen Schwerpunkt im Bereich Sport- und Erlebnispädagogik bekommen. Außerdem soll es ein Eltern- und Familiencafé und Familienfreizeiten geben, aber auch Bildungsangebote oder Platz für Gruppen, Initiativen und Vereine. „Aus dem Stadtteiltreff wird damit ein Stadtteilzentrum“, sagt Oliveri.

Die Pläne sehen einen zweiteiligen Gebäudekomplex vor, dessen östlicher Teil parallel zur Heckinghauser Straße verläuft und dessen zweiter Teil im 45-Grad-Winkel dazu angebaut wird. Das größere Gebäude kann dann auch parallel von mehreren Gruppen genutzt werden. Gruppen aus dem Stadtteil wie der Ortsverein „Zwar – Zwischen Arbeit und Ruhestand“ können sich zum Beispiel zurzeit nur abends treffen, wenn der Offene Kinder- und Jugendtreff geschlossen ist.

Auch mehrere Eingänge erleichtern die Mehrfachnutzung: „Die neuen Eingänge eröffnen die Möglichkeit, einzelne Gebäudebereiche auch außerhalb der Kernzeiten zu öffnen“, sagt Christof Oliveri. Er genieße es jedes Mal, wenn er sehe, dass „viele Menschen auf der Baustelle zugange sind“.

Obwohl der Rohbau fast steht, wird der Innenausbau seine Zeit brauchen. Es fehlen unter anderem noch Kabel, Leitungen für Sanitär und Heizung sowie Böden und die Fassade. „Der Rohbau ist wie ein Skelett“, sagt Projektleiterin Andrea Simon. „Damit das Gebäude funktioniert, fehlen noch Nervenstränge, Muskeln und die Haut.“

WZ vom 22.10.19

Recyclinghof soll 2020 in Betrieb gehen

Auf dem Brachgelände zwischen Bahngleisen und Widukindstraße eröffnet die AWG im kommenden Jahr einen neuen Recyclinghof. ⇥Foto: Stefan Fries

Auf dem Brachgelände zwischen Bahngleisen und Widukindstraße eröffnet die AWG im kommenden Jahr einen neuen Recyclinghof. ⇥Foto: Stefan Fries

Der Bauantrag ist eingereicht. Neubau des Kulturzentrums gegenüber verzögert sich.

Von Katharina Rüth

Heckinghausen.Viele Brachflächen prägen derzeit das Bild an der Widukindstraße. Dabei gibt es für einige dafür durchaus Pläne. Doch ihre Umsetzung steht noch aus. Als schnellstes wird wohl der Recyclinghof an den Bahngleisen fertig.

„Der Bauantrag ist eingereicht“, sagt Klaus Steinbrink, Abteilungsleiter Logistik bei der AWG (Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal). Sobald die Baugenehmigung vorliege, soll die Ausschreibung folgen, etwa Anfang des Jahres könnten die etwa dreimonatigen Bauarbeiten beginnen. Der grobe Plan sehe vor, dass im Frühjahr 2020 die Recyclinghöfe Münzstraße und Badische Straße an der Widukindstraße zusammenziehen. „Aber das ist jetzt sehr sportlich“, schränkt er ein. „Das hängt auch von den Wetterverhältnissen ab.“

Das Gelände sei mit Altlasten belastet und müsse saniert werden, erklärt Steinbrink. Wegen der leichten Hanglage zu den Schienen hin werde es – ähnlich wie das Grundstück des Bauhaus-Baumarkts – an den Schienen zu einer Ebene aufgefüllt und versiegelt. Eine alte Laderampe der Bahn müsse auch entfernt werden. Gebaut würden ein Gebäude für die Schadstoffannahme und ein Hochlager sowie Zäune und eine Toranlage.

Die Recyclinghöfe werden verlegt, weil das Gelände an der Münzstraße für das geplante Bauprojekt Heubruch gebraucht wird. Dort sind bis zu 300 Wohneinheiten geplant. Weil der neue Standort an der Widukindstraße nicht weit entfernt vom Recyclinghof Badische Straße liegt, beschloss die AWG, beide zusammenzulegen. Baugenehmigung für das Kulturzentrum liegt vor

Ebenfalls im Frühjahr 2020 könnten die Arbeitern für das kurdische Kulturzentrum beginnen: „Es ist geplant, dass wir etwa ab Mitte März bauen“, sagt Kamal Salleh, Vorsitzender des Vereins. Der will an der Ecke Widukindstraße/Feuerstraße ein viergeschossiges Haus mit einem Mehrzweckraum sowie Gebets- und Seminarräumen errichten. Auf einem weiteren Grundstück in der gleichen Straße sind zugehörige Parkplätze geplant. Bisher nutzt der Verein ein Haus an der Werléstraße, das ihm aber zu klein geworden ist.

Die Baugenehmigung hätten sie Ende Juli erhalten, sagt Salleh. Doch sie hätten nicht vor dem Winter mit dem Bauen beginnen wollen. Die Finanzierung sei auch noch nicht zu 100 Prozent gesichert, aber sie hofften, dass sich weitere Spender finden, sobald sie mit dem Bau beginnen. Auch wenn viele beteiligte Unternehmen ihre Preise für ein solches Projekt senkten, so sei es wohl nicht unter 800 000 Euro zu verwirklichen, schätzt er.

Im Gespräch war auch, dass ein Autohändler auf der Brache zwischen Feuer- und Schnurstraße ein Autohaus baut. Der Händler war für die WZ kurzfristig nicht erreichbar. Auch Bezirksbürgermeister Christioph Brüssermann hat zu diesem Thema länger nichts gehört. „Da muss man einfach abwarten“, sagt er.

Positiv sieht er den Recyclinghof, der dann zentral in Heckinghausen und zudem neben einem Baumarkt liege. Enttäuscht ist er, dass das an der Brändströmstraße liegende Areal neben den Schienen nicht genutzt werden kann, um dort im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt Spiel- und Sportgeräte für Kinder und Jugendliche aufzustellen. „Die Bahn will dieses Gelände behalten“, erklärt er. Damit sei zu seinem Bedauern auch der Plan geplatzt, von dort bis zur Alten Zollbrücke eine Baumreihe aufzustellen, die die Projekte der Sozialen Stadt verbindet.

Rundschau vom 9.10.19

WZ vom 19.9.19

WZ vom 6.9.19

Rundschau vom 4.9.19

Was macht Heckinghausen besonders?

Ideen für die Zukunft: Fotowettbewerb in Heckinghausen

Foto: Rundschau

Wuppertal Bürgerbeteiligung mal anders: Unter dem Motto „Ich sehe was, was Du nicht siehst…“ startet am Samstag (14. September 2019) in Heckinghausen ein besonderes Projekt. Dabei geht es um Ideen für die Zukunft des Stadtteils. Was macht Heckinghausen besonders?

Wo sollte der Stadtteil verschönert werden? Wie kann sich Heckinghausen für die Zukunft fit machen? Teilnehmen können alle Menschen, die in Heckinghausen leben – und das ganz einfach in einem Foto-Wettbewerb. So geht’s: Beim Spaziergang, auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule ein Foto machen, eine Idee dazu notieren und online unter www.qbhh.de einreichen. Gefragt sind Fotos von Einzelnen ebenso wie von Gruppen.

Der Foto-Wettbewerb läuft bis zum 3. November. Und weil es ein Wettbewerb ist, gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen: Als 1. Preis lockt eine Einladung zum Besuch des Heckinghauser Gaskessels samt Essen, Licht-Show und Skywalk für zwei Personen. Gruppen können sich beim 1. Preis über 300 Euro freuen – aber natürlich werden auch weitere Plätze prämiert. Weitere Infos zur Aktion gibt es online unter: www.qbhh.de.

Wer beim Wettbewerb mitmachen möchte, aber seinen Foto-Künsten noch nicht traut: Am Samstag, 14. September, startet ein kostenloser Foto-Workshop im Quartierbüro in der Heckinghauser Straße 196. Teilnehmer können sich vorab per Mail an info@qbhh.de oder telefonisch unter 0202/47 85 79 93 anmelden.

Am 16. Januar 2020 werden die besten Visionen von Heckinghausen bei einer Vernissage im Rahmen eines Neujahrsempfangs prämiert.

Das Projekt wird mit Mitteln des Verfügungsfonds im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ finanziert.

„Alle Stadtteile haben Potenzial. Es muss nur sichtbar gemacht werden. Mit den Projekten der ‚Sozialen Stadt‘ haben wir schon erfolgreich in anderen Stadtteilen mehr Lebensqualität geschaffen. Daran arbeiten wir jetzt mit Hochdruck auch in Heckinghausen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen im Stadtteil die Möglichkeit ergreifen, ihre Ideen einzubringen“, so Oberbürgermeister Andreas Mucke.

„Der Fotowettbewerb ist absichtlich in die ‚Woche des bürgerschaftlichen Engagements‘ eingebettet“, so Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn. „Heckinghausen ist vom 13. bis zum 22. September mit dabei und feiert zum Abschluss ein Nachbarschaftsfest rund um den Gaskessel. Schon daran wird deutlich, wie lebendig der Stadtteil ist und dass es sich lohnt, sich für die Zukunft des Quartiers zu engagieren.“

WZ vom 31.8.19

Rundschau vom 25.8.19

„Sprachcamp Heckinghausen“ als Integrations-Schlüssel

Foto: GESA

Wuppertal Sprache ich ein wichtiger Schlüssel zur Integration und öffnet Türen. Deshalb ist es wichtig, Kindern Möglichkeiten zu eröffnen, Deutsch im Umgang miteinander zu lernen. Das „Sprachcamp Heckinghausen“ des Wuppertaler Sozialträgers GESA bot während der Sommerferien eine solche Gelegenheit.

Zweieinhalb Wochen lang diente das Projekt, das am Freitag (23. August 2019) zu Ende ging, der Sprachförderung und schuf für insgesamt 16 Mädchen und Jungen die Gelegenheit, ihre neue Heimat Wuppertal kennen zu lernen. Gefördert wurde das Projekt über den Kinder- und Jugendförderplan vom Landschaftsverband Rheinland (LVR). Es richtete sich an zugewanderte Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse.

Die Sprachenvielfalt innerhalb der Gruppe war groß. Die Familien der Kinder sind aufgrund von Krieg oder politischer Verfolgung zugewandert. Sie stammen aus Tadschikistan, Syrien, Moldawien oder Rumänien. „Die Schüler sprechen nach Möglichkeit Deutsch miteinander, teilweise auch Russisch, Arabisch, Rumänisch oder Englisch. Manchmal müssen auch Hände und Füße zur Unterstützung hinzugenommen werden. Aber die Kinder finden immer einen Weg, sich untereinander zu verständigen“, so Wian Baschar, eine der Betreuerinnen des Projekts und Honorarkraft der GESA.

Gemeinsam mit den Betreuerinnen erarbeiteten die Kinder Arbeitsblätter – zu Beginn ging es ganz einfach los: Erst lernten die Kinder die Namen der Monate. Dann die Wochentage. Mittlerweile wurden fleißig Verben geübt. Da die Konjugation im Deutschen nicht immer Spaß macht, ergänzten spielerische Elemente das Projekt.

Kinder lernen Sprache und Kommunikation im gemeinsamen Miteinander. Gerade im Vor- und Grundschulalter sehen Bildungsforscher viele Möglichkeiten für spielerische, beiläufige Sprachförderung. Egal ob durch gemeinsames Spielen oder indem Situationen geschaffen werden, in denen die Kinder die Lust verspüren zu reden – wie zum Beispiel während eines Ausflugs.

Foto: GESA

Ausflüge sind der GESA ein wichtiges Anliegen im Sprachcamp Heckinghausen. Sie führten die Kinder an Orte, welche die Eltern teilweise nicht kennen oder bezahlen können. Egal ob ein Besuch beim Bowling, ein Rundgang durch die Wuppertaler Bibliothek, die obligatorische Schwebebahnfahrt oder ein Blick ins Studio des Radio Wuppertal. Zum Projekt gehöret, dass die Kinder regelmäßig Tagebucheinträge schrieben. Denn: Schreiben verfestigt das Gelernte, stärkte das Selbstwertgefühl und macht Spaß. Wenn die Worte noch nicht ausreichten, durfte auch mal ein Bild die Seite schmücken.

Ergänzt wurde das Heckinghauser Sprachcamp durch ein wöchentliches Elternfrühstück, das sich an die Erwachsenen richtete. Es bot Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch und zum Kennenlernen. Auch Fragen konnten hier gestellt werden: Die drehten sich häufig rund um das deutsche Schulsystem und Hilfsmöglichkeiten. Welche Schulformen existieren? Wie erhält man Nachhilfe? Einige der Eltern haben in ihrem Heimatland das Abitur gemacht und wünschen sich das auch für ihre Kinder. Dann sucht man gemeinsam nach dem besten Weg für den Nachwuchs.

Insgesamt drei Wochen setzten sich die Kinder intensiv mit der neuen Sprache auseinander. Es endete mit einem gemeinsamen Abschlussfest. Danach ging es für die Kinder zurück in die Schulen. Ahmad hat für die Zukunft schon große Pläne geschmiedet. „Ich finde Autos super. Irgendwann möchte ich helfen, welche zu bauen“, so der Zehnjährige. Zum Glück bietet das Bergische Städtedreieck eine große Auswahl an Automobilzulieferern. Das Sprachcamp Heckinghausen ist ein erster Schritt auf diesem Weg.

WZ vom 23.8.19

WZ vom 13.7.19

WZ vom 10.7.19

WZ vom 24.6.19

WZ vom 22.6.19

WZ vom 20.6.19

Rundschau vom 12.6.19

Heckinghauser Bleicherfest

Feilschen, Stöbern und Genießen

Wuppertal Im September 1975 feierten die Heckinghauser mit rund 100.000 Gästen das Jubiläum der Wupperbrücke, die Heckinghausen und Langerfeld verband. Aus diesem Brückenfest wurde das Bleicherfest entwickelt, dessen 44. Auflage am Sonntag (16. Juni 2019) steigt.

Von Klaus-Günther Conrads

Vom frühen Morgen (4 Uhr), wenn bei Sonnenaufgang die ersten Schnäppchenjäger unterwegs sind, bis 18 Uhr kann in der Widukind- und Werléstraße mit ihren Nebenstraßen kräftig gefeilscht werden. Das Bleicherfest ist einer der größten Flohmärkte in Wuppertal und ein internationales, multikulturelles Begegnungsfest. Offiziell eröffnet Jürgen Nasemann, Vorsitzender des Bezirksvereins Heckinghausen, am Sonntag um 11 Uhr das Fest. Dann spricht Schirmherr Oberbürgermeister Andreas Mucke – und die Langerfelder Bleichergruppe zeigt das traditionelle Bleich-Handwerk.

Auf der Bühne im Wendehammer Werléstraße spielt ab 12 Uhr die Gruppe „Eiländ“ von der Bergischen Musikschule Rock, Pop und Soul. Um 13 Uhr kommen die „Wupper Blazer“ unter Leitung von Yume Stock und eine Band von Kai Angermann. Den musikalischen Schlusspunkt setzt ab 14.30 Uhr die Band „Framework“. Das gastronomische Angebot der Heckinghauser Vereine konzentriert sich auf das Umfeld der Bühne im Wendehammer der Werléstraße. Jürgen Nasemann: „Der Erlös des Bleicherfestes fließt in soziale Projekte, wie Weihnachtspäckchen für die Bewohner der Heckinghauser Altenheime, Pflege der Blumenkästen, das Kinderfest, ’Rosis Ruhebank’ in der Werléstraße und das ,Schaufenster Heckinghausen’. “

WZ vom 7.6.19



Rundschau vom 6.6.19

Neue Kita in der Kleestraße eröffnet

Wuppertal In der Kleestraße 68 in Heckinghausen finden jetzt mehr als 100 Kinder Platz zum Spielen, Lernen und Toben: Dort wurde eine neue Tageseinrichtung für Kinder offiziell eingeweiht. Die sechsgruppige Einrichtung soll das Betreuungsangebot im Stadtteil verbessern – besonders für Kinder unter drei Jahren. In Heckinghausen gibt es aktuell 70 Plätze für Kinder unter drei Jahren.

Die neue Kita ist auf einem früheren Schulgrundstück erbaut worden. Von Januar 2017 bis April 2018 wurde die sechsgruppige Kindertagesstätte fertiggestellt. Es ist ein zweigeschossiger Massivbau mit rund 1.700 Quadratmetern Gesamtfläche. Das Gebäude ist barrierefrei, hat eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und wurde in Annäherung an den Passivhausstandard gedämmt.

Das Gebäude bietet Platz für bis zu 105 Kinder. Alle Gruppenräume haben einen direkten Ausgang nach außen. Im Erdgeschoss führen die Ausgänge unmittelbar auf das südliche Außengelände, im Obergeschossüber einen Laubengang mit Außentreppe auf das östliche Außen- und Spielgelände mit seinen insgesamt rund 2.300 Quadratmetern. Die Baukosten betrugen inklusive der Gestaltung der Außenfläche rund 3,77 Millionen Euro.

Im September 2018 konnten Kinder das neue Gebäude beziehen. Aktuell werden zwei Gruppen mit 37 Kindern aus neun Nationen im Alter von einem bis sechs Jahren betreut. Das übernimmt ein Team von fünf pädagogischen Fachkräften unter Leitung von Beate Fabianski. Zurzeit beherbergt die Einrichtung noch drei Gruppen aus der Tageseinrichtung in der Leibuschstraße: Diese waren auf eine schnelle Unterbringung angewiesen, nachdem die eigene Einrichtung beim Unwetter Ende Mai vorigen Jahres Schaden genommen hatte. Wenn die Kinder aus der Leibuschstraße wieder zurückziehen, werden an der Kleestraße nach und nach neue Gruppen eröffnet.

Noch 2008 konnten nur 678 Plätze für unter dreijährige Kinder in Kindertageseinrichtungen angeboten werden. Heute sind es 2.409 Plätze. Die Stadt arbeitet daran, weitere Tageseinrichtungen zu schaffen und so den Rechtsanspruch gerade unter Dreijähriger zu erfüllen.

WZ vom 6.6.19

WZ vom 5.6.19

WZ vom 14.5.19

WZ vom 21.2.19

WZ vom 18.2.19

WZ vom 13.2.19

WZ vom 7.2.19

Gustav-Müller-Anlage soll aufgewertet werden

Heckinghausen. In der Bezirksvertretung wurden die Pläne vorgestellt. Der Rat muss entscheiden.

„Es wird nichts mehr so sein, wie Sie es kennen“, sagte Oshtoud Daghighian, als er den Bezirksvertretern die Pläne zur Erneuerung der Gustav-Müller-Anlage vorstellte. Daghighian ist Landschaftsarchitekt im Grünflächenressort. Und in die Pläne sind die Anregungen eingeflossen, die Jugendliche und Senioren im vergangenen Jahr gegeben haben. Wenn es der Rat am 25. Februar so beschließt, wird die Maßnahme bis zum 28. Februar im Rahmen des Programms Soziale Stadt Heckinghausen beantragt. 426 000 Euro setzt die Stadt an, 80 Prozent davon würden bei Bewilligung aus dem Förderprogramm finanziert. Ende dieses Jahres könnte die Entscheidung fallen, 2020 mit den Arbeiten begonnen werden. Gut die Hälfte des Eigenanteils ist im Haushalt 2020/21 für das kommende Jahr eingeplant. Die Umsetzung der Maßnahme steht unter Finanzierungsvorbehalt bis zur Entscheidung über den nächsten Doppelhaushalt.

Der Plan zur Aufwertung Anlage, entstand vor dem Hintergrund, dass in Heckinghausen Grün- und Spielflächen fehlen. Mit ihr soll auch die Lebensqualität im Quartier erhöht werden. Die Anlage würde zum einen um 750 Quadratmeter größer, weil bisher befestigte Flächen einbezogen werden und weil eine Böschung zur Spiekerstraße hin abgetragen wird. Auf 230 Quadratmetern entsteht ein Bouleplatz. Es wird darüber hinaus zwei Spielbereiche geben. Der eine wird komplett mit Fallschutz versehen und beherbergt eine Trampolin-Kombination, die sich die Kinder gewünscht haben. Mitspracherecht haben sie auch, welche Geräte auf den anderen kommen sollen.

Ein Wetterpilz, zwei Schachtische mit Hockern und mehrere Bänke sollen zum Verweilen einladen. Hinzu kommen drehbare Relax-Liegen auf dem Rasen. Kleine und größere begrünte Hügel lockern das Ganze auf. Sie werden unterschiedlich bepflanzt. Bienen- und insektenfreundliche Blumen und Sträucher sollen bevorzugt werden. Am Ende der Wegeverbindung, die sich zur Straße Auf der Bleiche hin zu einem kleinen Platz erweitert, bekommt das bestehende Gustav-Müller-Denkmal einen Ehrenplatz.

WZ vom 5.2.19

Heckinghausen erfindet sich neu

Heckinghausen Planungen für Bayer-Platz und Gustav-Müller-Anlage beschäftigen die Bezirksvertretung.

. Es wird konkret: Das Förderprogramm Soziale Stadt dürfte Heckinghausen weit nach vorne bringen. Unter anderem wird dadurch ein Neubau des Stadtteiltreffs an der Heckinghauser Straße finanziert – der dann mehr als jetzt Stadtteilzentrum sein wird. Doch zahlreiche andere Projekte gehören ebenfalls zum Programm. Mit der Neugestaltung des Bayer-Platzes sowie der Gustav-Müller-Anlage beschäftigt sich am kommenden Dienstag, 19 Uhr, die Bezirksvertretung Heckinghausen. „Es geht bald richtig los“, freut sich auch Britta Jobst, Koordinatorin des Projektes Soziale Stadt in der Wuppertaler Verwaltung.

Eine kleine grüne Oase soll im Stadtteil entstehen

Der Bayer-Platz gegenüber des Baumarktes an der Widukindstraße ist aktuell etwa 2000 Quadratmeter groß und „liegt als Insel in einer verkehrlich ausgebauten Situation“, heißt es in der Vorlage der Stadt. Eine Insel, die wie Akteure aus dem Stadtteil in der Vergangenheit gegenüber der WZ erklärten, vor allem auch von „Leuten mit viel Tagesfreizeit“ aufgesucht werde. Eher trostlos ist aktuell das Erscheinungsbild.  Das soll sich ändern und eine „kleine, aber feine grüne Oase inmitten von Heckinghausen entstehen“, wie die Stadt ankündigt.

Das Areal soll die Menschen in Heckinghausen – kultur- und generationenübergreifend – zum Verweilen einladen „und somit zu einem Ort werden, der informelle Begegnungen untereinander ermöglicht, soziale Kontakte fördert sowie gerne und auf unterschiedliche Art und Weise genutzt wird“.  Dazu werde der Bayer-Platz komplett neu strukturiert und durch die Entsiegelung des bisherigen Wendehammers (Werléstraße/Waldeckstraße) auf etwa 2370 Quadratmeter vergrößert. Die dazugewonnene Fläche ist für Urban Gardening vorgesehen.

Von der Gesamtsumme in Höhe von 585 000 Euro werden laut Stadt 90 Prozent gefördert. Mit den Arbeiten soll im Februar 2019 begonnen werden.  Der konkrete Zeitplan wird derzeit erstellt. Die Fertigstellung ist für 2021 anvisiert.

2020 könnten die Arbeiten an der Gustav-Müller-Anlage starten. Die Neugestaltung des Areals soll ebenfalls als Fördermaßnahme für die Soziale Stadt Heckinghausen angemeldet werden. Der kleine, von dem 1969 verstorbenen Fabrikanten Gustav Müller gestiftete Park gegenüber des Lazarushauses sollte ursprünglich der Erholung alter Menschen dienen, entwickelte sich aber immer mehr zu einem Treff für Kinder und Jugendliche. Von einer Schaukel ist nur noch das Gestell übrig.

In einem einwöchigen Beteiligungsverfahren in den Osterferien 2018 band die Stadt die Heckinghauser Bürger bei der Planung und Gestaltung der neuen Gustav-Müller-Anlage intensiv ein. Erstmalig arbeiteten Kinder, Jugendliche und Senioren gemeinsam in kleinen Gruppen zusammen, tauschten sich aus und entwickelten Ideen und Modelle.

Zukünftig gliedert sich die Gustav-Müller-Anlage, wie die Stadt ankündigt, in Spiel- und Aufenthaltsbereiche. „Die Wegeverbindungen unterteilen die verschiedenen Bereiche, ohne trennend zu wirken.“ Am Ende der Wegeverbindung, die sich zur Straße Auf der Bleiche hin zu einem kleinen Platz erweitert, bekommt das bestehende Gustav-Müller-Denkmal einen Ehrenplatz.

Stadt Wuppertal – Pressemeldung 5.2.19

Bayer-Platz: Mehr Grün in Heckinghausen

Für Heckinghausen gibt es zu Jahresbeginn gute Neuigkeiten. Der Bayer-Platz wird größer, neu und grüner gestaltet.

Das Projekt „Aufwertung Bayer-Platz wird mit 526.500 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE NRW 2014-2020) „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ gefördert. Die Gesamtkosten sind mit 585.000 Euro veranschlagt. Dafür soll am Bayer-Platz eine Menge passieren: Der jetzige Platz mit einer Größe von rund 2.000 Quadratmetern soll auf 2.370 Quadratmeter vergrößert werden. Dafür wird ein Teil des Wendehammers Werléstraße/Waldeckstraße entsiegelt. Dort entsteht Platz für zwölf Hochbeete und Urban Gardening. Zukünftig werden dort kleine und große Menschen aus Heckinghausen gärtnern. Interesse angemeldet haben dafür bereits Kindergärten, eine Grundschule, das Stadtteilzentrum und Senioren-Einrichtungen. Auch wird der Platz künftig barrierefrei von allen Seiten begeh- und befahrbar sein.

Bolzplatz mit Kunstrasen

Im Bereich Waldeckstraße/Widukindstraße entsteht ein Bolzplatz, der mit Kunstrasenbelag und einer Netzüberspannung für ungefährlichen Kicker-Spaß sorgen soll. Daran schließt sich – als optische Trennung zum Straßenraum – ein Rasenhügel mit Bäumen an. Dieser darf auch gerne als Sitz- und Liegefläche genutzt werden. An der Werléstraße wird eine Rasenfläche mit Parkbänken zum Ausruhen einladen. Vier hohe Mastleuchten werden künftig nicht nur den Eingang zum Platz markieren, sondern auch für das richtige Sicherheitsgefühl sorgen.

„Gerade in einem so eng bebauten Stadtteil wie Heckinghausen ist die Aufwertung des Platzes als Grünanlage und für Urban Gardening wichtig, um die Lebensqualität der Menschen im Quartier zu erhöhen. Ich freue mich, dass sich in Heckinghausen aktuell so viel zum Positiven entwickelt“, bewertet Oberbürgermeister Andreas Mucke die Maßnahme.

WZ vom 4.2.19

WZ vom 28.1.19

WZ vom 22.1.19

WZ vom 9.1.19

Rundschau vom 12.12.2018

WZ vom 21.9.18

WZ vom 14.9.18

WZ vom 8.6.18

Rundschau vom 12.4.18

Das Förderprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ bietet Chancen zur Stadtteilerneuerung und zur Förderung des Miteinanders der Menschen. Viel ist schon passiert. Jetzt geht’s weiter – mit einer Zukunft für die Gustav-Müller-Anlage.

(c) Conrads

1978 wurde die Grünanlage an der Heckinghauser Straße nach Gustav Müller benannt und erhielt einen Gedenkstein. Müller wollte alten Menschen den Lebensabend verschönern. Im Gedenken an diesen Wunsch soll die desolate Grünanlage mit Spielplatz jetzt zu einem Mehrgenerationenplatz umgebaut werden.

Durch einen Umbau der Anlage soll ein Platz für alle Altersgruppen, mit dem Fokus auf Senioren, errichtet werden, um damit das Nutzungsangebot für das Seniorenwohnheim St. Lazarus zu stärken. Die Gustav-Müller-Anlage soll zum „Platz der Besinnung“ umbenannt und die vorhandenen Grünstrukturen zur Verbesserung der sozialen Kontrolle ausgelichtet und teilweise neu strukturiert werden.

Der 2.500 Quadratmeter große Platz soll wieder einsehbar, freundlich und einladend wirken. Die geplanten Ausstattungsangebote werden mit seniorengerechten Sitzmöglichkeiten kombiniert. Ein generationsübergreifender Bewegungsparcours für alle Altersgruppen ist geplant.

Die Gustav-Müller-Anlage fristet seit vielen Jahren ein Schattendasein. An dieser Straßenkreuzung schlug einst das Herz Heckinghausens, bis der Ortskern westwärts zur Werléstraße verlegt wurde. Gemeinsam haben Stadtteiltreff, evangelische Kirchengemeinde, Stadtressort Grünflächen und Forsten, Sozialamt und Quartierbüro Jugendliche und Senioren zu einem Beteiligungsverfahren eingeladen. Mädchen, Jungen und Erwachsene haben dann in einem viertägigen Workshop die Fläche neu gestaltet. Gegenseitiges, generationsübergreifendes Verständnis wurde deutlich. Im Stadtteiltreff wurden acht Modelle vorgestellt und mit den Entwicklern besprochen.

Zur neuen Grundausstattung werden moderne Spielgeräte, ein Rundweg, Sonnenschutz, Bänke, Tische, Fahrradständer, Schach, Fitnessgeräte und eine Boulebahn gehören. Das Projekt wird im Ressort Grünflächen und Forsten durchgeplant: Die Stadt wird noch in diesem Jahr 120.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm beantragen. 30.000 Euro steuert Wuppertal selbst bei. Umgebaut wird 2020. Dazu gehört mit einer Finanzposition von 70.000 Euro die Gehwegerneuerung zwischen Auf der Bleiche (Seniorenzentrum) und Heckinghauser Straße.

Parallel läuft das Beteiligungsverfahren für die Streetart-Neugestaltung von 20 Stromkästen. Foren wurden bereits durchgeführt. Kristina Klack vom Quartierbüro: „Die Kernaussage waren Zehnecke, die sich an das Bodenformat des Gaskessels anlehnen. Themen sind Flora und Fauna mit vielsprachigen Aspekten, außerdem Blau, Grau, Grün, Gelb und Rot in unterschiedlichen Abstufungen.“ Ein weiterer Workshop findet vom 23. bis 25. Mai 2018 statt.

Quartierbüro-Kollegin Kathrin Leppert ergänzt, dass sich die Stadtwerke als Kooperationspartner und Sponsor finanziell beteiligen. Die Gesamtkosten der Streetart-Aktion von rund 8.300 Euro werden zu 90 Prozent durch den Verfügungsfonds „Soziale Stadt Heckinghausen“ bezahlt.

WZ vom 4.4.2018

Jugendliche und Senioren planen Gustav-Müller-Anlage

WZ vom 28.2.2018

Alte Krawattenfabrik wird Ausweichquartier

So lange gebaut wird, zieht der Stadtteiltreff mit seinen Angeboten an die Bockmühle.

Der Blick vom ehemaligen Art-Hotel auf die alte Krawattenfabrik.

Heckinghausen. Es ist nur ein Ausweichquartier, aber nach Meinung aller Beteiligter ein gutes: Solange der Neubau an der Heckinghauser Straße läuft, wandert der Stadtteiltreff mit seinen Angeboten an die Straße Bockmühle. Übergangsweise wird Leiter Christof Oliveri mit seinem Team in eine ehemalige Krawattenfabrik ziehen. Die Stadt hatte bei dem Gebäudeensemble gegenüber des Art-Hotels von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht, als der Eigentümer, die Bethe-Stiftung, sich von der Immobilie trennen wollte.

„Das ist insgesamt schon eine gute Lösung.“

Kristina Klack, Quartiermanagerin

Was den Standort auszeichnet: „Es bleibt alles unter einem Dach“, sagt zum Beispiel Quartiermanagerin Kristina Klack. Zudem liege er noch gut erreichbar. „Das ist insgesamt schon eine gute Lösung“, so Klack. Das sieht Guido Mengelberg vom Bürgerforum Heckinghausen genauso. Zwar würden sich alle Einrichtungen innerhalb des Stadtteils ohnehin untereinander helfen. Dass jetzt die Angebote aber weiterhin zentral liefen, sei schon besser.

Allerdings muss auch an der Bockmühle noch umgebaut werden, wie Michael Neumann vom Gebäudemanagement erklärt. Am 1. März ist offiziell Übergabe an das GMW. Dafür, dass die Fabrik seit Jahren leer stand, „ist sie aber in einem guten Zustand“, so der Projektleiter. Geplant werden müsste jetzt zum Beispiel, wie die Räume angelegt werden. Bisher bestehen das Erd- und das erste Obergeschoss im Prinzip aus jeweils einer großen Halle. „Und neue Sanitäranlagen müssen auch geschaffen werden“, so Neumann, der sich zum genauen Zeitplan noch nicht äußern kann. Fest stehe aber: Der aktuelle Stadtteiltreff werde erst leergezogen, wenn die Bockmühle fertig ist. Das Angebot des Stadtteiltreffs solle durchgehend aufrecht erhalten werden.

Hintergrund für den Kauf des Areals sei gewesen, so Sozialdezernent Stefan Kühn, dass die Verwaltung ohnehin ein Auge darauf geworfen hatte. „Wir wollen den ganzen Bereich dort über das Programm Soziale Stadt zur Wupper hin öffnen.“ Der Anfang erfolge ja im Rauental, der nicht mehr zum Förderbereich zählt, wo aber der Verein Neue Ufer bereits aktiv ist. Das sei nicht weit entfernt von der Bockmühle. Die alte Krawattenfabrik habe auch einen Zugang zur Straße Alter Lenneper Weg – die wiederum direkt an der Wupper liegt.

Wie die Stadt dort etwas machen kann und was, zum Beispiel eine neue Wupperquerung, das seien aber noch Planspiele, so Kühn. Dass sich der Standort aber eben auch als Ausweichquartier für den Stadtteiltreff eigne, sei optimal. Unter Umständen werde danach aber auch das Ende der alten Fabrik eingeläutet, erklärt der Sozialdezernent. Steht das neue Stadtteilzentrum, sei der Abriss an der Bockmühle durchaus eine Option.

„Das wäre schade“, sagt Reiner Rhefus vom Historischen Zentrum. Die Bockmühle sei „ein sehr interessantes Fabrikareal“. Vor der Krawattenfabrik habe es dort über mehr als 100 Jahre verschiedene Bandfabriken, angefangen mit Carl Bisplinghoff, gegeben. Bereits in alten Adressbüchern vom Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es dazu Einträge.

WZ vom 28.2.2018

Treff wird zum Stadtteilzentrum

Die Stadt baut an der Heckinghauser Straße auf 1600 Quadratmetern neue Räume.

Leiter Christof Oliveri und die Besucher und Nutzer des Stadtteiltreffs freuen sich auf den Neubau an der Heckinghauser Straße.

Heckinghausen. Der Stadtteiltreff an der Heckinghauser Straße 195 ist längst wirklich ein Treff für den Stadtteil. Gerade für Kinder- und Jugendliche wird dort das Angebot gebündelt. „Ganze Familien treffen sich hier“, weiß Quartiermanagerin Kristina Klack. Aber auch Initiativen und Vereine aus Heckinghausen nutzten die Räume – soweit es ging. Denn der Platz war begrenzt. Kein Wunder also, dass sich der ganze Stadtteil auf den Neubau freut: Aus dem Treff wird ein echtes Zentrum.

Möglich macht dies das Programm „Soziale Stadt Heckinghausen“ (die WZ berichtete). 90 Prozent der Gesamt-Baukosten von rund fünf Millionen Euro kommen demnach aus Bundes- und Landesmitteln. Die restlichen zehn Prozent bringt die Stadt in Eigenleistung auf.

1600 Quadratmeter stehen bald dem neuen Stadtteilzentrum zur Verfügung. „Deutlich mehr als vorher“, sagt Leiter Christof Oliveri. Ganz wichtig: Es gibt auch einen großen Raum, etwa für Veranstaltungen. „So etwas fehlte.“ Nachfragen habe es aber immer wieder gegeben, denn genutzt wird der Treff praktisch von allen Altersklassen. Das Bürgerforum Heckinghausen trifft sich zum Beispiel regelmäßig dort. Dessen Vorsitzender Guido Mengelberg ist schon gespannt auf den Neubau. Er kennt die Planung und kündigt an: „Das wird ein Hingucker.“

Geplant sind laut Stadt Angebote der klassischen offenen Kinder- und Jugendarbeit mit besonderer Betonung von Sport- und Erlebnispädagogik sowie ein Eltern- und Familiencafé, Familienfreizeiten, aber auch Bildungsangebote oder Platz für Gruppen, Initiativen und Vereine. Das genaue Nutzungskonzept soll gemeinsam mit den Besuchern des Stadtteilzentrums erarbeitet werden.

Zukünftig ein großer Raum und mehrere Zugänge von draußen

Für den Bau ist das städtische Gebäudemanagement verantwortlich. Projektleiter Michael Neumann ist stolz, dass auch der Gestaltungsbeirat den Entwurf gelobt und „die gelungene Form und Exponiertheit des Gebäudes“ hervorgehoben habe.

Zukünftig gibt es nicht nur mehr Platz, sondern auch mehr Eingänge. Wie Neumann erklärt, werde auch der Zugang zum Park neu gestaltet. „Der Großteil des Außengeländes bleibt erhalten.“

In der Bezirksvertretung Heckinghausen kamen die Pläne „sehr positiv“ an, wie Renate Warnecke (SPD) berichtet. „Es ist toll, dass wir das bekommen.“ Und Oliveri sieht als weiteren Vorteil, dass es durch die neuen Eingänge die Möglichkeit gibt, bald einzelne Gebäudebereiche auch außerhalb der Kernzeiten zu öffnen.

Was den Zeitplan angeht, gibt sich Neumann noch etwas vorsichtig. Laut der Vorlage, die jetzt den politischen Gremien vorgelegt wird, seien noch in 2018 „der Abriss des ,alten’ Stadtteiltreffs und der Beginn der Bauarbeiten für das neue Stadtteilzentrum geplant“. Der Förderzeitraum laufe, so der Projektleiter, bis zum 31. Juni 2021. „Bis dahin müssen wir fertig sein.“ Während der Bauphase hat die Stadt aber für ein Ausweichquartier gesorgt: Der Stadtteiltreff zieht übergangsweise in die alte Krawattenfabrik an der Bockmühle (siehe unten), das Angebot werde ohne Zwangspause aufrechterhalten.

„Es ist toll zu sehen, dass sich in Heckinghausen richtig etwas tut, der ganze Stadtteil profitiert und dass die Menschen das so engagiert begleiten“, erklärte Sozialdezernent Stefan Kühn zuletzt und lobte: „Hier werden Fördermittel wirklich sinnvoll und nachhaltig eingesetzt.“

WZ vom 15.2.18

WZ vom 20.12.2017

Projekte gegen den Abwärtstrend

Insgesamt fließen 15 Millionen Euro in den Wuppertaler Osten. Die WZ machte den Rundgang.

Heckinghausen. Der Gaskessel selbst gehört gar nicht zum Förderbereich. Trotzdem wird am Wahrzeichen kräftig Werbung für das Quartierbüro und die „Soziale Stadt Heckinghausen“ gemacht. Das Banner haben die beiden Quartiersmanagerinnen Kristina Klack und Kathrin Leppert dort aufhängen lassen. Schließlich stehen sie auch mit Investor Thomas Drescher und den beiden Architekten Marcello Groß und Daniel Mai in Kontakt – genau wie eigentlich mit allen Akteuren in Heckinghausen. Das Förderprojekt, erklären die beiden, betreffe schließlich den ganzen Stadtteil.

2016 begann die erste Förderphase und läuft noch bis 2019. „Wir hoffen auf eine Verlängerung“, betont Patricia Knabenschuh, die städtische Koordinatorin für die „Soziale Stadt“. Es gehe um eine Kombination aus städtebaulichen und sozialen Projekten. 15 Millionen Euro sollen insgesamt nach Heckinghausen fließen.

„Die Leute müssen sehen, dass sich was tut.“

Kristina Klack und Kathrin Leppert, Quartiersmanagerinnen

Dass sich etwas tun muss, wird beim Rundgang, bei dem Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann (CDU) dabei ist, schnell klar. Ziemlich schonungslos hat es das Quartierbüro auch auf seiner Homepage erklärt. „Heckinghausen hat sich in den letzten Jahren verändert und das nicht zwangsläufig zum Guten. Belegt wird dieser Abwärtstrend durch statistische Daten wie einem erhöhten Anteil an SGB II-Empfängern. Viel deutlicher spüren es jedoch die Menschen, die hier schon lange leben. Kaum Grünflächen, schmutzige Straßen, und wenig attraktive Spielplätze sind nur wenige Beispiele“, heißt es da.

Und auch, wenn das Programm kein „Heilmittel“ für alle Probleme sei: Mit den 15 Millionen Euro für Maßnahmen wie den Neubau des Stadtteilzentrums, der Neugestaltung des Bayer-Platzes und vieler sozialer Maßnahmen sei erstmal ein wichtiger Anfang gemacht.

Vieles befinde sich noch in der Planung, für andere Projekte gebe es schon konkrete Termine, wie etwa für den Spieplatz Krautstraße (die WZ berichtete). Der soll ab April für 180 000 Euro neugestaltet werden.

Wichtig sei, betonen die Quartiersmanagerinnen, dass die Bürger etwas mitbekommen, „sehen, dass sich etwas tut“. Und wenn es auf den ersten Blick nur Kleinigkeiten seien, etwa eine neue Bank, die aufgestellt wird, oder Stromkästen, die verschönert werden sollen. Für solche Sachen sei der Verfügungsfonds wichtig, aus dem dann zum Beispiel das diesjährige Adventslädchen an der Heckinghauser Straße finanziert wurde.

Doch es gibt auch einige größere Baustellen, die durch die Soziale Stadt angegangen werden sollen.

Ein Problemfall, da sind sich die Beteiligten alle einig, ist die Heckinghauser Straße. „Die trennt praktisch den Stadtteil in einen nördlichen und einen südlichen Teil.“ Eine Idee ist, mehr Querungshilfen zu schaffen und die vorhandenen attraktiver zu gestalten. Eine Neugestaltung der Straße sei regelmäßig auch Thema in der Bezirksvertretung gewesen, erinnert Brüssermann.

Gustav-Müller-Anlage

Die kleine Grünanlage, benannt nach einem Fabrikanten, der sich um den Stadtteil verdient gemacht hat, liegt zwischen Heckinghauser Straße und der Straße Auf der Bleiche – und sieht eher trostlos aus. „Die letzte Schaukel ist mittlerweile auch weg“, erzählen die Quartiersmanagerinnen. Im kommenden Jahr soll es aber ein Beteiligungsverfahren, wahrscheinlich schon zu den Osterferien, geben. Kinder und Senioren können sich dann Gedanken über eine Neugestaltung des Platzes machen. „Das gab es noch nie. Wir sind gespannt“, sind sich Klack und Leppert einig.

Urban Gardening am Bayer-Platz

Derzeit wird der kleine Park gegenüber der Feuerwache „von Personengruppen frequentiert, die über sehr viel Tagesfreizeit verfügen und öffentlich Alkohol konsumieren“, wie es im Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept heißt. Auch das einzige Spielgerät werde kaum genutzt. Die Anlage soll in Zukunft offener gestaltet werden und für Urban Gardening genutzt werden, wie Leppert erklärt.

Bewegungsfläche Widukindstraße

Ursprünglich war vorgesehen, an der Widukindstraße eine Bewegungsfläche einzurichten. Der Plan sah auf der Fläche der Bahn Sportmöglichkeiten im Freien vor. Doch mittlerweile hat sich ein Problem herauskristallisiert: Die Bahn möchte sich doch nicht von dem Gelände trennen, weil es der einzige verbliebene direkte Zugang zu den Gleisen dort ist. Das könne auch die Stadt nachvollziehen, sagt Patricia Knabenschuh. Allerdings suche man jetzt händeringend eine Alternative.

Hoffnung macht die AWG. Sie wird bekanntlich spätestens 2019 mit ihrem Recyclinghof an die Widukindstraße umziehen, auf das Nachbargrundstück des Bahngeländes. In der Planung für den neuen Hof ist, wie AWG-Chef Martin Bickenbach gegenüber der WZ erklärte, eine kleinere Fläche bereits freigehalten worden, die, wenn die Stadt keine andere Lösung finden sollte, für die Bewegungsfläche genutzt werden könnte.

WZ vom 1.12.17

Adventszeit: Ein Miteinander für alle

Das Heckinghauser Adventslädchen ist eröffnet worden.

Das Heckinghauser Adventslädchen hat am 1. Dezember eröffnet. An der Heckinghauser Straße 202 kann seit gestern bis einschließlich 24. Dezember in der Adventszeit täglich von 16 bis 18.30 Uhr zusammen gesungen, gelacht und gebastelt werden. Alle sind herzlich willkommen. Kaffee und Kuchen, Vorlesegeschichten und Musik werden angeboten. An besonderen Tagen wie dem 6. Dezember wird der Nikolaus erwartet, der die Kinder beschenken wird. Jede Woche wird zu einem anderen Thema Programm angeboten – diese Woche ist es „Heimat“. Dazu hatte Dörte aus Heckinghausen gestern einen Gast-Auftritt. Mit Witzen und Liedern über Wuppertal unterhielt sie – passend zum Thema – ihre Gäste.
Das Adventslädchen ist ein Projekt der Heckinghauser Flüchtlingsinitiative „Komm“. Das Lädchen ermöglicht Begegnung über nationale Grenzen hinweg. „Wir sagen immer: Da, wo Begegnung entsteht, werden Vorurteile weggeschafft“, erklärt Projektleiterin Dorothee van den Borre. Deshalb arbeiten im Lädchen ehrenamtlich Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund. „Wir schaffen nicht die Arbeit für Flüchtlinge, sondern arbeiten mit ihnen“, sagt Mitorganisatorin Esra Kiratli. Das gebe den Flüchtlingen die Chance, sich besser zu integrieren.
Das Projekt wird durch den Verfügungsfond Heckinghausen und den Eigenanteil der Gemeinde finanziert. Der Besuch im Adventslädchen ist komplett kostenfrei. Wer möchte, kann natürlich etwas spenden. Außerdem wird täglich die Lostrommel gedreht. Bei der Tombola gibt es unterschiedliche Preise zu gewinnen. Ein Los kann gegen eine kleine Spende erstanden werden. Der Hauptpreis wird an Heiligabend verlost – eine Heißluftballonfahrt für zwei Personen wurde von der Flüchtlingsinitiative zur Verfügung gestellt. Der Gesamtbetrag der Spenden geht dann am Ende des Projekts an die „Komm“-Flüchtlingsinitiative.

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Rundschau vom 30.11.17

Im „Adventslädchen“ gibt’s jeden Tag etwas Neues

Das Förderprojekt „Soziale Stadt“ macht neuerdings auch in Heckinghausen Überraschungen möglich. Im Dezember teilt sich ein ganzer Stadtteil einen gemeinsamen Adventskalender. Das „Adventslädchen“ lädt Menschen aus Heckinghausen und der Nachbarschaft ein, jeden Tag im Advent die Stadt und die Menschen in ihrer Vielfalt besser kennenzulernen.

Dazu öffnet dieser besondere Adventskalender vom 1. bis zum 24. Dezember 2017 (17 Uhr, Weihnachtsgottesdienst im Paul-Gerhardt-Haus), auch samstags und sonntags, seine Tür in einem angemieteten Ladenlokal an der Heckinghauser Straße 202.

Projektleiterin Dorothee van den Borre von der Flüchtlingsinitiative „Komm“ der evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen: „Wir laden Menschen ein, einfach mal im Weihnachtsstress innezuhalten und bei einer Tasse Kaffee und Gebäck mit anderen ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus kann man sich jeden Tag überraschen lassen, welches Erlebnis neu hinter der Tür wartet.“

Täglich von 16 bis 17 Uhr ist die Zeit reif, um anzukommen, miteinander zu reden und vielleicht die Menschen endlich kennenzulernen, die einem schon jahrelang auf der Straße begegnen. Von 17 bis 18.30 Uhr warten unterschiedliche Programmpunkte hinter der Adventstür. Van den Borre (Telefon 63 78 29 für Mitmachangebote): „Wir werden in die Welt von ‚1001 Nacht‘ mitgenommen, lernen die Geheimnisse von Aroma-Ölen kennen, begeben uns am 2. Dezember 2017 auf eine musikalische Reise nach Irland oder erfahren am 1. Dezember 2017, warum Dörte aus Heckinghausen ihr Heckinghausen so liebt.“

Uwe Sippel macht am 18. Dezember 2017 einen „Sofatalk“ mit ihr und Dörte liest am 21. Dezember 2017 Weihnachtsgeschichten für große und kleine Leute. Syrische Geflüchtete nehmen am 8. Dezember 2017 Besucher auf eine gedankliche Reise in ihre alte Heimat mit und zeigen die Schönheit ihres Landes, die der Krieg zerstört hat. Senioren erzählen jungen Menschen von ihrem Lebensweg, Kinder lernen Weihnachtslieder aus aller Welt kennen und bauen eine Weihnachtsstadt.

Das sind weitere Geschichten, die hinter der Tür des Adventslädchens warten: Am 3. Dezember 2017 rückt der Kongo ins Blickfeld. Heckinghausen als Weihnachtsstadt ist am 4. Dezember 2017 ein Kreativangebot. „Vocal im Tal“ sind am 5. Dezember 2017 mit Weihnachtsliedern dabei. Der Nikolaus ist am 6. Dezember 2017 ein Muss! Vom Geschichtsteppich erzählen Petra Wellnitz und Christiane Kurz am 7. Dezember 2017. Das Bergische Land ist am 9. Dezember 2017 Filmthema. „Wir leben in einem deutschen Land“ ist Songthema von Horst Wegener am 10. Dezember 2017. Sevinc Brilling erzählt am 11. Dezember 2017 ab 16 Uhr eine türkisch-deutsche Lebensgeschichte, ab 18 Uhr gestalten Ulrich Schramm und Jürgen Dorf einen Songabend. Die Projekte „Arrival City“ und „Street Art“ werden am 12. Dezember 2017 vorgestellt. Am 13. Dezember 2017 geht es um Bürgerprojekte für die „Soziale Stadt Heckinghausen“. Der CVJM-Chor „X-Change“ singt am 15. Dezember 2017. Der Landtagsabgeordnete Andreas Bialas erzählt seinen Weg in die Politik.

Dorothee van den Borre: „Es gibt viel, was Besucher dieses lebendigen Adventskalenders entdecken können. Wichtig ist dabei, dass die Aktionen von ortsansässigen und geflüchteten Menschen in Heckinghausen zusammen geplant, organisiert und durchgeführt werden.“ Und: Bei der großer Adventstombola gibt es etwas zu gewinnen.

Weitere Informationen und Programm online: www.komm-wuppertal.de

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Rundschau vom 27.9.17

Geige, Cello oder Darabuka

Immer wieder sonntags um 12 Uhr treffen sich zehn bis 15 Jugendliche in einem ehemaligen Heckinghauser Ladenlokal und proben Film-, Rock- und Popmusik. Mitspieler sind erwünscht!

Malaz, Jonas, Sipan, Kerry, Jonas, Lilith, Maciek, Emmanuel, Alaa, Oswald und Ahmad klingen wie ein richtiges (und sehr internationales) Orchester. Foto: Conrads

Malaz ist von Anfang an dabei und wollte zunächst nur Klavierspiel lernen, doch längst ist er Teil einer Band, die wie ein Orchester mit internationaler Besetzung wirkt. Er mag am liebsten Klassik und den Klang von Geige und Cello: „Ich höre sehr gerne arabische und türkische Musik, da gehören Geigen auf jeden Fall immer dazu“, sagt er und freut sich darüber, dass auch Streicher beim Musikprojekt des Vereins für sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit (SKJ) mitmachen.

Besonders gut gefällt ihm, dass die Jugendlichen selbst entscheiden, was sie spielen – und Malaz hat festgestellt, dass sie leicht Filmmusik finden, die alle kennen, weil zum Beispiel „Harry Potter“ oder „Fluch der Karibik“ Jugendliche in Syrien genauso kennen wie in Polen, Kamerun oder Deutschland. Cellist Maciek spielte die „Game of Thrones“-Filmmusik des deutsch-iranischen Komponisten Ramin Djawadi bereits im Jugendmusikschulorchester der polnischen Stadt Czestochowa, bevor er nach Wuppertal kam. Bei vielen Stücken sind alle Instrumente dabei: Klavier, Geigen, Cello, Kontrabass, Keyboards, E-Gitarre, Saxofon, Posaune, E-Bass, Djembe, Darabuka und Schlagzeug.

Gitarrist Jonas und Schlagzeuger Leo haben bereits Band-Erfahrung, treffen sich zusätzlich in der Woche zum Komponieren und bringen sonntags neue Ideen mit zur Probe. Bei rockigen Songs macht es Maciek besonders großen Spaß, E-Cello zu spielen: „Mit Verstärker klingt es wie eine E-Gitarre.“

Weil zwei Räume zur Verfügung stehen, müssen nicht immer alle gleichzeitig spielen. Manchmal proben drei oder vier Jugendliche einen Song, drei andere schreiben nebenan einen Text und wieder andere üben etwas mit Kopfhörern am Keyboard. Erste Auftritte gab es bereits beim Bleicherfest in Heckinghausen, beim „Offenes Ohr“-Jubiläum in Wichlinghausen und beim Jugendkulturfestival in der „Börse“.

Der für seine langjährige Arbeit bekannte SKJ mit Marko Golub als Projektleiter hatte im Rahmen des Programmes „Soziale Stadt“ den Antrag gestellt, mit dem „Musikforum Heckinghausen“ Jugendlichen ein offenes Musikprojekt zu ermöglichen. Nach der Bewilligung startete das Projekt im November 2016 und wird seit April mit 6.700 Euro gefördert. Die Instrumente werden vom Musikalienhandel Landsiedel-Becker und Geigenbaumeister Erhard Buntrock in Barmen ausgeliehen. Einen Großteil der Mietkosten für die Instrumente übernimmt das Malteser-Hilfswerk als Integrationsdienst.

Betreut wird das Projekt von der Wuppertaler Musikpädagogin Hedi Kronen. Interessierte junge Instrumentalisten und Sänger, gerne auch weiblich, mit und ohne musikalische Vorerfahrung können kostenlos mitmachen – und sind herzlich willkommen. Wer Fragen hat, mailt an hedikronen@gmx.de.

Pressemitteilung der Stadt Wuppertal vom 25.08.2017

Soziale Stadt Heckinghausen – es geht weiter

Bereits jetzt hat das Land NRW für Maßnahmen in der Sozialen Stadt Heckinghausen in 2018 Fördermittel in Höhe von 168.000 Euro bewilligt.

„Das Programm Soziale Stadt ist ein großer Gewinn für ganz Wuppertal,“ versichert Oberbürgermeister Andreas Mucke, „schließlich ist das Geld in den Stadtteilen mit besonderem Förderbedarf gut angelegt und davon profitiert am Ende die gesamte Stadt.“

Allein 144.000 Euro stehen für die Neugestaltung des Kinderspielplatzes Krautstraße /Werléstraße zur Verfügung. An der Planung waren Kinder aus Heckinghausen beteiligt und ihre Wünsche und Vorstellungen werden bei der Neugestaltung berücksichtigt. Zusammen mit dem städtischen Anteil von 20 Prozent kommen 180.000 Euro für den Spielplatz zusammen. Damit werden auf der oberen Spielplatzebene eine Seilbahn, eine große Seilkonstruktion zum Klettern und eine Korbschaukel realisiert.

Für Stefan Kühn, Dezernent für Soziales, Jugend, Schule und Integration in Wuppertal ist besonders wichtig, dass „für die Stadtteile und gemeinsam mit deren Bewohnern geplant wird. Auch dafür bekommen wir in 2018 Geld aus dem Bund-Länderprogram Soziale Stadt. Der Verfügungsfond „aktive Mitwirkung der Beteiligten“ wird mit 8000 Euro gefördert.“ Stefan Kühn weiter: „Alle Heckinghauser sind aufgerufen sich mit ihren Ideen einzubringen und Projekte für den Stadtteil zu entwickeln und umzusetzen.“

Interessierte können sich an das Quartierbüro Heckinghausen wenden. Alle Informationen zum Verfügungsfonds stehen unter www.qbhh.de in der Rubrik „Mitmachen“. Beispiele zu erfolgreichen Verfügungsfondsprojekten, wie zum Beispiel das Musikforum Heckinghausen oder das Projekt zum Thema „Ankommen und Leben in Heckinghausen“ sind in der Rubrik „Aktuelles“ dargestellt.

Auch das Hof- und Fassadenprogramm wird im nächsten Jahr mit 16.000 Euro Fördermitteln weitergeführt. Privateigentümer werden bei Verschönerungsmaßnahmen für Fassade, Innenhof und Garten finanziell unterstützt. Aber auch die Entsiegelung von Flächen und eine Dachbegrünung sind förderfähig. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass die Wohn- und Aufenthaltsqualität in Heckinghausen verbessert wird. Und dafür kann der Eigentümer eine Förderung von bis zu 40 Prozent der Kosten erhalten.

Link zur Pressemitteilung

Rundschau vom 2.8.2017

WZ vom 7.5.2017
Heckinghausen: Die Visionen eines Quartiers

Künstlerinnen wollen die Geschichte Heckinghausens und die Anekdoten der Bewohner sammeln.

Die Organisatorinnen Lara Oswald, Dagmar Beilmann, Nelly Köster und Mandi Wiegand (von rechts) sammeln Erlebnisse der Heckinghauser.
Die Organisatorinnen Lara Oswald, Dagmar Beilmann, Nelly Köster und Mandi Wiegand (von rechts) sammeln Erlebnisse der Heckinghauser. G. Bartsch

Die Organisatorinnen Lara Oswald, Dagmar Beilmann, Nelly Köster und Mandi Wiegand (von rechts) sammeln Erlebnisse der Heckinghauser.

Heckinghausen. Das Mitmachprojekt „Arrival City“ soll Geschichten vom Ankommen in dem Wuppertaler Stadtteil sowie dessen Historie und Zukunftsaussichten erzählen. Die vier Organisatorinnen Lara Oswald, Dagmar Beilmann, Nelly Köster und Mandy Wiegand wollten gestern von Heckinghausern bei einem Stadtteilrundgang persönliche Erlebnisse erfahren. Leider war die Resonanz sehr verhalten – doch die Frauen ließen sich nicht demotivieren.

Lara Oswald erzählte die Geschichte des Gaskessels

Die Künstlerinnen Nelly Köster und Mandy Wiegand wollen die Ergebnisse von „Arrival City“ mit Fotos, Videos, Interviews oder kurzen Texten in einer Installation zusammenfassen. Sie soll am 25. Juni im Ladenlokal in der Heckinghauser Straße 202 gezeigt werden. Das Projekt leitet Dagmar Beilmann von der Börse, Lara Oswald konzipierte den Stadt-rundgang, bei dem weitere Materialien gesammelt wurden.

Nun erkundeten sie mit einigen Teilnehmern das Quartier und zeigten verschiedene Orte. Lara Oswald erzählte etwa die Geschichte des Gaskessels. „Bis zu einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg stand hier ein anderer Kessel“, erklärte sie. Gemeinsam mit einer Molkerei, wo sich heute der Club „Butan“ befindet, sei es das Zentrum des Stadtteils gewesen. Ausgestattet mit einem Papier und einem einfachen Stift illustrierten die Teilnehmer ihre Vision, wie der Stahlkoloss wieder mehr in den Mittelpunkt rücken könnte. Mit wenigen Strichen zeichneten sie etwa Dachgärten, Parkanlagen oder eine Shopping-Mall. Oswald betonte: „Es dürfen auch ruhig unrealistische Visionen sein.“ Diese Zeichnungen werden die Künstlerinnen in ihre Ausstellung integrieren. Mandy Wiegand ist es ein Anliegen, zu zeigen, dass das Stadtbild einst lebendig war und vielleicht auch wieder so werden kann. Sie sagte: „Früher war es alltäglich, dass sehr viele Leute auf den Straßen unterwegs waren.“

Mann zeigte Ort, an dem ihm die erste Ohrfeige verpasst wurde

Persönliche Geschichten stehen im Fokus der Installation „Wir finden es auch spannend, persönliche Geschichten erzählen zu können“, berichtete Lara Oswald. So habe sie etwa von einem Mann den Ort erfahren, an dem ihm seine erste Ohrfeige verpasst wurde – und den Anlass.

Für das Bleicherfest Ende Juni planen die vier Frauen auch noch weitere Projekte. Bereits jetzt steht schon fest, dass es Theater-, Tanz- und Musikaufführungen an unterschiedlichen Orten rund um das Fest geben wird. Bis zur letzten Minute möchten sie auch noch versuchen, ihre eigenen Visionen umzusetzen: Ausstellungen in leerstehen-den Geschäften, in schwindelerregender Höhe kletternde Tänzer oder eine große Leinwandprojektion. Doch das kostet Geld – Geld das sie bisher nicht haben.

Gesucht werden noch Bild-, Video oder auch Tonmaterial aus Heckinghausen sowie Teilnehmer für die Aufführungen.

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WZ vom 6.6.2017
Stadt erneuert zwei Spielplätze

Beim Areal an der Ziegelstraße soll erstmals Inklusion berücksichtigt werden.

Noch sehen die Spielplätze Ziegelstraße (l.) und Grillparzerweg (r.) trist aus. Sie werden in diesem Jahr neu gestaltet.

Noch sehen die Spielplätze Ziegelstraße (l.) und Grillparzerweg (r.) trist aus. Sie werden in diesem Jahr neu gestaltet.

Heckinghausen. Mehr Licht, neue Geräte und insgesamt eine ganz neue Gestaltung: Zwei Spielplätze in Heckinghausen erhalten in diesem Jahr ein neues Gesicht: Der Spielplatz an der Ziegelstraße und der Spielplatz am Grillparzerweg. An der Ziegelstraße soll dabei der erste Spielplatz Wuppertals entstehen, bei dem die Inklusion besonders berücksichtigt wird. Für beide Maßnahmen hat die Bezirksvertretung jetzt einstimmig ihr Okay gegeben.

Wegen seiner geschützten Lage ist der Spielplatz Ziegelstraße nach Ansicht der Stadt besonders als Anlage für Kleinkinder geeignet. Darüber hinaus sollen hier künftig auch möglichst viele Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen spielen können.

Das Thema Ziegel soll sich in der Gestaltung wiederfinden

Frank Zlotorzenski vom Ressort Grünflächen und Forsten und für Spielplätze zuständig, nennt ein Beispiel: „Die Korbschaukel wurde ursprünglich für Kinder mit Einschränkungen entwickelt, die sich nicht gut festhalten können. Aber damit spielen alle Kinder gern.“ Für die Ziegelstraße sind eine Schaukelanlage mit Kleinkindersitz, eine Sand-Matsch-Baustelle und eine Kombinationsanlage mit Rutsche vorgesehen. „Es wird sich zeigen, wie das bei den Kindern ankommt“, sagt Frank Zlotorzenski.

Darüber hinaus soll sich die Gestaltung des Platzes am Thema „Ziegel“ orientieren – als Bezug zum Straßennamen, der wiederum auf die Ziegeleien zurückgeht, die einst in diesem Bereich standen. Daher sollen Ziegel für die Detailgestaltung des Geländes – zum Beispiel bei Einfassungen oder Sitzbänken – und der Spielgeräte verwendet werden. Dafür wird die Stadt Firmen zu einem Gestaltungswettbewerb einladen.

Inzwischen gibt es auf dem Spielplatz Ziegelstraße nur noch eine Rutsche, die übrigen früher vorhandenen Geräte hatte die Stadt nach und nach aus Sicherheitsgründen abgebaut. Für die Umgestaltung wurden bereits einige Bäume entfernt, die nicht mehr verkehrssicher waren. Die Arbeiten für die Neugestaltung sollen im Sommer beginnen, im Herbst könnte der Spielplatz fertig sein.

Schon früher sollen Kinder den Spielplatz am Grillparzerweg wieder in Besitz nehmen können: Hier sollen die Bauarbeiten Ende März losgehen, Ende April könnte alles fertig sein.

Die Geräte hier waren nach Angaben der Stadt schon länger in einem schlechten Zustand. Außerdem war das Areal sehr zugewachsen. „Da gab es gar keinen Sonnenschein mehr“, so Zlotorzenski. Durch die fehlende Sonne habe sich Moos ausgebreitet.

Auch hier hat die Stadt bereits einige Bäume und Sträucher entfernt, damit es wieder mehr Licht gibt. Der neue Spielplatz, der direkt an eine Grünanlage grenzt, soll komplett neu und so gestaltet werden, dass er alle Altersgruppen anspricht. Geplant sind Schaukeln, eine Slack-Line (Balancierseil) und ein großes Seilklettergerät.

Statt Bolzplatz kommt eine Panna-Anlage

Der Bolzplatz wird verschwinden, stattdessen soll es ein kleines Mini-Fußballfeld von acht Meter Länge und mit hoher Bande geben, das zu zweit oder zu viert bespielt werden kann. In dieser so genannten „Panna-Anlage“ ist vor allem Geschicklichkeit beim Umgang mit dem Ball gefragt. „Diese Anlagen sind sehr beliebt“, sagt Frank Zlotorzenski.

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WZ vom 29.1.2017
Stadt will Fördergelder für Schrottimmobilien beantragen

Über das Stadterneuerungsprogramm „Soziale Stadt“ würde der Barmer Osten ab Herbst profitieren.

Die Stadt will Fördergelder akquirieren, um Schrottimmobilien aufkaufen zu können. Archiv
Die Stadt will Fördergelder akquirieren, um Schrottimmobilien aufkaufen zu können. Archiv Stefan Fries

Wuppertal. Alte Häuser, die verfallen, sind nicht nur Nachbarn ein Dorn im Auge. Sie wirken sich auch negativ auf das gesamte Umfeld aus. Die Stadt hat solche Immobilien im Blick, oft fehlen ihr aber die Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Jetzt macht sich die Verwaltung Hoffnung, dass sie finanzielle Unterstützung durch ein neues Modellvorhaben von Land und Bund erhält.

Rund 90 Häuser in der Stadt gelten als Problem-Immobilien, weil sie leer stehen, ganz oder teilweise verwahrlost oder sogar baufällig sind. Die Stadt versucht, frühzeitig Kontakt mit den Eigentümern aufzunehmen, um Abhilfe zu schaffen. Doch denen fehlt oft das Geld, manche sind nur noch schwer erreichbar. Von sich aus eingreifen kann die Stadt nur bei Gefährdung. Doch selbst ein Abriss ist teuer – für den Abriss des Hauses Nützenberger Straße 190 rechnete die Stadt mit 380 000 Euro. Weil ein Besitzer nicht mehr greifbar war, muss die Stadt diese Kosten tragen.

Hier könnte das neue Modellvorhaben von Land und Bund helfen. Es soll nach Auskunft des NRW-Stadtentwicklungsministeriums im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms „Soziale Stadt“ Kommunen helfen, die in besonderem Maße von Zuwanderung aus Süd-Ost-Europa und in diesem Zusammenhang mit problematisch genutzten, heruntergekommenen Immobilien zu tun haben. Die Städte sollen darin unterstützt werden, Immobilien zu erwerben, an deren Beseitigung ein besonderes Interesse besteht. Und wenn das Gebäude wider Erwarten doch instandgesetzt werden kann, soll es auch dafür Geld geben.

Zehn Immobilien könnten in fünf Jahren verschwinden

„Die Stadt bewirbt sich für das Modellvorhaben“, bestätigt Rüdiger Bleck, Abteilungsleiter Stadtentwicklung. Es sei zugeschnitten auf Gebiete, die im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ gefördert werden – wie etwa Wichlinghausen, Oberbarmen oder Heckinghausen, die auch von Zuwanderung betroffen sind. Etwa 50 Problem- und Schrottimmobilien der Stadt lägen im Fördergebiet.

Ziel ist, die Häuser zu erwerben, abzureißen und das Grundstück für eine Nutzung herzurichten – oder die Gebäude zu sanieren, wenn möglich. „Das ist vorher schwer abzuschätzen, das weiß man erst, wenn man die Haustür aufmacht“, erklärt Bleck. Die Stadt müsse konkrete Vorschläge machen, um wie viele problematische Immobilien sie sich in den nächsten fünf Jahren kümmern kann. „Wir schätzen, dass wir uns in der Zeit mit rund zehn Immobilien beschäftigen können“, sagt Bleck. Genehmigt werde dann eine bestimmte Fördersumme, die Wuppertal im Zeitrahmen von fünf Jahren abrufen kann.

Die Förderung sei sehr hoch, betont Bleck. Die Stadt müsse jeweils nur einen Eigenanteil von fünf Prozent übernehmen. Und gefördert werde nicht nur der Abriss selbst, sondern auch die Vorbereitung wie statische Berechnungen und die Ausschreibung des Abrisses. Er hofft auf einen Zuschlag: „Das schafft Spielräume.“ Baudezernent Frank Meyer sagt: „Wir freuen uns, wenn wir Zugang zum Modellvorhaben bekommen.“ Die Bewerbungsfrist läuft ab, bei Erfolg könnte die Stadt ab dem Sommer aktiv werden. „Erste sichtbare Ergebnisse könnte es im Herbst geben“, schätzt Bleck.

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WZ vom 25.1.2017
Geschichten über das Ankommen gesucht

Künstlerinnen sammeln mit Heckinghausern Material für Aufführung zum Bleicherfest.

Mandy Wiegand, Nelly Thea Köster und Dagmar Beilmann (v.l.) auf der Suche nach Geschichten.
Mandy Wiegand, Nelly Thea Köster und Dagmar Beilmann (v.l.) auf der Suche nach Geschichten. Anna Schwartz

 

Barmen. Wie oft bist du umgezogen? Bin ich in Heckinghausen angekommen? Was brauche ich, um anzukommen? Fragen zum Ankommen wollen Mandy Wiegand und Nelly Thea Köster in den kommenden drei Monaten den Heckinghausern stellen. Die Interviews sind die erste Phase einer Kunst-Mitmach-Aktion, die sich mit dem Stadtteil als Ort des Ankommens, als „Arrival City“ auseinandersetzt. Bilder und Geschichten wollen die Künstlerinnen in einem Ladenlokal ausstellen und zu einer Kunstaktion mit Videoprojektion auf dem Gasometer zum Bleicherfest verarbeiten.

„Es geht um Ankunftsstrukturen“, erklärt Dagmar Beilmann von der Börse, die die Aktion im Rahmen des vom Land geförderten Projekts „Lebe Liebe Deine Stadt“ und mit Geldern des Förderprogramms „Soziale Stadt“ organisiert. „Wir wollen herausfinden, wo es gute Strukturen dafür gibt und was noch fehlt.“ Das Thema richte sich an alle Heckinghauser jeden Alters, gezielt auch an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Eingebunden werden Vereine und Initiativen.

Basis-Lager wird das Ladenlokal Heckinghauser Straße 202, gegenüber dem Stadtteiltreff. Von dort ziehen Mandy Wiegand und Nelly Thea Köster zu Straßen-Interviews los. Anwohner sollen bei „künstlerischen Stadtspaziergängen“ Audio- und Videomaterial sammeln, das im Ladenlokal zu einer Bild- und Ton-Installation aus Geschichten wächst.

In der zweiten Phase soll für das Bleicherfest am 26. Juni ein multimedialer Rundgang mit Darstellern, Chören, Kletterern und einer großen Videoprojektion entstehen, die die Bürger gemeinsam mit Künstlern entwickeln. Erst sollen auf dem Flohmarkt kleine Aktionen stattfinden, Höhepunkt soll dann eine collagenartige Vorstellung mit Chören und einer Video- und Soundinstallation am Gasometer sein. kati

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WZ vom 24.11.2016
Drei Achsen für Heckinghausen

Planungen für das Umfeld des Gaskessels laufen. Ideen werden am kommenden Dienstag in der Bezirksvertretung vorgestellt.

Der Gaskessel aus der Luft. Auch das Umfeld soll neu gestaltet werden. Archiv
Der Gaskessel aus der Luft. Auch das Umfeld soll neu gestaltet werden. Archiv Peter Sondermann/City-Luftbilder

Heckinghausen. Drei Achsen sollen bis 2022 durch Heckinghausen verlaufen. Sie haben die Themen Bewegung, Begegnung und Besinnung und fassen in drei Worten das zusammen, was sich im Stadtteil alles verbessern soll. Welche Ideen die Stadt und die Bürger dazu entwickelt haben, wird ab nächster Woche Thema in verschiedenen Ratsgremien sein. In der Bezirksvertretung Heckinghausen steht es am Dienstag auf der Tagesordnung.

„Wir füllen das Konzept gerade mit Leben.“
Gunther Stoldt, Abteilung Städtebau

Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann (CDU) ist nicht glücklich darüber, dass das vollständige Entwurfskonzept schon öffentlich diskutiert werden soll. „Es werden Erwartungshaltungen geweckt, die vielleicht nicht erfüllt werden können. Alle Projekte sind wunderschön und förderwürdig. Ich warne aber vor vorschneller Euphorie. Denn nicht immer bekommt man das, was man sich wünscht.“

Bereits bekannt ist, dass rund 16 Millionen Euro in die Maßnahmen fließen sollen, die von der Errichtung neuer Kindergärten und Spielplätzen über straßenbauliche Veränderungen bis soziale Vernetzung der Bewohner reichen. Etwa zwei Millionen Euro davon trägt die Stadt, den Rest übernimmt das Land NRW im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.

„Der ursprüngliche Gedanke 2014 war, mit öffentlichen Mitteln den Gaskessel zu retten“, berichtet Gunther Stoldt, Abteilungsleiter im städtischen Bereich Städtebau. Inzwischen habe das sogenannte Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) vormalige „Randprojekte“ aber in den Vordergrund gerückt. „Wir füllen das Konzept gerade mit Leben“, verdeutlicht Stoldt.

Schon jetzt sind einige Projektideen recht konkret dargestellt: Drei Kindertagesstätten sollen am Grillparzerweg, an der Kleestraße und an der Ecke Waldeckstraße/Auf der Bleiche entstehen. Der Stadtteiltreff an der Heckinghauser Straße – der zur Achse der Begegnung gehört und mit dem Café Johannis der evangelischen Kirchengemeinde und dem Quartiersbüro ein „Akteursdreieck“ bildet – soll zum Stadtteilzentrum werden. Damit wollen die Planer es zum „künftigen Lebensmittelpunkt in Heckinghausen“ machen.

117 Seiten umfasst der aktuelle Entwurf des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (Isek). Findet er Zustimmung bei den politischen Gremien und schließlich dem Wuppertaler Rat, wird es dem Land übermittelt, um erste Fördermittel in Höhe von rund 6,18 Millionen Euro für das Stadtteilzentrum mit Außenanlage und den Spielplatz Krautstraße zu beantragen.

Dafür wird am jetzigen Standort ein zwei- bis dreigeschossiger Neubau errichtet, der direkt eine neue Außenanlage erhält. „Den dahinter liegenden Bolzplatz dürfen aus Lärmschutzgründen noch kleine Kinder bis 18 Uhr nutzen“, verdeutlicht Gunther Stoldt die aktuelle Problematik. Eine „neugeordnete Grünfläche“ schwebt den Stadtplanern stattdessen vor.

Neue Bewegungsflächen an der Widukindstraße

Lärmen und sich austoben können Kinder und Jugendliche bald an der Widukindstraße gegenüber dem Sportplatz vom SV Heckinghausen. Auf dem Bahngrundstück, das auf der Achse der Bewegung liegt, sollen Sportflächen für Fußballball, Basketball und Volleyball entstehen. Außerdem ist eine Skateanlage aus Beton und Angebote für Calithenics und Outdoorfitness, beides bedeutet Sport im Freien, angedacht.

Ihre Mitte soll diese Achse auf dem Platz der Begegnung direkt am Gaskessel finden. Hier soll eine Grünfläche mit Bäumen, Rasen, Sitzbereichen und Lichtinszenierungen zum Verweilen einladen. Nach WZ-Informationen soll die Stadt dafür ein rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) gekauft haben. Offiziell wollte keine der beiden Parteien dazu Stellung beziehen.

Die Achse der Besinnung, die am St. Lazarus verortet wird, soll einen Mehrgenerationenplatz mit seniorengerechten Sitzgelegenheiten und einem Bewegungsparcours auf der jetzigen Gustav-Müller-Anlage erhalten.

In unmittelbarer Nähe, an der großen Kreuzung auf der Heckinghauser Straße, soll ein Kreisverkehr mit Querungshilfe entstehen. Derzeit laufen dort acht Straßen zusammen. In der Mitte befinden sich Bushaltestellen. Das soll geändert werden. Die Haltestellen sollen seitlich am angedachten Kreisverkehr liegen. Die Heckinghauser Straße soll vom Kreisverkehr bis zur Einmündung Waldeckstraße von vier auf zwei Fahrspuren reduziert werden. Ein Verkehrsgutachten soll die Machbarkeit untersuchen.

Der Bayer-Platz soll eine „Urban Gardening“-Fläche erhalten, wo Nachbarn gemeinsam gärtnern können. „Dafür wird der Wendehammer zurückgebaut“, erklärt Stadtplaner Stoldt. Parkplätze sollen jedoch erhalten bleiben.

Was mit dem Umfeld passiert, interessiert natürlich auch Thomas Drescher. Der Investor baut mit seinen Partnern derzeit den Gaskessel um und will Anfang 2018 sein Fitnessstudio im Denkmal eröffnen.

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Rundschau vom 1.9.2016
Freifunknetz wächst

Heckinghausen. Vielerorts ist kostenloses W-LAN ein attraktiver Kundenservice – in Hotels, Gastronomie, im Handel und in öffentlichen Einrichtungen. Von Klaus-Günther Conrads

Freifunknetz wächst
Ihr Heckinghauser Motto lautet „W-LAN go!“ – AWO-Geschäftsführer Frank Gottsmann, Quartiermangerin Kathrin Leppert und Heiko Meins (von links nach rechts). FOTO: Conrads

In Wuppertal bekennen sich zwar große Unternehmen und die Stadt zur neuen Technik, doch sind Initiatoren in Stadtteilen, wie „Utopiastadt“ am Mirker Bahnhof treibende Kräfte. In Oberbarmen wurde unter Federführung des CVJM und Leitung durch den Verein „Freifunk Rheinland“ ein Netz rund um die Berliner Straße geknüpft. Dadurch kommen sogar die Flüchtlinge an der Albertstraße in den Genuss des kostenlosen Service und günstigen Kontakts zu den Familien in ihren Herkunftsländern.

Aufgeschlossen zeigte sich auch das von der AWO betriebene Quartierbüro an der Heckinghauser Straße 196, wo ein Zusatzrouter für freies W-LAN sorgt. „Teilhabe an der sozialen und digitalen Entwicklung, Bürgernähe, Kundenbindung und Medienpädagogik sind uns wichtig“, so AWO-Geschäftsführer Frank Gottsmann beim Netz-Start durch Heiko Meins, den Stadtverordneten, Bezirksvertreter und Freifunker.

Wer zur Erweiterung des Netzes mit 17 Euro für einen Router und Energiekosten von sechs Euro pro Jahr beitragen will, kann sich im Quartierbüro melden – und zwar unter der Nummer 47 85 79 93.

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WZ vom 15.8.2016
Im Einsatz für das Quartier

„Soziale Stadt“: Kathrin Leppert und Kristina Klack setzen Förderprogramm im Stadtteil um.

Quartiermanagerinnen Kristina Klack und Kathrin Leppert unterwegs in Heckinghausen. ArchivQuartiermanagerinnen Kristina Klack und Kathrin Leppert unterwegs in Heckinghausen. Archiv Anna Schwartz

Heckinghausen. Seit etwas mehr als einem halben Jahr sind die Quartiersmanagerinnen Kathrin Leppert und Kristina Klack in Heckinghausen im Einsatz. Sie sind diejenigen, die das Förderprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ bekannt machen und im Stadtteil umsetzen sollen. Am 1. Februar waren die beiden jungen Frauen von der Arbeiterwohlfahrt (Awo), bei der sie für das Projekt angestellt sind, offiziell vorgestellt worden. Am 1. April hatten sie ihr Büro an der Heckinghauser Straße 196 bezogen.

An zwei Tagen in der Woche, dienstags von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 16 bis 18 Uhr bieten sie eine offene Sprechstunde an. Dann können die Heckinghauser einfach zu ihnen ins Büro kommen und ihre Sorgen und Nöte, aber auch Ideen besprechen. Zunehmend gefragt ist die Beratung zu möglichen Fördermitteln für Projekte von Privatpersonen, Vereinen oder Institutionen.

„Über den Verfügungsfonds stehen 50 000 Euro für den Stadtteil zur Verfügung“, erklärt Kathrin Leppert. Wer davon einen Teil bekommt, entscheidet ein Beirat. „Der hat sich gerade gegründet und auch schon seine konstituierende Sitzung gehabt“, ergänzt Kristina Klack. 17 Personen aus Politik, Vereinen, Kirchen, Schulen und Kindergärten gehörten dem Beirat an. „Die Mitglieder freuen sich sehr, dass sie mitbestimmen dürfen“, berichten die Quartiersmanagerinnen.

Am 22. September wird erstmalig über Anträge entschieden. Einer liegt bereits vor, drei weitere sollen in Kürze eingereicht werden. „Dabei handelt es sich um Projekte ganz unterschiedlicher Art“, sagt Kathrin Leppert. Die Gestaltung des öffentlichen Raum sei ein Schwerpunkt. Das Zusammenbringen von unterschiedlichen Personengruppen ist ein weiterer wichtiger Aspekt.

Die ersten Pläne werden beim nächsten Bürgerforum vorgestellt

Doch die beiden Quartiersmanagerinnen sind nicht nur in ihrem Büro an der Heckinghauser Straße anzutreffen, sondern gehen auch in den Stadtteil. „Wir arbeiten sehr eng mit dem Bürgerforum zusammen“, berichten sie. Am 28. September soll deshalb auch im Bürgerforum erstmals das Konzept für den ersten Bauabschnitt im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ vorgestellt werden. Ort und Uhrzeit werden noch bekannt gegeben.

Dieser erste Abschnitt reicht vom St. Lazarus-Haus bis zum Bayer-Platz und von der Heckinghauser Straße bis zur Wupper. Zum Konzept gehört unter anderem der Umbau des Jugendzentrums an der Heckinghauser Straße zu einem Stadtteiltreff und die Errichtung neuer Grünflächen. „Hierfür laufen gerade noch die Rahmenplanungen“, sagt Kristina Klack.

Im kommenden Jahr steht außerdem die Neugestaltung des Spielplatzes an der Krautstraße auf dem Plan. Der obere Teil, der für größere Kinder geeignet ist, soll unter anderem eine neue Seilbahn erhalten. 126 000 Euro sind für diese Maßnahme bereits eingeplant. Folgen sollen anschließend die Spielplätze an der Ziegelstraße und am Grillparzerweg, die ebenfalls eine neue Gestaltung bekommen.

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WZ vom 4.5.2016
Das neue Quartierbüro steht jetzt allen offen
Heckinghauser Angebot ist jetzt in neuen Räumen.

Kristina Klack (r.) und Kathrin Leppert vor dem neuen Büro. F: Anna Schwartz
Kristina Klack (r.) und Kathrin Leppert vor dem neuen Büro. F: Anna Schwartz

Heckinghausen. Das neue Quartierbüro Soziale Stadt Heckinghausen hat seine Türen geöffnet. Unter der Leitung von Kristina Klack und Kathrin Leppert wird von hier aus die weitere Entwicklung des Stadtteils koordiniert. Im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt ging der Zuschlag für das Quartierbüro an die Awo. Seit dem 1. Februar sind Klack und Leppert im Quartier aktiv, kamen zunächst provisorisch im Stadtteiltreff unter.

Dort hatten sie bereits Gelegenheit, mit zahlreichen Menschen, Vereinen und Initiativen ins Gespräch zu kommen, sagt Klack. Vor zwei Wochen konnten sie ihr Büro in der Heckinghauser Straße 196 beziehen. „Wir sind froh, dass es hier mit den Räumlichkeiten geklappt hat. So sind wir mittendrin im Programmgebiet“, meint auch Awo-Geschäftsführer Frank Gottsmann.

Zur Eröffnung ist der Raum gut gefüllt. Mehr als dreißig Menschen sind der Einladung gefolgt. Es gibt Kaffee und Kuchen. Bereits jetzt blicken einige Passanten neugierig durch die Fenster. Mit drei Schreibtischen, fünf Stühlen, einem Regal und einem Drucker ausgestattet erscheint das neue Quartierbüro noch etwas karg. Klack und Leppert wollen es nun mit Leben füllen. „Wir möchten vor Ort für die Menschen präsent sein“, meint Kristine Klack. Ihr ist es wichtig, dass auch über die Laufzeit des Projektes hinaus tragfähige Strukturen in Heckinghausen bleiben.

Einen Namen hat das Büro noch nicht. Die Anwesenden sind aufgerufen, Ideen und beizusteuern. Dazu steht ein kleiner Zettelkasten bereit, mit Fragen wie: „Was wünschen sie sich für Heckinghausen vom Quartierbüro?“

Zur Eröffnung kam auch Sozialdezernent Stefan Kühn, er sieht hier viel Entwicklungspotenzial. „Es geht auch um Grünflächen, um Spielplätze und um das Thema, wie wir Begegnungen ermöglichen können.“ Er möchte an dem Standort eine „neue Mitte Heckinghausen“ etablieren. Es sei ein Quartier mit vielen Stärken und mit vielen engagierten Menschen, sagt Kühn und fügt hinzu: „Ich glaube, es wird sich hier in Heckinghausen eine Menge bewegen. Gemeinsam werden wir das anpacken.“ as
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WZ vom 13.4.2016
Soziale Stadt Heckinghausen auf dem Weg

Gremien beraten derzeit die Besetzung des Beirats.

Auf den Fotos zu sehen: Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen.
Auf den Fotos zu sehen: Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen. Bildrechte Frank Gottsmann

Heckinghausen. Das Projekt „Soziale Stadt Heckinghausen“ ist auf einem guten Weg. Derzeit wird in der Bezirksvertretung und anderen städtischen Gremien die Besetzung des Beirats des Verfügungsfonds beraten.

Vorgeschlagen sind 16 Personen aus Institutionen und Einrichtungen des Stadtteils. Sie entscheiden künftig, welche Projekte mit dem Geld des Verfügungsfonds gefördert werden. Für die Zeit von Juli 2015 bis Dezember 2019 wurden 50 000 Euro Fördermittel bewilligt. Damit sind Projekte für 62 500 Euro möglich.

Das Land übernimmt 80 Prozent, Antragsteller und Stadt übernehmen je 10 Prozent. Ein Büro an der Heckinghauser Straße ist gefunden, es soll bald eröffnet werden als Büro für die Quartiers-Managerinnen Kristina Klack und Kathrin Leppert, als Anlaufstelle für Bürger und Treffpunkt für Initiativen. kati

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Rundschau vom 17. März 2016
Mit Blick auf eine neue Mitte

Mit Blick auf eine neue Mitte
Sozialdezernent Stefan Kühn (3.v.l.) und Frank Gottsmann (r., AWO) haben den Vertrag unterzeichnet. Patricia Knabenschuh (l.) koordiniert „Soziale Stadt“-Projekte. Renate Warnecke (2.v.r.) verbindet ihre Heckinghauser Interessen mit dem AWO-Vorsitz. Kathrin Leppert (2.v.l.) und Kristina Klack (3.v.r.) müssen ihr Arbeitsgebiet noch kennenlernen. FOTO: Conrads

Für die Sanierung von drei Spielplätzen an Ziegel- und Werléstraße sowie Grillparzer Weg fließt eine halbe Million Euro aus Städtebauförderung. Das Gelände um den Gaskessel, der von Thomas Drescher als „Sport-Park“ neu belebt wird, bildet die Kernzone. Zwischen Heckinghauser Straße, einer begrünten Mohrenstraße und der Wupper werden ein neues Stadtteilzentrum und eine Kita gebaut. Damit alte Gewerbebauten an der Wupper gekauft werden können, um Neubauten zu realisieren, sind sieben Millionen Euro geplant.


Solinger Tageblatt vom 6. 2.2016
Managerinnen für Heckinghausen

Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen. Foto: Frank Gottsmann
Kathrin Leppert (links) und Kristina Klack (rechts), die neuen Quartiersentwicklerinnen für die AWO KV Wuppertal e.V. im Programm Soziale Stadt Heckinghausen. © Frank Gottsmann

WUPPERTAL Die beiden Expertinnen Kathrin Leppert und Kristina Klack haben schon viele Ideen für das Quartier.

Von Jeanette Nicole Wölling

„Mit offenem Blick und ohne Vorurteile“ wollen ab sofort zwei Mitarbeiterinnen der Wuppertaler Arbeiterwohlfahrt (Awo) „ihr“ Heckinghausen zunächst kennenlernen und dann managen. Kathrin Leppert und Kristina Klack leiten gemeinsam das Quartiersbüro des Stadtteils.

 
Bei der „Sozialen Stadt Heckinghausen“ wird die Entwicklung des Quartiers gefördert. Foto: Archiv
Bei der „Sozialen Stadt Heckinghausen“ wird die Entwicklung des Quartiers gefördert. © Archiv

Die beiden jungen Frauen sind „Motor, Moderator und Dompteur“, wie Sozialdezernent Stefan Kühn bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Stadt und Awo launig erklärte. Sie sollen den Stadtteil, der neu am NRW-Förderprogramm „Soziale Stadt“ teilnimmt und Investitionen in Höhe von 15,5 Millionen Euro erhalten soll, bei der Entwicklung und Umsetzung von Ideen begleiten.

Ein neues Stadtteilzentrum soll entstehen

Zahlreiche „Visionen“ habe die Stadt schon, berichtete der Sozialdezernent: Ein neues Stadtteilzentrum solle entstehen, wofür der Stadtteiltreff abgerissen würde. Zahlreiche Freizeitareale und Spielplätze sollen realisiert werden. Zusätzliche Gelder könnte es für eine neue Kindertagesstätte in der Nähe des Gaskessels geben.

Ein wirkliches Quartiersbüro, wie man es aus Wichlinghausen kennt, gibt es in Heckinghausen noch nicht. „Bis wir einen Standort gefunden haben, bieten wir Sprechstunden im Stadtteiltreff an der Heckinghauser Straße an“, sagt der Geschäftsführer des Awo Kreisverbandes Wuppertal, Frank Gottsmann.

Dass es noch keinen Raum für die beiden Quartiersentwicklerinnen gibt, begründet Stefan Kühn mit dem späten Eintreffen des Zuwendungsbescheids an die Stadt: „Erst am 21. Dezember ist uns der rechtskräftigen Bescheid zugegangen. Bis dahin hätten wir einem Träger gar keine Finanzierungszusage machen können.“ Erst nachdem das Land grünes Licht für die „Soziale Stadt Heckinghausen“ gegeben hatte, konnte der Awo der Zuschlag erteilt werden.

„Wir freuen uns, dass das geklappt hat, und haben mit unserer stellvertretenden Verbandsvorsitzenden, Renate Warnecke, jemanden an unserer Seite, der sich in Heckinghausen sehr gut auskennt“, verkündete Frank Gottsmann.

Als Heckinghauser SPD-Stadtverordnete und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin weiß Renate Warnecke schon seit Langem um die Bedürfnisse der Bürger und die Wünsche der Vereine und Institutionen: „Die Heckinghauser haben sich, unterstützt von der BV, schon viele Gedanken darüber gemacht, was sie brauchen. Diese Informationen können direkt abgerufen werden.“

Eine lange Vorbereitungszeit, um Ideen zu sammeln, benötigen Kathrin Leppert und Kristina Klack daher wohl nicht, sondern können sich in den vier Jahren ihrer Tätigkeit ganz der Umsetzung widmen. Für die 27-jährige Geografin aus Dortmund und die 29-jährige Raumplanerin aus Marl wird das eine Herausforderung, der sie sich nach eigenem Bekunden gern stellen wollen.

SOZIALE STADT

ZEITRAUM Die „Soziale Stadt Heckinghausen“ läuft zunächst bis Ende 2021. Das Fördergebiet erstreckt sich vom Heidter Berg bis zum Rauental und von den Bahngleisen bis zur Freiligrath- und Kleestraße. 15,5 Millionen Euro will die Stadt in den Stadtteil investieren, wobei der Eigenanteil bei 20 Prozent liegt.

PROJEKTE Dabei geht es einerseits um Städtebauförderung, beispielsweise Hof- und Fassadensanierung. Andererseits geht es um die Entwicklung von „Lebensräumen“. So ist für die Neugestaltung der Spiel plätze eine halbe Million Euro eingeplant. Eine weitere Million entfällt auf andere Freizeitflächen, die zum Teil noch geschaffen werden sollen. Außerdem soll das Areal zwischen Spiekerstraße, Auf der Bleiche und Wupper entwickelt werden. Sechs Millionen Euro sind für ein neues Stadtteilzentrum und die Schaffung einer „Neuen Mitte Heckinghausen“ eingeplant. 5,5 Millionen Euro stehen bereit.

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Rundschau vom 19. 11.2015
Aufbruch für Heckinghausen

Aufbruch für Heckinghausen
Das „Bürgerforum Heckinghausen“ live – von links nach rechts: Uwe Sippel (sitzend), Patricia Knabenschuh, Peter Jaschinski und Christiane Sippel. FOTO: Conrads

Mit den ersten 440.000 Euro aus dem Stadterneuerungsprogramm hat die Bezirksregierung ein erstes Signal für das Förderprogramm „Soziale Stadt Heckinghausen“ gesetzt. Deshalb konnte die Gründung eines Quartierbüros ausgeschrieben werden, dessen Arbeit Anfang 2016 beginnen soll. Kurz vor Weihnachten wird der Zuwendungsbescheid erwartet. Von Klaus-Günther Conrads

Als Gast des Bürgerforums Heckinghausen informierte Projektkoordinatorin Patricia Knabenschuh jetzt über den aktuellen Planungsstand: 2016 startet das Hof- und Fassadenprogramm, der Kinderspielplatz am Grillparzerweg wird erneuert und aus dem Verfügungsfonds können Mittel abgerufen werden. Patricia Knabenschuh ermuntert Bürger, Gruppen und Vereine dazu, Ideen und Anregungen einzureichen.

Zu den Vorhaben für 2017 gehört ein Konzept für Verbindungen zwischen dem revitalisierten Gaskessel, der zum „Sportpark“-Fitness-Standort umgebaut wird, und dem Heckinghauser Süden.

Der Rückbau der Heckinghauser Straße hat keine große Priorität mehr. Erst 2018 soll die teilweise gesperrte Brücke Pfälzer Steg saniert werden.

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